Wer an die Playa de Las Teresitas denkt, hat sofort das Bild vor Augen: goldener Sand, ruhiges Wasser und eine Reihe von Chiringuitos, die den Strand mit Leben füllen. Genau diese acht Kioske stehen jetzt im Mittelpunkt einer öffentlichen Ausschreibung der Stadt Santa Cruz de Tenerife. Es geht um weit mehr als nur ein paar Buden am Strand – die Konzession umfasst die komplette Bewirtschaftung der Gastronomie sowie die organisierten Bereiche für Sonnenliegen, Sonnenschirme und sogenannte Balinesische Betten.
Die vorherigen Verträge waren bereits im Februar ausgelaufen. Um einen reibungslosen und vor allem legalen Betrieb sicherzustellen, hat die Stadt im März die Neuausschreibung auf den Weg gebracht. Das Verfahren folgt dem üblichen Vier-Jahres-Rhythmus und ist mit der Küstenbehörde abgestimmt. Für Strandbesucher bedeutet das vor allem eines: Kontinuität, aber mit einigen modernen Verbesserungen.
Was genau wird ausgeschrieben?
Die Stadt vergibt eine Verwaltungskonzession für die private Nutzung des öffentlichen maritim-terrestrischen Bereichs. Klingt kompliziert, heißt aber im Kern: Acht feste Strandkioske direkt auf dem Sand, jeweils mit einer angeschlossenen Fläche für den Verleih von Liegen und Schirmen. Jeder Kiosk verfügt über eine bebaute Fläche von rund 70 Quadratmetern, was insgesamt 560 Quadratmetern für alle acht Einheiten entspricht.
Die zugehörige Strandservice-Fläche variiert je nach Saison. In der Hochsaison von April bis September stehen jedem Kiosk etwa 960 Quadratmeter zur Verfügung, in der Nebensaison von Oktober bis März reduziert sich dieser Bereich. Frühere Unterlagen geben eine Orientierung: Pro Los sind in der Hochsaison bis zu 120 Sonnenliegen und 60 Sonnenschirme vorgesehen, ergänzt durch eine begrenzte Anzahl an Balinesischen Betten für gehobeneren Komfort.
Die Konzession läuft über einen Zeitraum von drei Jahren und acht Monaten, verlängerbar auf maximal vier Jahre. Das voraussichtliche Ende ist der 31. Januar 2030, der Start wird für Juni 2026 erwartet. Die jährliche Mindestgebühr pro Kiosk beträgt exakt 15.390,56 Euro – Angebote darunter werden automatisch abgelehnt. Das Interesse ist riesig: Laut Berichten haben 20 Unternehmen Angebote eingereicht, 19 wurden zugelassen. Die offerierten Jahresgebühren liegen dabei zwischen rund 24.000 und beeindruckenden 90.000 Euro pro Kiosk, also dem Drei- bis Fünffachen des Mindestsatzes.
So läuft das Vergabeverfahren
Jeder Kiosk mit seinem Liegenbereich ist ein separates Los. Die Stadt hat eine kluge Regel eingebaut, um Vielfalt zu fördern: Ein einzelner Bieter muss zwar ein Angebot für alle Lose abgeben, kann aber nur den Zuschlag für ein einziges Los erhalten – vorausgesetzt, es gibt mindestens acht zugelassene Bieter. So wird verhindert, dass ein großer Betreiber alle acht Kioske übernimmt.
Die Bewertung der Angebote erfolgt nach einem Punktesystem mit maximal 100 Punkten. Das wirtschaftliche Angebot, also die Höhe der gebotenen jährlichen Gebühr, macht mit bis zu 60 Punkten den Löwenanteil aus. Jeweils bis zu 20 Punkte gibt es für Umweltaspekte und für batteriebasierte Stromspeichersysteme. Die Stadt setzt damit klare Anreize für mehr Nachhaltigkeit und weniger Lärm durch Generatoren – ein Gewinn für alle, die den Strand genießen wollen.
Feste Öffnungszeiten für Planungssicherheit
Ein großer Vorteil der neuen Konzession für Strandbesucher sind die vertraglich festgeschriebenen Öffnungszeiten. In der Hochsaison von April bis September haben die Kioske täglich von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. In der Nebensaison von Oktober bis März verschieben sich die Zeiten auf 10:00 bis 20:00 Uhr. Das schafft Verlässlichkeit: Du weißt genau, wann du nach dem Schwimmen noch einen kühlen Drink oder einen kleinen Snack bekommst.
Außerhalb dieser Zeiten bleiben die Chiringuitos geschlossen. Sonderveranstaltungen, etwa zur Johannisnacht, wären nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stadt möglich. Die Stadt hat in früheren Konzessionsperioden bereits konsequent auf die Einhaltung der Schließzeiten geachtet und Betreiber entsprechend ermahnt.
Was heißt das für deinen Strandtag?
Für dich als Besucher ändert sich im Alltag wenig – und das ist gut so. Die acht Chiringuitos bleiben das gastronomische Herz der Las Teresitas. Du kannst weiterhin von morgens bis abends Getränke, Snacks und komplette Mahlzeiten direkt am Strand genießen. Bekannte Namen aus der Vergangenheit wie La Isla, Flow, El Caracol oder Bambú könnten wieder dabei sein, aber die endgültigen Betreiber und Menüs stehen erst nach dem Zuschlag fest.
Die organisierten Zonen für Sonnenliegen und Schirme sorgen für Ordnung am Strand, ohne dass wild vermietet wird. Die genauen Preise für Liegen, Schirme und Balinesische Betten sind in den Ausschreibungsunterlagen nicht öffentlich festgelegt und bleiben daher abzuwarten. Klar ist aber: Es wird weiterhin ein geregeltes, lizenziertes Angebot geben.
Dank der starken Gewichtung von Umweltkriterien und Batteriesystemen in der Ausschreibung darfst du zudem mit weniger Generatorlärm und saubereren Energielösungen rechnen. Auch die Einhaltung der Küstenschutzauflagen – wie abbaubare Strukturen, geregelte Abwasser- und Abfallentsorgung sowie barrierefreie Toiletten – ist durch die Konzession gesichert.
Häufige Fragen
- Wann starten die neuen Chiringuitos an der Las Teresitas?
- Der voraussichtliche Beginn der neuen Konzession ist Juni 2026. Die Laufzeit beträgt etwa dreieinhalb Jahre bis maximal zum 31. Januar 2030.
- Kann ein Betreiber mehrere Kioske übernehmen?
- Nein. Jeder Bieter kann nur den Zuschlag für ein einziges Los erhalten, sofern mindestens acht Bieter zugelassen sind. Das fördert Vielfalt und verhindert Monopole.
- Welche Öffnungszeiten gelten für die Strandkioske?
- In der Hochsaison (April bis September) öffnen die Kioske von 9:00 bis 21:00 Uhr. In der Nebensaison (Oktober bis März) gelten die Zeiten 10:00 bis 20:00 Uhr.
- Kann ich an der Las Teresitas Sonnenliegen und Schirme mieten?
- Ja, die Konzession umfasst ausdrücklich den organisierten Verleih von Sonnenliegen, Sonnenschirmen und Balinesischen Betten in den zugewiesenen Strandabschnitten.
- Warum wird die Konzession überhaupt neu ausgeschrieben?
- Die vorherigen Verträge liefen im Februar aus. Die Neuausschreibung stellt den legalen Betrieb sicher und folgt dem üblichen Vier-Jahres-Rhythmus in Abstimmung mit der Küstenbehörde.
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Stand der Informationen: 4. August 2026. Die Angaben zu Betreibern, Speisekarten und Preisen für Liegen basieren auf den öffentlichen Ausschreibungsunterlagen und können sich nach Vergabe ändern.
