GRAN CANARIA · ASTRONOMIE

Fast totale partielle Mondfinsternis am 28. August über den Kanaren

In den frühen Morgenstunden des 28. August 2026 ereignet sich eine partielle Mondfinsternis, die fast total ausfällt: Der Erdschatten bedeckt den Mond nahezu vollständig. Nach Angaben des spanischen Instituto Geográfico Nacional (IGN) erreicht die Finsternis eine Größe von etwa 0,93 – ein Wert nahe der Totalität.

24. August 2026 · Von Julia Roca Bethencourt · 6 Min.
Mondfinsternis, roter Mond (Symbolbild)

Foto: NPS Photo, Public domain (Symbolbild).

Die Kanaren gehören zu den bevorzugten Beobachtungsorten: Frühaufsteher können das Schauspiel vor Sonnenaufgang und Monduntergang verfolgen. In Juncalillo (Gáldar, Gran Canaria) ist für die Nacht vom 28. auf den 29. August eine öffentliche Beobachtung organisiert. Die Zeitangaben stützen sich auf das IGN, wiedergegeben von diariodeavisos.

Was in der Nacht passiert

Nach den vom IGN veröffentlichten und von diariodeavisos wiedergegebenen Daten (kanarische Ortszeit, WEST/UTC+0) beginnt die Halbschattenphase um 02:23 Uhr. Der sichtbare Teil, in dem sich der dunkle Kernschatten über den Mond schiebt, setzt um 03:33 Uhr ein. Das Maximum wird um 05:12 Uhr erreicht, wenn der Mond fast vollständig verdeckt ist.

Die partielle Phase endet um 06:52 Uhr, die Halbschattenphase rechnerisch um 09:01 Uhr. Auf den Kanaren bleibt der Mond bis zum Ende der partiellen Phase über dem Horizont – dem Archipel zufolge die einzige Region Spaniens, in der das Geschehen bis zu diesem Punkt vollständig zu sehen ist, bevor der Mond untergeht.

Warum die Kanaren bevorzugt sind

Weil die entscheidenden Phasen in die Stunden vor Tagesanbruch fallen und der Mond auf den Kanaren dann noch am westlichen Himmel steht, bieten die Inseln laut den Berichten besonders gute Bedingungen. Das Maximum um 05:12 Uhr fällt in die tiefe Nacht, lange vor dem ersten Licht.

Wichtig ist der Blick nach Westen: Dorthin wandert der Mond, bevor er untergeht. Ein freier, tiefer Horizont ohne Berge oder Gebäude und ein möglichst dunkler Standort abseits der Straßenbeleuchtung erhöhen die Chancen auf ein gutes Bild.

Was eine Mondfinsternis ist

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn Erde, Sonne und Mond so ausgerichtet sind, dass der Mond in den Schatten der Erde eintritt. Bei einer partiellen Finsternis schiebt sich nur ein Teil des Kernschattens über die Mondscheibe; bei dieser fast totalen Variante ist der Mond mit einer Größe von rund 0,93 nahezu ganz bedeckt.

Der verdunkelte Teil des Mondes erscheint häufig rötlich oder kupferfarben. Das liegt daran, dass die Erdatmosphäre einen Teil des Sonnenlichts bricht und den roten Anteil in den Schatten lenkt – derselbe Effekt, der Sonnenauf- und -untergänge rot färbt.

Mit bloßem Auge sicher zu beobachten

Anders als eine Sonnenfinsternis lässt sich eine Mondfinsternis gefahrlos mit bloßem Auge betrachten. Es ist keine Schutzbrille und keine besondere Ausrüstung nötig. Das IGN weist ausdrücklich darauf hin, dass die Beobachtung mit bloßem Auge völlig ungefährlich ist.

Ein Fernglas oder ein kleines Teleskop kann den Anblick bereichern, ist aber nicht erforderlich. Es genügt, den Mond am westlichen Himmel zu suchen und ihm in Ruhe beim Eintauchen in den Erdschatten zuzusehen.

Öffentliche Beobachtung in Juncalillo

In Juncalillo, einem Ort in der Gemeinde Gáldar im Norden Gran Canarias, ist für die Nacht vom 28. auf den 29. August eine öffentliche Beobachtung geplant. Laut eldiario.es laden die Asociación Astronómica y Educativa de Canarias Henrietta Swan Leavitt und die Initiative Poesía Viva Atlántica dazu ein, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Ayuntamiento de Gáldar.

Der Ort wurde den Angaben zufolge wegen seiner Dunkelheit abseits der Lichtverschmutzung und wegen der Verbindung zu den heiligen Bergen Gran Canarias, einem UNESCO-Welterbe, gewählt. Geplant sind demnach ein Vortrag und eine geführte Beobachtung mit Teleskopen; die Plätze sind begrenzt und eine Anmeldung ist erforderlich.

So gelingt die Beobachtung: Einen Platz mit freiem, tiefem Blick nach Westen suchen, möglichst fern von Straßenlaternen und hellen Lichtern.
Warm anziehen, den Augen einige Minuten Zeit zur Anpassung an die Dunkelheit geben und die kanarischen Uhrzeiten beachten; ein Fernglas ist ein Plus, aber kein Muss.
Bitte einordnen: Die Uhrzeiten stammen vom IGN (kanarische Zeit, WEST/UTC+0), wiedergegeben von diariodeavisos; je nach Standort und Horizont können sich Sichtbarkeit und genauer Zeitpunkt geringfügig unterscheiden.
Es handelt sich um eine partielle, wenn auch fast totale Finsternis: Der Mond wird nicht vollständig verdunkelt, ein schmaler heller Rand kann sichtbar bleiben. Bewölkung kann die Sicht einschränken.

Zahlen und Fakten

  • Partielle, fast totale Mondfinsternis am frühen Morgen des 28. August 2026 (IGN)
  • Größe rund 0,93 – der Mond ist nahezu vollständig bedeckt
  • Kanarische Zeiten (WEST/UTC+0): Halbschatten ab 02:23, partielle Phase ab 03:33, Maximum 05:12, Ende der partiellen Phase 06:52, Halbschatten-Ende 09:01 (IGN, via diariodeavisos)
  • Auf den Kanaren bleibt der Mond bis zum Ende der partiellen Phase über dem Horizont
  • Gefahrlos mit bloßem Auge zu beobachten, keine Schutzausrüstung nötig
  • Öffentliche Beobachtung in Juncalillo (Gáldar, Gran Canaria) in der Nacht vom 28. auf den 29. August (laut eldiario.es)

FAQ

Wann ist die Mondfinsternis?
Am frühen Morgen des 28. August 2026. Nach IGN-Daten (kanarische Zeit) beginnt die partielle Phase um 03:33 Uhr, das Maximum liegt um 05:12 Uhr, das Ende der partiellen Phase um 06:52 Uhr.
Ist es eine totale Finsternis?
Nein. Es ist eine partielle Finsternis, allerdings fast total: Mit einer Größe von rund 0,93 ist der Mond nahezu ganz vom Erdschatten bedeckt, laut IGN.
Kann man sie auf den Kanaren sehen?
Ja. Der Mond steht in den entscheidenden Phasen noch über dem westlichen Horizont. Den Berichten zufolge sind die Kanaren die einzige Region Spaniens, in der die Finsternis bis zum Ende der partiellen Phase vollständig sichtbar ist.
Braucht man eine Schutzbrille?
Nein. Anders als bei einer Sonnenfinsternis ist die Beobachtung mit bloßem Auge völlig sicher; eine Schutzausrüstung ist nicht nötig.
Wo gibt es eine gemeinsame Beobachtung?
In Juncalillo (Gáldar, Gran Canaria) ist für die Nacht vom 28. auf den 29. August eine öffentliche Beobachtung organisiert. Die Plätze sind laut eldiario.es begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich.