Was bedeutet die gelbe Warnstufe?

Die gelbe Warnstufe der AEMET (Agencia Estatal de Meteorología, staatlicher Wetterdienst) entspricht einer Situation mit geringer Gefahr durch widrige Wetterphänomene. Sie warnt vor möglichen Beeinträchtigungen bei bestimmten Aktivitäten, ist aber kein generelles Aufenthalts- oder Reiseverbot.

Die Warnung läuft am 6. Oktober 2026. Örtlich können bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde fallen.

Die stärksten Niederschläge werden in mittleren und höheren Lagen im Norden, Nordosten und Süden von El Hierro erwartet. Gelegentlich sind auch Gewitter möglich.

Welche zusätzliche Massnahme gilt auf den Kanaren?

Die Dirección General de Emergencias del Gobierno de Canarias erklärte ab 12.00 Uhr am 6. Oktober 2026 eine Vorwarnstufe wegen Regen. Sie gilt für El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria.

Die Entscheidung stützt sich auf Informationen der AEMET und anderer Quellen. Sie erfolgt in Anwendung des Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos (PEFMA), des kanarischen Notfallplans für widrige Wetterphänomene.

Der Notruf 112 Canarias verbreitet die Lage und die Empfehlungen zur Selbstschutz. Die Vorwarnstufe ist die unterste Stufe des kanarischen Notfallsystems.

Was erwartet AEMET auf El Hierro?

AEMET rechnet auf El Hierro mit wechselnder Bewölkung und am Nachmittag zunehmend bedecktem Himmel. Dazu kommen leichte verstreute Schauer und etwas Calima in höheren Luftschichten.

Die Temperaturen bleiben überwiegend gleich. An den Küsten weht Nordostwind. Die Vorhersage nennt eine hohe tropische Luftfeuchtigkeit und durch das Relief begünstigte konvektive Entwicklungen.

Für die Küstengewässer besteht keine gesonderte Warnung. AEMET erwartet Wind aus Nord oder Nordost der Stärke 3 oder 4, mit Intervallen der Stärke 5 auf offener See vor der Nord- und Nordwestküste, dazu marejadilla oder marejada und mar de fondo aus Nord von rund einem Meter.

Was sollten Bewohner und Besucher beachten?

Die Behörden empfehlen, während starker Schauer Autofahrten zu vermeiden und keine überschwemmungsgefährdeten Bereiche zu betreten. Überflutete Brücken sollten niemals überquert werden.

Wanderer, Camper und Outdoor-Gäste sollten Pläne besonders in höheren Lagen sowie in der Nähe von Barrancos und anderen Abflussrinnen überprüfen. Die Behörden raten, nicht in Barrancos oder anderen überflutungsgefährdeten Stellen zu campen.

Empfohlen wird ausserdem, Dächer und Abflüsse zu kontrollieren, Anweisungen über offizielle Kommunikationskanäle zu verfolgen und auf möglichen Steinschlag zu achten, der grösseren Abgängen vorausgehen kann.

Welche Einschränkungen sind angeordnet?

Die vorliegenden Angaben nennen keine angeordneten Schliessungen, abgesagten Fähr- oder Flugverbindungen, Preisänderungen, Antragsfristen oder finanziellen Hilfen für El Hierro. Ebenso wird keine konkrete Evakuierung oder örtliche Sperrung gemeldet.

Änderungen hängen von der tatsächlichen Niederschlagsentwicklung und späteren Anweisungen der Behörden ab. Der nächste massgebliche Zeitpunkt war der Beginn der AEMET-Warnung und der kanarischen Vorwarnung am 6. Oktober 2026 um 12.00 Uhr.

Danach entscheidet sich, ob die Warnung verlängert oder aufgehoben wird.

Wie geht es nach dem 6. Oktober weiter?

Die Warnung ist zunächst auf den 6. Oktober 2026 begrenzt. Ob sie verlängert wird, hängt von der weiteren Niederschlagsentwicklung ab.

Die Behörden empfehlen, offizielle Kommunikationskanäle zu verfolgen. Dazu gehören die AEMET, die Dirección General de Emergencias del Gobierno de Canarias und der Notruf 112 Canarias.

Für die Zeit nach dem Warnfenster liegen in den veröffentlichten Angaben keine konkreten Vorhersagen für El Hierro vor.