Was ändert sich am 2. November für Urlauber und Residenten?

Der staatliche Wetterdienst AEMET warnt am 2. November von 12.00 bis 23.59 Uhr vor mässigem Regen in der Zone «Norte de Gran Canaria». Die Datei gehört zur Morgenaktualisierung des Tages, und spanische Medien nennen dieselben Uhrzeiten als Ortszeit.

Gelb ist die niedrigste Warnstufe oberhalb von «keine Warnung». Einschränkungen, Sperrungen oder Fristen sind damit nicht verbunden, und für Gran Canaria fand die Recherche keine Schliessung von Strassen, Schulen oder Veranstaltungen.

Die Warnung nennt nur die Zone im Norden der Insel. Zum Süden mit den Ferienorten enthält die Datei keine Angabe, deshalb lässt sich dort weder Regen ausschliessen noch erwarten.

Bei Gelb raten die Behörden, die aktuelle Vorhersage zu verfolgen und Barrancos (Schluchten) sowie Flussbetten zu meiden. Starker Regen im Norden kann zudem Strassen rutschig machen, daher ist Vorsicht am Nachmittag und Abend sinnvoll.

Wie viel Regen erwartet der Wetterdienst?

Die Schwelle der Warnung liegt bei 20 Millimetern Niederschlag in einer Stunde, wie die AEMET-Datei vom 2. November angibt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit beziffert sie auf 40 bis 70 Prozent.

Bei den Folgen schreibt der AEMET von möglichen mässigen Schäden an Personen und Sachen, vor allem bei gefährdeten Personen oder exponierten Gebieten. Seine einzige Anweisung lautet, sich über aktuelle Vorhersagen zu informieren.

Eine Zusammenfassung von Berichten vom 1. November nannte für den Norden noch 15 Millimeter pro Stunde ab 12.00 Uhr. Die 20 Millimeter stammen aus der Datei vom 2. November und sind vermutlich die spätere Aktualisierung, die frühen Berichte selbst konnte die Recherche nicht einsehen.

Für die Stadt Las Palmas de Gran Canaria sagt die private Wetterseite tutiempo.net leichten Regen zwischen 0.00 und 1.00 Uhr voraus. Ab 14.00 Uhr wird es dort wieder unbeständig, mit sehr hoher Schauerwahrscheinlichkeit zwischen 17.00 und 18.00 Uhr bei 21 bis 24 Grad.

Als Ursache nennt tutiempo.net ein Atlantiktief (vaguada), das subtropische Feuchtigkeit heranführt. Die Seite ist keine amtliche Quelle und passt in einem Punkt nicht zur Warnung, denn sie spricht von den «westlichen Inseln».

Was meldet die Regierung der Kanaren?

Die Regierung der Kanaren (Gobierno de Canarias) hält Gran Canaria und Teneriffa im Voralarm (prealerta), berichtet Diario de Avisos. Einen Alarm rief sie für La Palma, El Hierro und La Gomera aus, er beginnt in den frühen Morgenstunden des Montags.

Auf den drei Alarminseln können einzelne Schauer sehr kräftig ausfallen, mit mehr als 30 Millimetern in einer Stunde. Die grösste Wahrscheinlichkeit besteht bis etwa 15.00 Uhr, eine Verlängerung in den Nachmittag ist möglich.

Für Teneriffa und Gran Canaria nennt die Regierung kräftige Schauer ab 20 Millimetern pro Stunde, besonders im Norden Teneriffas und im Grossraum der Metropole. Die Behörden räumen erhebliche Unsicherheit ein, wo, wie stark und wie lange es regnet.

Am Dienstag, 3. November, soll der Regen auf den bergigen Inseln anhalten, aber seltener und schwächer ausfallen. Prognosen können sich laut den Behörden bis dahin noch ändern.

Wer vergibt Gelb, Voralarm und Alarm?

Die Farben Gelb, Orange und Rot vergibt der AEMET nach dem Plan Meteoalerta, der Schwellenwerte je Warnzone festlegt. Gelb steht für Phänomene, die üblich, aber für bestimmte Aktivitäten oder gefährdete Zonen potenziell gefährlich sind.

Orange bedeutet wichtiges, Rot aussergewöhnliches Risiko, so die Beschreibung des Systems laut Maldita.es. Die Plattform empfiehlt bei Gelb, unnötige Aktivitäten im Freien zu meiden, bei Orange sie auszusetzen.

Voralarm, Alarm und Höchstalarm ruft dagegen die Regierung der Kanaren über ihre Dirección General de Emergencias aus. Rechtsgrundlage ist der Notfallplan PEFMA für widrige Wetterphänomene, was Zusammenfassungen von Diario de Avisos und RTVC wiedergeben; die Primärdokumente prüfte die Recherche nicht.

Für die Alarmerklärung nennt Diario de Avisos Schwellen von 30 Millimetern in einer Stunde und 100 Millimetern in zwölf Stunden. Die Angabe stammt aus einem Suchauszug und liess sich an der Originalseite nicht prüfen.

Warum ist Regen auf Gran Canaria ein grosses Thema?

Auf eine lange Dürre folgten auf Gran Canaria zuletzt ungewöhnlich nasse Monate. Die acht grossen Stauseen standen laut RTVC zeitweise in kritischer Lage, im August 2025 meldete der Sender sie am Limit.

Die Tiefs «Claudia» im November 2025 und «Therese» im März 2026 liessen das gespeicherte Wasser von 2,3 auf 39 Millionen Kubikmeter steigen. Das nannte Cabildo-Präsident Antonio Morales (Cabildo ist die Inselregierung) am 30. März 2026, wie RTVC berichtet.

Therese löste auf Gran Canaria die Notfallstufe 2 aus, laut Canarian Weekly und Stuttgarter Zeitung wurden Tausende Menschen evakuiert. Maspalomas24h berichtete von Strassenschäden und zwölf Strassen mit dringenden Reparaturen.

Das Wasser reicht laut Cabildo für die Bewässerung der Landwirtschaft für etwa fünf Jahre. Umweltschützer klagten im Juni 2026 gegen das Stromnetz und den Cabildo wegen des Umgangs mit Therese im Süden, ein laufendes Verfahren laut Maspalomas24h.

Was ist offen, und was kommt danach?

Gemessene Regenmengen, Schäden oder Zwischenfälle vom 2. November lagen der Recherche nicht vor. Auch Massnahmen von Cabildo oder Gemeinden auf Gran Canaria fand sie nicht.

Die Warnung läuft bis 23.59 Uhr. Ob der AEMET sie verlängert, erhöht oder neue Warnungen für den 3. November ausgibt, ist offen, ebenso ob die Kanarische Regierung Gran Canaria vom Voralarm auf Alarm hebt.

Aktuelle Warnstufen veröffentlicht der AEMET auf aemet.es. Der Notruf 112 ist üblicherweise für echte Notfälle gedacht, die Quellen dieses Tages sagen dazu allerdings nichts.