Was wurde am 5. Oktober genehmigt?

Die kanarische Regierung hat am 5. Oktober 2026 eine mehrjährige Ausgabe von 70.011.128 Euro für den Bau des neuen Justizgebäudes in Puerto del Rosario genehmigt. Das teilte die Gemeindeverwaltung von Puerto del Rosario mit.

Die Genehmigung betrifft zunächst die Vorbereitung und Ausschreibung des Bauauftrags. Sie bedeutet noch nicht, dass die Bauarbeiten begonnen haben. Das Verfahren soll die Consejería de Presidencia der Regierung der Kanarischen Inseln bearbeiten.

Die Vergabe soll im Rahmen einer vorgezogenen Vergabe im Haushaltsjahr 2026 erfolgen. Einen konkreten Termin für die Auftragsvergabe nannte die Regierung nicht.

Was ist für den neuen Justizpalast geplant?

Das neue Gebäude soll die gesamte Justiz des Gerichtsbezirks Puerto del Rosario an einem einzigen Standort bündeln. Ziel sind eine modernere Justizverwaltung sowie bessere Qualität, Effizienz und Leistungsfähigkeit, wie die Regierung mitteilt.

Das Projekt sieht ein Gebäude mit rund 21.000 Quadratmetern Nutzfläche auf sechs Etagen vor. Es soll Räume für die verschiedenen Gerichtsorgane und notwendige Dienste enthalten.

Der künftige Justizpalast soll auf einem Grundstück von etwa 4.800 Quadratmetern entstehen. Es liegt zwischen der Avenida Juan de Bethencourt und den Strassen Antonio Espinosa und Lucha Canaria.

Das Grundstück wurde vom Cabildo de Fuerteventura an die Regierung der Kanarischen Inseln abgetreten, wie die Gemeindeverwaltung erklärt.

Warum ist das Projekt wichtig?

Die Gerichtsorgane von Puerto del Rosario sind derzeit auf vier verschiedene Standorte verteilt. Diese Zersplitterung erschwert nach Angaben der Gemeindeverwaltung den Betrieb der Justizverwaltung und die Betreuung der Bürger.

Sie begrenzt zudem die Möglichkeiten für künftiges Wachstum. Das neue Gebäude soll die gesamte Gerichtsstruktur des Gerichtsbezirks Puerto del Rosario an einem Ort konzentrieren.

Der Bürgermeister David de Vera sprach von einem entscheidenden Schritt für eine strategische Infrastruktur. Die Investition von mehr als 70 Millionen Euro solle Puerto del Rosario und Fuerteventura eine moderne Einrichtung geben.

Wann beginnt der Bau?

Die Bauzeit ist auf vier Jahre ab Beginn der Bauarbeiten angelegt. Der Fristbeginn liegt erst nach Vergabe des Auftrags und tatsächlichem Baubeginn.

Ein konkretes Datum für die Auftragsvergabe, den Baubeginn oder die Fertigstellung wurde nicht genannt.

Die Gemeindeverwaltung kündigte an, alle notwendigen Verfahren in ihrer Zuständigkeit weiter zu erleichtern.

Was bedeutet das für Einwohner und Besucher?

Für Einwohner Fuerteventuras sowie für ausländische Einwohner und Besucher ist vorerst keine neue Gebühr, Antragsfrist, Zugangsvoraussetzung oder Schliessung angekündigt. Die Mitteilung enthält auch keine Änderungen bei Gerichtsverfahren oder Zuständigkeiten.

Der unmittelbare Effekt besteht darin, dass die künftige Infrastruktur finanziert und zur Ausschreibung vorbereitet werden soll. Nach Fertigstellung soll die Konzentration der Gerichte den Zugang zur Justiz und die organisatorische Abwicklung verbessern.

Ein konkreter Zeitpunkt für diese Verbesserungen steht jedoch noch nicht fest.

Welche Punkte sind noch offen?

Offen bleiben der endgültige Ausschreibungstext und die Vergabeunterlagen. Auch der erfolgreiche Auftragnehmer und das Datum des Baubeginns sind noch nicht bekannt.

Offen sind zudem das Datum der Inbetriebnahme. Übergangsregelungen für bestehende Gerichtsstandorte wurden ebenfalls nicht veröffentlicht.

Die Regierung führt das Projekt als «Edificio Judicial de Puerto del Rosario». Eine offizielle Infrastruktur-Seite der Justizverwaltung führt das Vorhaben für Puerto del Rosario gesondert auf.