Wo und wann ist die GC-1 am 4. November gesperrt?
Die Consejería de Obras Públicas, Vivienda y Movilidad, das Bau- und Verkehrsministerium der Kanarenregierung, sperrt die GC-1 am Mittwoch, 4. November, ab 22.00 Uhr. Die Sperrung endet am Donnerstag, 5. November, um 6.00 Uhr.
Betroffen sind die 300 Meter Fahrbahn Richtung Süden, die der Glorieta de Belén María am nächsten liegen. Die Glorieta ist der Kreisverkehr in Las Palmas de Gran Canaria, an dem die Bauarbeiten laufen.
Zusätzlich ist die Zufahrt von der Avenida Marítima in die Calle José Guerra Navarro gesperrt. Diese Strasse führt zum Centro de Salud El Puerto, dem Gesundheitszentrum von El Puerto.
Die Consejería richtet für die Nacht einen provisorischen Umweg ein und begründet ihn mit dem soterramiento, der Tieferlegung der Strasse. Was genau in dieser Nacht gebaut wird, steht in der Mitteilung nicht.
Was ändert sich für Fahrten in den Süden und zum Flughafen?
Gesperrt ist nur die Fahrtrichtung Süden, zur Gegenfahrbahn nennt die Consejería keine Einschränkung. Wer nachts aus dem Bereich von Hafen und Avenida Marítima Richtung Süden fährt, nimmt deshalb zwischen 22.00 und 6.00 Uhr den Umweg.
Den Flughafen erwähnt die Mitteilung nicht, ebenso wenig Fahrzeiten für Transfers. Wer vor 6.00 Uhr am Donnerstag durch diesen Teil der Hauptstadt zu einem Flug fährt, plant besser mehr Zeit ein.
Für Gäste im Süden der Insel, die keine Fahrt in die Hauptstadt planen, ändert sich nach den vorliegenden Angaben nichts. Die Sperrung gilt nur nachts und nur an dieser einen Stelle.
Bei früheren Sperrungen riet die Consejería, Fahrten zu planen und der Beschilderung zu folgen. Bussgelder, Maut oder Anmeldungen erwähnt die Mitteilung nicht.
Welche Umleitung gilt in der Nacht?
Fahrzeuge aus El Puerto und El Sebadal fahren über die Calle Gran Canaria auf die GC-1, so die Consejería. El Sebadal ist die Industriezone neben dem Hafen.
Rettungsdienste, die das Centro de Salud El Puerto erreichen müssen, nehmen die Calle Juan Rejón. Das Gesundheitszentrum bleibt damit erreichbar, nur der Weg über die Calle José Guerra Navarro entfällt.
Dieselbe Umleitung über die Calle Gran Canaria galt schon in der Nacht vom 9. auf den 10. September. Damals ging es um Asphaltarbeiten auf denselben 300 Metern, ebenfalls von 22.00 bis 6.00 Uhr.
Warum baut die Kanarenregierung an der Glorieta de Belén María?
Das Projekt senkt die Avenida Marítima ab und verbessert die Anschlüsse bei Belén María und Torre Las Palmas. Die GC-1/AM verläuft danach tiefer, mit zwei Spuren pro Richtung, darüber liegt ein Kreisverkehr für Verkehr vom Hafen und aus La Isleta.
Die Glorieta gilt als einer der Verkehrsbrennpunkte der Hauptstadt. Künftig kreuzen sich GC-1, Avenida Marítima und der Verkehr aus El Sebadal auf verschiedenen Ebenen.
Während der Bauzeit sollen alle drei Spuren offen bleiben, dafür werden sie schrittweise Richtung Hafen verschoben. Beteiligt sind die Stadt Las Palmas de Gran Canaria, der Cabildo (Inselregierung), die Hafenbehörde und die Kanarenregierung, die Kosten trägt das Bauministerium der Kanaren.
Wie oft gab es auf diesem Abschnitt schon Sperrungen?
Die Nacht auf den 5. November ist nicht die erste Sperrung an dieser Stelle. Am 26. Oktober blieb die südliche Fahrbahn von 22.00 bis 1.00 Uhr zu, um Umleitungen für die Bauphase des soterramiento einzurichten.
Rosana Melián, Director General de Infraestructura der Consejería, ist in der Meldung dazu genannt. Für den 28. bis 30. Oktober war provisorisches Asphaltieren von 8.00 bis 18.00 Uhr geplant, tagsüber ohne erwartete Spursperrungen.
Am 24. September öffnete ein neuer Südzugang zum Puerto de Las Palmas bei Castillo de La Luz, montags bis freitags von 6.00 bis 18.00 Uhr. Schon am 14. August war eine neue provisorische Verbindung zwischen GC-1 und Hafen angekündigt worden.
Ob nach dem 5. November weitere Nachtsperrungen folgen, nannte die Consejería nicht. Einen Zeitplan für die nächsten Bauschritte enthalten die vorliegenden Angaben nicht.
Was kostet das Projekt und wann wird es fertig?
Die Ausschreibung vom 20. September 2023 setzte ein Basisbudget von 36.450.967,25 Euro und 29 Monate Bauzeit an. Auftraggeberin und Geldgeberin ist die Consejería de Obras Públicas der Kanarenregierung.
Der Vertrag wurde am 27. Juni 2024 für mehr als 25 Millionen Euro unterzeichnet. Den Zuschlag erhielt eine Bietergemeinschaft (UTE) aus vier Firmen: Desarrollos e Iniciativas Canarias, Obras Públicas Canarias, AMC Construcciones y Contratas 2014 und Tecnología de la Construcción y Obras Públicas.
Die Differenz zwischen 36,45 Millionen Euro Basisbudget und gut 25 Millionen Euro Zuschlag erklären die vorliegenden Angaben nicht. Einen genauen Zuschlagsbetrag nennen sie ebenfalls nicht.
Im Februar 2025 stoppte eine alte Treibstoffverschmutzung im Untergrund die Arbeiten, wie Pablo Rodríguez, Consejero für Obras Públicas, am 7. Mai 2025 bekannt gab. Er sagte, die Dekontamination sei beauftragt; wie viel Material betroffen war, blieb damals offen.
Nach Abschluss der Untergrundstudien liefen die Arbeiten weiter, wie eine Meldung vom 24. November 2025 zeigt. Ein aktualisiertes Fertigstellungsdatum, die Endkosten und die Frage, wer die Dekontamination bezahlt, sind nicht veröffentlicht.