Ist der Vulkan auf Gran Canaria noch aktiv?

Gran Canaria hat keinen aktiven Vulkan. Die jüngste bekannte Eruption liegt nach Angaben des offiziellen Tourismusportals ungefähr 2.000 Jahre zurück und bildete den heutigen Pico und die Caldera de Bandama.

Die Insel ist geologisch deutlich älter als ihre jüngsten sichtbaren Ausbruchsformen. Der Roque-Nublo-Zyklus fand laut geologischen Angaben des IGN vor etwa 5,3 bis 3,4 Millionen Jahren statt.

Im Vergleich zu Lanzarote, La Palma oder El Hierro wirkt Gran Canaria stärker erodiert. Besucher sehen tiefe Schluchten und verwitterte Felsformationen statt ausgedehnter junger Lavafelder.

Aus den verfügbaren offiziellen Quellen ergibt sich keine bestätigte neue Eruption oder sonstige vulkanische Aktivität im Jahr 2026.

Was ist die Caldera de Bandama und wie besucht man sie?

Die Caldera de Bandama liegt zwischen Santa Brígida, Telde und Las Palmas de Gran Canaria und ist als geschützter Naturraum ausgewiesen. Sie ist laut offiziellen Angaben etwa 216 Meter tief, rund 1.100 Meter breit und besitzt einen Umfang von mehr als drei Kilometern.

Der Komplex besteht aus zwei geologischen Strukturen: dem Pico de Bandama mit seinem Krater und der Caldera. Die Caldera entstand durch eine grosse phreatomagmatische Explosion, bei der aufsteigendes Magma mit Grundwasser in Kontakt kam.

Besucher können den Kraterrand umrunden oder in das Innere hinabsteigen. Die offiziellen Angaben nennen für die Caldera keinen allgemeinen Eintrittspreis; für Wege, Aussichtspunkte und Naturflächen gelten ausschliesslich die ausgeschilderten Zugänge und lokalen Schutzbestimmungen.

Öffnungszeiten und mögliche Sperrungen sind vor dem Besuch bei der zuständigen Insel- oder Gemeindeverwaltung zu prüfen. Das Gebiet entstand nach den offiziellen Tourismusangaben vor ungefähr 5.000 Jahren.

Wie erreicht man den Roque Nublo und was ist zu beachten?

Der Roque Nublo ist ein nahezu 90 Meter hoher vulkanischer Monolith und eines der bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias. Er entstand während des Roque-Nublo-Zyklus, der nach geologischen Angaben vor etwa 5,3 bis 3,4 Millionen Jahren stattfand.

Zum offiziellen Aussichtspunkt-Netz der Insel gehören neben Roque Nublo auch Caldera de los Marteles, La Crucita, Roque Bentayga, Bandama und Pinos de Gáldar. Der Begriff «Roque-Nublo-Spalt» bezeichnet eine besondere vulkanische Gesteinsstruktur, die durch die Verfestigung heisser vulkanischer Wolken und anschliessende Abkühlung entstand.

Für den Zugang zu Roque Nublo gelten je nach Zeitraum und Besucheraufkommen gesonderte Regelungen. Da sich Vorgaben, Reservierungspflichten und Shuttle-Systeme ändern können, sollte vor der Anreise die aktuelle Information des Cabildo de Gran Canaria geprüft werden.

Abseits freigegebener Wege besteht in geschützten Landschaften ein erhöhtes Risiko durch loses Gestein, Steinschlag und Wetterumschwünge. Ein obligatorischer Eintrittspreis wird in den offiziellen Quellen nicht genannt.

Welches Klima erwartet Besucher an den Vulkanzielen?

Für belastbare Monatswerte eignet sich die AEMET-Normalperiode 1981–2010 der Station Gran Canaria Aeropuerto bei 24 Metern Höhe. Sie ist ein Referenzwert für den Küstenbereich, nicht für die deutlich kühlere und windigere Bergregion.

Die Jahresmittelwerte dieser Station betragen laut AEMET 21,1 °C, 151 mm Niederschlag und 70,9 Tage mit mindestens 1 mm Regen. Der August ist mit 24,6 °C der wärmste Monat, der Januar mit 17,9 °C der kühlste.

Für Vulkanwanderungen sind Frühjahr und Herbst häufig besonders ausgewogen. Im Hochsommer sind die Tage am längsten und trockensten, während Hochlagen trotzdem windig oder wolkig sein können.

Calima-Episoden und Passatbewölkung können die Sicht und die gefühlte Temperatur verändern. Aktuelle Werte und Warnungen: CITA-Wetter (cita.news/de/wetter.html) und AEMET.

Welche Sicherheitsregeln gelten in den Vulkangebieten?

In den geschützten Naturräumen Gran Canarias gelten strenge Verhaltensregeln. Besucher müssen auf markierten und freigegebenen Wegen bleiben, Absperrungen beachten und dürfen keine Pflanzen, Gesteine oder archäologischen Gegenstände entfernen.

Für Wanderungen werden festes Schuhwerk, Wasser, Sonnenschutz und eine zusätzliche Kleidungsschicht empfohlen. Bei starkem Wind, Nebel, Gewitter oder hoher Hitze sollte die Wanderung abgebrochen werden.

Feuer und Camping sind in geschützten Naturgebieten nur nach den geltenden Genehmigungen zulässig. Vor dem Start sollten die offizielle Lage- und Zugangsinformation des Cabildo sowie Wetterwarnungen der AEMET kontrolliert werden.

Die offiziellen Quellen führen 2026 aktualisierte Webseiten und Informationsmaterialien für Bandama und Roque Nublo. Ein Eintrittspreis wird darin nicht genannt.

Welche Alternativen gibt es zu Bandama und Roque Nublo?

Für eine vulkanisch geprägte Route bieten sich neben Bandama mehrere Gebiete an. Las Cumbres umfasst Montañón Negro, Caldera de los Pinos de Gáldar, Hondo de Fagagesto und Berrazales mit relativ jungen Vulkankegeln.

Das Rosiana-Vulkanfeld zeigt eine Wanderlandschaft um quartäre Kegel, besonders El Melosal, kombiniert mit ländlicher Szenerie und Drachenbäumen. Guayadeque bei Ingenio und Agüimes ist ein altes, stark erodiertes Vulkangebiet und eignet sich für Geomorphologie und Kulturlandschaft.

Nahe Las Canteras und im Schutzgebiet La Isleta sind erstarrte Lavazungen sichtbar. Gran Canaria bietet damit eine grössere Bandbreite vulkanischer Entwicklung als jüngere Inseln, jedoch keine frischen Lavafelder wie Lanzarote oder La Palma.