Was ist am 11. Oktober in den Dünen passiert?

Eine Gruppe bewegte sich auf allen Vieren durch die Dünen von Maspalomas. Die Teilnehmer trugen Leinen, Kapuzen und Halsbänder, eine Person führte eine Puppy-Pride-Flagge mit.

Zuerst sah man die Gruppe auf einem Dünenkamm nahe dem Chiringuito Nummer 5. Dieser Bereich gehört laut Bericht nicht zum eingeschränkten Teil der Naturreserve.

Weitere Ermittlungen anhand der Plattform IDE Canarias zeigten jedoch ein anderes Bild. Die Gruppe drang bis zu 70 Meter in einen Bereich mit eingeschränkter Nutzung der Reserva Natural Especial de las Dunas de Maspalomas ein.

Die ersten Hinweise bekamen die Umweltbeamten über Videos auf Instagram, TikTok und aus Medienberichten. Die Aktivität hing nach den bisher erhobenen Daten mit dem Maspalomas Fetish Pride zusammen.

Welche Strafe droht den Veranstaltern?

Das Cabildo de Gran Canaria will die Veranstalter der Aktivität mit 650 Euro bestrafen. Grundlage ist laut Canarias7 das Ley del Suelo, das spanische Bodengesetz.

Zuständig für die angekündigte Strafe ist das Umweltressort des Cabildo. An dessen Spitze steht Umweltdezernent Raúl García Brink.

Laut Canarias7 sollte das Verfahren am 27. Oktober 2026 abgeschlossen und dem mutmasslichen Verantwortlichen in Kürze zugestellt werden. Ein genaues Datum nannte das Cabildo nicht.

Offen ist auch, gegen wen das Verfahren formell läuft. Wer die Veranstalter sind, hat bisher niemand genannt.

Was bedeutet das für Besucher und Einwohner?

In dem Schutzgebiet gelten für alle dieselben Nutzungsregeln. Sonderregelungen nach Wohnsitz oder Nationalität nennt der Bericht nicht.

Wer im eingeschränkten Dünenbereich abseits erlaubter Wege geht, riskiert ein Sanktionsverfahren. Neue Preise, Zugangssperren, Fristen oder zusätzliche Verbote kündigt die Meldung nicht an.

Wer eine Veranstaltung plant, klärt vorab, ob sie zur Schutzgebietsregelung passt. Das gilt besonders für Gruppen, die sich abseits der markierten Wege bewegen wollen.

Die Dünen von Maspalomas gehören zu einer Reserva Natural Especial, einer besonders geschützten Naturreserve. Der Zugang ist nicht überall verboten, doch die markierten Wege zu verlassen ist untersagt.

Wie kontrolliert das Cabildo die Dünen?

Raúl García Brink sagt laut Canarias7, das Cabildo überwache die Dünen von Maspalomas konstant. Die aktuelle Strafe werde nur bekannt, weil die Aktion Aufmerksamkeit erregte.

Für November 2026 kündigt der Umweltdezernent grosse gemeinsame Kontrollgänge durch die Dünen an. Dabei sollen Umweltbeamte, das Seprona der Guardia Civil und die Policía Canaria mitmachen.

Die Beamten streifen durch das Schutzgebiet und zeigen Personen an, die sich ausserhalb der freigegebenen Wege aufhalten.

Laut Raúl García Brink musste kürzlich ein Influencer Videos entfernen, die zum Verlassen der Wege und zu Cruising in den Dünen animierten. Der Influencer habe alle Videos zurückgezogen.

Welche Regeln gelten in der Naturreserve?

Die Dünen von Maspalomas umfassen mehr als 400 Hektar windgeformten Sand. Zu den Stränden gelangt man nur über die vorgesehenen Zugänge.

Verboten sind das Verlassen der markierten Wege. Auch Campen ist im Schutzgebiet nicht erlaubt.

Die offizielle Empfehlung lautet, nur die ausgewiesenen Wege zu benutzen und die Beschilderung zu beachten. Flora und Fauna sollen Besucher weder berühren noch verändern.

Was ist noch offen?

Das Cabildo muss das Sanktionsverfahren noch abschliessen. Danach stellt es die Entscheidung dem mutmasslichen Verantwortlichen zu.

Unklar ist, ob einzelne Teilnehmer ebenfalls haften. Auch zu einer möglichen Zahlungsermässigung oder zu Rechtsmitteln gibt es bisher keine Angaben.

Eine endgültige Entscheidung über die 650-Euro-Strafe wurde nicht veröffentlicht. Für die betroffene Gruppe ist zudem offen, gegen wen das Verfahren formell geführt wird.

Besucher sollten sich darauf einstellen, dass die Kontrollen im November 2026 deutlich sichtbarer werden. Wer die Dünen besucht, bleibt am besten auf den markierten Wegen.