Was ändert sich für Fahrgäste auf den Kanaren?
Für Residenten, die in einer Gemeinde der Kanaren gemeldet sind, soll der kostenlose Zugang zu Bussen und der Strassenbahn auf Teneriffa im Jahr 2026 fortbestehen. Die Subvention sichert die kostenlosen Mehrfahrtenkarten und Abonnements des öffentlichen, terrestrischen Kollektivverkehrs.
Die vorliegenden Quellen nennen keine neuen Preise, zusätzlichen Zugangsvoraussetzungen, Änderungen bei Karten oder neuen Fristen für Fahrgäste. Wer bereits eine gültige Mehrfahrtenkarte oder ein Abonnement nutzt, muss nach aktuellem Stand nichts unternehmen.
Für Touristen und nicht auf den Kanaren gemeldete Personen ergibt sich aus der Förderung kein Anspruch auf kostenlose Nutzung. Die Quellen nennen keine Änderung der regulären Tarife für Gelegenheitsfahrer.
Welche Verkehrsmittel sind betroffen?
In der Praxis betrifft die Finanzierung vor allem die Guaguas, also die Linienbusse auf allen sieben Inseln, sowie die Strassenbahn auf Teneriffa. Der Begriff des öffentlichen, terrestrischen Kollektivverkehrs umfasst diese Systeme.
Die Subvention wird vom Ministerio de Transportes y Movilidad Sostenible an die kanarische Regierung vergeben. Diese verwaltet die Mittel und muss deren Verwendung anschliessend rechtfertigen.
Ein konkretes Datum für die Verteilung der Mittel an einzelne Inseln, Verkehrsverbünde oder Betreiber ist noch nicht genannt. Die Cabildos, also die Inselregierungen, und die Betreiber ackreditieren die Umsetzung und verwalten die Systeme vor Ort.
Wie läuft das Verfahren ab?
Der veröffentlichte Bericht nennt für diese Fristen kein konkretes Inkrafttretensdatum. Deshalb lassen sich weder der letzte Antragstag noch der genaue Termin der Auszahlung aus den verfügbaren Angaben berechnen.
Offen bleibt, wann das Real Decreto in Kraft tritt, wann die kanarische Regierung den Antrag einreicht und wann die 47,5 Millionen Euro tatsächlich ausgezahlt werden.
Warum fordert die kanarische Regierung mehr Geld?
Die kanarische Regierung erklärt, die bisherige Finanzierung reiche angesichts gestiegener Betriebskosten und höherer Nachfrage möglicherweise nicht für die tatsächlichen Kosten aus.
Der Ministerrat hat für 2026 exakt 47,5 Millionen Euro genehmigt, dieselbe Summe wie für 2025.
Die 47,5 Millionen Euro sind Teil eines bundesweiten Pakets von insgesamt 363,7 Millionen Euro für den öffentlichen Nahverkehr in Madrid, Barcelona, Valencia und den Kanaren im Jahr 2026. Auch dieser Gesamtbetrag entspricht der Summe von 2025.
Welche Kosten entstehen tatsächlich?
Die staatliche Vorausplanung für die Kanaren lag ursprünglich bei 81 Millionen Euro. Später wurde sie auf 120 Millionen Euro erhöht. Davon wurden 78 Millionen Euro für 2025 gezahlt, und 42 Millionen Euro stehen für 2025 noch aus.
Das Gobierno de Canarias gibt an, dass der Anstieg der Nachfrage die jährlichen Kosten der kostenlosen Nutzung auf rund 140 Millionen Euro für alle beteiligten Verwaltungen gebracht hat. Die Differenz zwischen Finanzierung und tatsächlichen Kosten bleibt damit bestehen.
Was ist noch offen?
Die Quellen nennen keinen Termin für das Inkrafttreten des Real Decreto. Auch der Zeitpunkt der Antragstellung durch die kanarische Regierung und der tatsächlichen Auszahlung der 47,5 Millionen Euro ist nicht veröffentlicht.
Unklar bleibt ebenfalls, ob die kostenlose Nutzung über die genannten Abonnements hinaus ausgeweitet wird. Die vorliegenden Angaben enthalten keine neuen Regeln für Fahrgäste.
Für Residenten und Urlauber ändert sich nach aktuellem Stand nichts am Zugang: Wer gemeldet ist und eine Mehrfahrtenkarte nutzt, fährt weiter kostenlos. Alle anderen zahlen die regulären Tarife.