Brauche ich ein Visum, und was ist EASE?

Seit dem 1. Januar 2026 müssen Staatsangehörige der Länder auf der offiziellen Liste vor der Ankunft ein Einreise-, Transit- oder Flughafen-Stoppover-Visum beantragen, wie das Portal ease.gov.cv mitteilt. Die Liste umfasst 91 Einträge, darunter Kolumbien, Venezuela, Peru, Ecuador, Bolivien, Chile, Paraguay, Mexiko, Dominikanische Republik, Honduras, Nicaragua, Algerien, Tunesien, Ägypten, Mauretanien, Pakistan, Bangladesch, Nepal und die Philippinen.

Die Vereinigten Staaten, Kanada, das Vereinigte Königreich, alle EU-Mitgliedstaaten, die Schweiz, Brasilien, Marokko, Senegal und Kuba stehen nicht auf der Liste. Für US-, kanadische, britische und EU-Bürger ist daher kein Vorab-Visum nötig; die Aufenthaltsdauer für US-, kanadische und EU-Bürger wurde in den gelesenen Quellen nicht genannt.

Für Nicht-EU-Bürger, die auf den Kanaren leben, gilt: Wer eine gültige Aufenthaltserlaubnis eines EU-Staates, Islands, Liechtensteins, des Vereinigten Königreichs, San Marinos, der Schweiz, des Vatikans, Brasiliens, Kanadas oder der USA besitzt, kann laut einem Sekundärbericht von der Vorab-Visumpflicht befreit sein. Diese Ausnahme steht nicht auf der EASE-Seite und ist dort nicht bestätigt; vor der Buchung sollte die nächste kapverdische Botschaft schriftlich angefragt werden.

Alle ausländischen Reisenden müssen sich vorab auf ease.gov.cv registrieren, auch wer kein Visum braucht. Die Flughafensicherheitsgebühr TSA (Taxa de Segurança Aeroportuária) beträgt 3.400 CVE für internationale Ankünfte, etwa 31 Euro beim festen Kurs von 110,265 CVE pro Euro, und 150 CVE für Inlandsflüge; sie wird bei der EASE-Registrierung online bezahlt.

Befreit von der TSA sind Kinder unter zwei Jahren, Transitpassagiere, kapverdische Passinhaber, in Kap Verde geborene Personen mit Nachweis und ausländische Einwohner Kap Verdes. Die Registrierung wird etwa fünf Tage vor Reiseantritt empfohlen; ob «bis zu» oder «mindestens» fünf Tage gilt, ist nicht einheitlich bestätigt. Nutzen Sie nur die Domain ease.gov.cv; Hilfe gibt es unter [email protected].

Was bedeutet die Präsidentenwahl vom 15. November für Reisende?

Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am Sonntag, 15. November 2026, statt. Das gab die Wahlkommission CNE (Comissão Nacional de Eleições) bekannt.

Sechs Kandidaten treten in der vom Verfassungsgericht ausgelosten Reihenfolge an: Antero Lúcio Lopes Francês Tavares, Casimiro Jesus Lopes de Pina, José Maria Pereira Neves, Gilson João dos Santos Alves, Joana Gomes Rosa Amado und Loisito Tavares de Sousa. Neves ist der amtierende Präsident und wird von der Partei PAICV unterstützt; Rosa wird von der Partei MpD unterstützt.

Die Wahllokale öffnen von 08.00 bis 18.00 Uhr kapverdischer Zeit (UTC-1, im Winter eine Stunde hinter den Kanaren). Der Wahlkampf läuft vom 29. Oktober bis 13. November; der 14. November ist ein Reflexionstag ohne Wahlkampf. Präsident Neves setzte seine Amtsbefugnisse am 14. September 2026 aus; die Parlamentspräsidentin Janira Hopffer Almada ist amtierende Präsidentin.

Nicht bestätigt sind ein Alkoholverbot, Schliessungen von Geschäften oder Sehenswürdigkeiten, Verkehrsstörungen oder eine wahlbezogene Sicherheitswarnung des FCDO oder des US-Aussenministeriums. Praktisch gilt: Menschenansammlungen und Wahlkundgebungen meiden und Hinweise von Fluggesellschaften und Fährbetreibern prüfen.

Welche Flüge ab den Kanaren gibt es jetzt wirklich?

Die einzige bestätigte Direktverbindung ab den Kanarischen Inseln ist Binter Canarias von Gran Canaria (Las Palmas, LPA) nach Sal (SID). Binter schreibt im eigenen Blog vom 8. Oktober 2026, Sal sei von jeder Kanareninsel aus buchbar und liege etwa zwei Flugstunden entfernt.

Die wöchentliche Frequenz im Winter 2026/27 ist nicht bestätigt. 2025 legte Binter im Juli und August einen zweiten Wochenflug auf, die Frequenz ist also saisonal; ein Preisbereich ist von Binter nicht bestätigt, eine Vergleichsseite nennt Tarife ab etwa 173 Euro ohne Angabe, ob einfach oder retour.

Binter kündigte ausserdem einen saisonalen Dienst Zaragoza–Sal mit Anschluss in Las Palmas an Samstagen von Anfang November bis Mitte März an. Nicht bestätigt sind Direktflüge ab Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura sowie Nonstop-Verbindungen nach Praia (Santiago), Boa Vista oder São Vicente und jede andere Airline ab den Kanaren.

Innerhalb Kap Verdes ist CVsky der aktive Inlandsfluganbieter; der Ticketverkauf begann am 26. Februar 2026. Die CVsky-Tarifseite nennt Sal–Boa Vista ab 7.298 CVE (etwa 66 Euro) und Praia–Sal ab 11.898 CVE (etwa 108 Euro), mit 6 kg Handgepäck und 23 kg Aufgabegepäck.

Die Fähre von Mindelo (São Vicente) nach Porto Novo (Santo Antão) dauert etwa 50 bis 60 Minuten und kostet grob 14 bis 15 Euro einfach; Betreiber sind CV Interilhas und ARPIC. Bei schwerer Dünung fallen Abfahrten aus; der offizielle Tarif ist nicht bestätigt.

Geld, Handy, Gesundheit, Sicherheit: was ist zu beachten?

Der Kap-Verde-Escudo (CVE) ist seit 1999 fest an den Euro gekoppelt: 1 Euro = 110,265 CVE. Ob Euro, Geldautomaten und Karten überall akzeptiert werden, ist offiziell nicht bestätigt; für kleine Einkäufe sollten Escudos mitgeführt werden.

Kap Verde hat zwei Mobilfunkanbieter: CV Móvel (Alou) und Unitel T+. Reisequellen nennen Prepaid-Datenpakete von etwa 500 CVE für 1 GB pro 30 Tage und 1.250 CVE für 5 GB; Kap Verde liegt ausserhalb der EU, daher gelten EU-Roamingregeln nicht.

Die Sicherheit von Leitungswasser sowie Steckdosentyp und Spannung sind offiziell nicht bestätigt. Als Vorsicht gilt: verschlossenes Flaschenwasser verwenden und einen Universaladapter mitnehmen.

Das spanische Gesundheitsministerium (Stand 9. Oktober 2026) und die CDC (3. Oktober 2026) empfehlen keine Gelbfieberimpfung für Kap Verde. Ein Zertifikat ist nur für Ankünfte ab einem Jahr aus Gelbfieber-Risikoländern oder nach über 12 Stunden Transit dort nötig; ein Direktflug ab den Kanaren braucht keines.

Von August bis November besteht laut spanischem Ministerium ein begrenztes Malariarisiko auf Santiago und Boa Vista. Das FCDO meldete am 2. Oktober 2026 eine erhöhte Dengue-Warnstufe für Santiago, Fogo und Brava; zudem wurden Magen-Darm-Infektionen wie Shigella und Salmonella bei Rückkehrern gemeldet.

Die Gesundheitsversorgung beschreibt die britische Regierung als sehr einfach und begrenzt; eine Versicherung mit medizinischer Evakuierung ist daher wichtig. Strömungen sind laut FCDO sehr stark, Wellen unberechenbar und Unterströmung möglich; nur an bewachten Stränden schwimmen und Flaggen beachten.

Das FCDO und das US-Aussenministerium melden Taschendiebstahl, Taschenraub und Überfälle in Praia und Santa Maria (Sal). Isolierte, schlecht beleuchtete Orte nachts meiden; Drogendelikte werden streng bestraft; Finanz- und Liebesbetrug kommen vor. Gleichgeschlechtliche einvernehmliche Beziehungen sind laut US-Aussenministerium nicht gesetzlich eingeschränkt.

Zehn Dos und zehn Don'ts für die Reise

Do: Registrieren Sie sich vor dem Flug auf ease.gov.cv und zahlen Sie die TSA-Gebühr online.

Do: Prüfen Sie vor der Buchung, ob Ihre Staatsangehörigkeit auf der offiziellen Visumliste steht.

Do: Fragen Sie bei der kapverdischen Botschaft schriftlich nach, wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis eines EU-Staates besitzen.

Do: Buchen Sie den bestätigten Binter-Flug Gran Canaria–Sal, wenn Sie direkt ab den Kanaren fliegen.

Do: Tragen Sie Escudos für kleine Einkäufe bei sich.

Do: Prüfen Sie vor Abreise die Roamingtarife Ihres Anbieters oder kaufen Sie eine lokale SIM-Karte.

Do: Verwenden Sie verschlossenes Flaschenwasser als Vorsichtsmassnahme.

Do: Schwimmen Sie nur an bewachten Stränden und beachten Sie die Flaggen.

Do: Schliessen Sie eine Versicherung ab, die medizinische Evakuierung abdeckt.

Do: Prüfen Sie Fähr- und Flugverbindungen zwischen den Inseln vor Ort erneut.

Don't: Nutzen Sie keine nachgemachten EASE-Websites; verwenden Sie nur ease.gov.cv.

Don't: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Euro, Karten oder Geldautomaten überall funktionieren.

Don't: Trinken Sie kein Leitungswasser, solange die Sicherheit nicht lokal bestätigt ist.

Don't: Gehen Sie nachts nicht in isolierte oder schlecht beleuchtete Gebiete in Praia oder Santa Maria.

Don't: Nehmen Sie keine Pakete oder Gepäckstücke für Fremde mit.

Don't: Buchen Sie keine engen Inselverbindungen ohne Puffer, da Fähren bei Dünung ausfallen können.

Don't: Verlassen Sie sich nicht auf Direktflüge ab Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura; diese sind nicht bestätigt.

Don't: Gehen Sie nicht ohne lokale Prüfung von festen Öffnungszeiten oder Eintrittspreisen aus.

Don't: Unterschätzen Sie nicht Strömungen und Unterströmung an unbewachten Stränden.

Don't: Ignorieren Sie nicht die Wahltermine am 15. und möglicherweise 29. November 2026 bei der Reiseplanung.

Wie sehen drei Reiseideen aus?

Sal und Boa Vista (Strand): Start auf Sal mit Santa Maria und den Salzbecken von Pedra de Lume. Weiter nach Boa Vista mit Sal Rei, dem Strand Santa Monica und der Wüste Viana.

Für Sal–Boa Vista nennt CVsky Tarife ab 7.298 CVE (etwa 66 Euro). Öffnungszeiten und Eintrittspreise der genannten Orte sind nicht bestätigt und müssen vor Ort geprüft werden.

Santiago mit Praia und Cidade Velha (Geschichte): Auf Santiago liegen Praia, die UNESCO-Welterbestätte Cidade Velha sowie Tarrafal und Assomada.

CVsky nennt Praia–Sal ab 11.898 CVE (etwa 108 Euro). Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Verbindungszeiten sind nicht bestätigt und müssen geprüft werden.

São Vicente und Santo Antão (Wandern, Fähre): Auf São Vicente liegt Mindelo mit dem Cesária-Évora-Museum. Santo Antão erreicht man per Fähre von Mindelo nach Porto Novo; dort liegen das Paul-Tal, Ribeira Grande und Cova.

Die Fähre dauert etwa 50 bis 60 Minuten und kostet grob 14 bis 15 Euro einfach; Betreiber sind CV Interilhas und ARPIC. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Fahrpläne sind nicht bestätigt und müssen geprüft werden.