Was entscheidet die UGT am Montag?

Die UGT-Führung berät am Montag, 5. Oktober 2026, über die Antwort der Gewerkschaft auf die Wohnungskrise. Es handelt sich um die nationale Führung der UGT: die Generalsekretäre der Landesverbände mit Pepe Álvarez, nicht um ein kanarisches Gremium.

Nach seinen Angaben wird neben der gesellschaftlichen Stimmung auch die Möglichkeit eines Generalstreiks bewertet. Eine Entscheidung oder ein Streikdatum ist nicht genannt. Auf dem Tisch liegen verschiedene Mobilisierungsformen.

Dazu gehören laut La Gaceta de Canarias ein 24-stündiger Generalstreik, aber auch Teil-Streiks und andere Protestaktionen. Die Entscheidung ist noch nicht geschlossen.

Warum wird über einen Generalstreik gesprochen?

Hintergrund sind landesweite Proteste gegen die Wohnungsnot. Am Samstag, 3. Oktober 2026, demonstrierten in Las Palmas de Gran Canaria etwa 3.500 Menschen laut Delegación del Gobierno und 6.000 bis 8.000 laut Organisatoren; eine andere kanarische Quelle nennt 3.200 bis 3.500 laut Polizei und etwa 12.000 laut Organisation.

Auch auf Teneriffa fanden Proteste statt. Die Forderungen richten sich unter anderem gegen Spekulation und steigende Wohnkosten. Der unmittelbare politische Auslöser war die Ablehnung von zwei wohnungspolitischen Dekreten der spanischen Regierung im Abgeordnetenhaus am 2. Oktober 2026.

Die Protestbewegungen erklärten daraufhin, ihre Mobilisierung fortsetzen und einen Generalstreik vorbereiten zu wollen.

Wie ist die Lage auf den Kanaren?

Die Wohnungskrise auf den Kanaren kombiniert hohe Mieten, knappes Angebot und Druck durch touristische Nutzung.

Das Gobierno de Canarias hat Massnahmen zur Erhöhung des Wohnungsangebots beschlossen, darunter das Decreto-ley 1/2024 vom 19. Februar 2024, das dringende Maßnahmen zur Reduzierung des Wohnungsbestands auf touristisch genutzten Flächen und zur Förderung geschützter Wohnungen enthält.

Welche konkreten Auswirkungen gibt es aktuell?

Derzeit gibt es weder einen offiziell ausgerufenen Generalstreik noch bestätigte Streikzeiten, Mindestdienste, Schliessungen, Ausfälle im öffentlichen Verkehr oder Änderungen bei Mieten und Antragsfristen. Es sind gegenwärtig keine konkreten neuen Regeln, Gebühren oder Antragspflichten bekannt.

Die möglichen Auswirkungen auf Arbeit, Verkehr und öffentliche Dienste bleiben vorerst hypothetisch. Wer auf den Kanaren lebt oder dorthin reist, muss am Montag, 5. Oktober 2026, nicht mit bestätigten Einschränkungen rechnen.

Die Entscheidung über einen Generalstreik liegt bei den Gewerkschaftsorganisationen nach ihren Statuten und dem staatlichen Arbeitsrecht. Die Verwaltung entscheidet nicht, ob die UGT einen Streik ausruft.

Was ist noch offen?

Es fehlen ein formeller Beschluss von UGT und CCOO, ein konkretes Datum, der Umfang der Beteiligung auf den Kanaren sowie behördlich festgelegte Mindestdienste. Die nächsten erwartbaren Schritte sind die Gewerkschaftsberatungen am 5. Oktober 2026.

Auf Gran Canaria beendete die Plattform Derecho al Techo ihr Protestcamp am Sonntag, 4. Oktober 2026, um sich organisatorisch auf mögliche weitere Aktionen und bevorstehende Zwangsräumungen zu konzentrieren. Eine offene Versammlung wurde für ungefähr Donnerstag, 8. Oktober 2026, angekündigt.

Der genaue Termin war in der vorliegenden Berichterstattung noch nicht endgültig bestätigt. Auch die Frage, ob ein Streik nur Spanien oder speziell die Kanaren betrifft, ist nicht geklärt.

Was bedeutet das für Mieter und Suchende?

Die Wohnungskrise hat auf den Kanaren konkrete Zahlen.

Die touristische Nutzung von Wohnungen unterliegt dem Rahmen der Ley 6/2025, de Ordenación Sostenible del Uso Turístico de Viviendas. Vor Beginn der Tätigkeit muss der Eigentümer eine verantwortliche Erklärung beim Cabildo (Inselregierung) einreichen.