Welche Inseln gehören zu den Kanaren und wofür sind sie bekannt?

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln: Teneriffa mit der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, Gran Canaria mit Las Palmas de Gran Canaria, Fuerteventura mit Puerto del Rosario, Lanzarote mit Arrecife, La Palma mit Santa Cruz de La Palma, La Gomera mit San Sebastián de La Gomera und El Hierro mit Valverde.

La Graciosa gehört verwaltungsmässig zur Gemeinde Teguise auf Lanzarote. Teneriffa und Gran Canaria verbinden grosse Städte, Strände und Nachtleben. Fuerteventura ist besonders für lange Sandstrände und Windsport bekannt, Lanzarote für Vulkanlandschaften.

La Palma, La Gomera und El Hierro stehen für Wandern, geringe Bebauung und Naturtourismus. Der höchste Berg Spaniens ist der Teide auf Teneriffa. Diese Einordnung stammt aus der offiziellen Tourismusseite der Kanaren und den Inselprofilen von Turismo de Canarias.

Wie reist man auf die Kanaren und zwischen den Inseln?

Flughäfen bestehen auf Gran Canaria (LPA), Teneriffa mit Tenerife Norte–Ciudad de La Laguna (TFN) und Tenerife Sur (TFS), Lanzarote (ACE), Fuerteventura (FUE), La Palma (SPC), La Gomera (GMZ) und El Hierro (VDE). Verbindliche Flughafeninformationen liefert AENA.

Zwischen den Inseln verkehren Flugzeuge von Binter sowie Fähren von Fred. Olsen Express und Naviera Armas Trasmediterránea. Fahrzeiten, Gepäckregeln, Fahrzeugmitnahme und Tarife müssen vor jeder Reise direkt beim jeweiligen Betreiber geprüft werden.

Den öffentlichen Verkehr übernehmen regionale Busgesellschaften, darunter TITSA auf Teneriffa und Guaguas Municipales in Las Palmas de Gran Canaria. Linien, Tarife und Fahrscheinsysteme sind inselabhängig. Konkrete Preise ändern sich nach Saison und Anbieter.

Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?

Die Kanaren haben kein einheitliches Inselklima. Höhenlage, Nord- und Südseiten sowie Luv- und Leelagen erzeugen deutliche Unterschiede. Für belastbare Aussagen verwendet AEMET Klimanormalwerte, nicht einzelne Tagesmessungen.

Für Strandurlaub sind Frühjahr, Frühsommer, Herbst und Winter meist geeignet. Für Wanderungen sind Frühling und Herbst wegen geringerer Hitze oft günstiger. Im Winter können Höhenlagen kalt, wolkig oder verschneit sein. Aktuelle Werte und Warnungen: CITA-Wetter (cita.news/de/wetter.html) und AEMET.

Welche Nationalparks und Schutzgebiete gibt es und welche Regeln gelten?

Zu den Schutzgebieten gehören der Teide-Nationalpark, der Nationalpark Garajonay, der Nationalpark Caldera de Taburiente und der Nationalpark Timanfaya. The Canary Islands have only four national parks: Teide, Garajonay, Caldera de Taburiente and Timanfaya. La Graciosa and the northern islets form the Parque Natural del Archipiélago Chinijo, which is not a national park. The Parque Nacional Marítimo-Terrestre de las Islas Atlánticas is in Galicia. Jeder Park unterliegt eigenen Vorschriften.

Vor dem Besuch müssen Reservierungspflichten für einzelne Wege, Gipfel oder Zufahrten geprüft werden. Ebenso Sperrungen wegen Wetter, Waldbrandgefahr oder Bauarbeiten sowie Erlaubnisse für Camping, Drohnen, Feuer und Veranstaltungen.

Im Teide-Nationalpark sind das Verlassen markierter Wege, das Sammeln von Vulkangestein oder Pflanzen, wildes Campen, Übernachten im Fahrzeug und Feuer grundsätzlich problematisch beziehungsweise verboten. Im Garajonay-Nationalpark gelten Leinenpflicht für Hunde, Verbote für Drohnen, Feuer und Übernachtungen sowie Einschränkungen für Fahrräder und Klettern.

Nur die zuständige Parkverwaltung, das jeweilige Cabildo (Inselregierung) oder der Ayuntamiento (Gemeindeverwaltung) sollte als Quelle für aktuelle Öffnungszeiten, Gebühren und Genehmigungen dienen.

Was müssen Reisende zu Sicherheit und Notfällen wissen?

Wandernde sollten Wetterwarnungen, Höhenunterschiede, Wasserbedarf und Rückkehrzeiten berücksichtigen. In Schluchten, an Steilküsten und in vulkanischem Gelände sind markierte Wege nicht automatisch risikofrei.

Bei Hitze, Calima, Sturm, starkem Wellengang oder Waldbrandgefahr gelten die Hinweise der Behörden. Calima ist die Verlagerung staubhaltiger Luft aus der Sahara; sie kann die Sicht verschlechtern und die Luftqualität beeinträchtigen.

Am Meer sind Flaggen und Anweisungen der Rettungsschwimmer verbindlich. Unbewachte Strände, Strömungen und Brandung können gefährlich sein. Für Notfälle gilt in Spanien die Nummer 112.

Welche rechtlichen Änderungen gelten seit 2026 auf den Kanaren?

2026 wurden im Boletín Oficial de Canarias (BOC, Amtsblatt der Kanaren) Änderungen des kanarischen Tourismusrechts veröffentlicht. Die Ley 1/2026 vom 28. April änderte die Ley 7/1995 über die Ordnung des Tourismus auf den Kanaren.

Zusätzlich wurde die Ley 4/2026 vom 14. Juli über touristische Gemeinden veröffentlicht. Diese Gesetze können Auswirkungen auf touristische Gemeinden, Beherbergung und Zuständigkeiten haben.

Für einen Reiseführer sollten daraus keine pauschalen Aussagen zu Ferienwohnungen, Übernachtungssteuern oder Zugangsbeschränkungen abgeleitet werden, ohne die jeweils geltenden Ausführungsbestimmungen und kommunalen Regelungen zu prüfen.