Was müssen Zuschauer auf Teneriffa jetzt tun?
Wer auf Teneriffa per Antenne fernsieht, sollte seit Donnerstag, 5. November, den Sendersuchlauf starten. Laut Berichten zur TDT-Umstellung gilt das ab 8.00 Uhr, damit alle Kanäle weiter ankommen.
Der Weg führt meist über Einstellungen, Sendereinstellung und automatische Suche. Die Menünamen unterscheiden sich je nach Gerätehersteller.
Wer Movistar Plus+, Orange TV oder Vodafone TV nutzt, muss nichts tun. Diese Plattformen verwalten ihr Signal selbst.
Ob La Séptima auf den Kanaren genauso empfangbar ist wie auf dem Festland, ist nicht bestätigt. Eine kanarische Kanalnummer und ein Hinweis auf eine Sonderregelung für die Inseln wurden nicht veröffentlicht.
Was ist La Séptima und wer steckt dahinter?
La Séptima ist ein landesweiter Sender mit Sitz in San Sebastián de los Reyes bei Madrid. Das Programm soll komplett live und aus eigener Produktion kommen, mit Nachrichten, politischen Debatten und Gesprächsrunden.
Die Regierung erteilte die Lizenz am 26. Mai 2026 an die Firma SIETE (Servicios Integrados de Entretenimiento Televisivo SL). Das Staatssekretariat für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz veröffentlichte den Beschluss.
Die Firma leitet Andrés Varela Entrecanales, sie ist mit Aktionären des Medienkonzerns Prisa verbunden. Direktor des Senders ist Javier Ruiz, zuvor Moderator beim staatlichen Sender RTVE.
Als Mitgründer gilt José Miguel Contreras, der auch laSexta mitgegründet hat. Der neue Kanal will mit Cuatro und laSexta um ein jüngeres, städtisches Publikum konkurrieren.
Für Zuschauer bleibt der Empfang kostenlos, eine Anmeldung gibt es nicht.
Was ging am Starttag schief?
Das Bild von La Séptima fiel am Starttag zweimal aus. Laut Medienberichten verschwand es um 14.14 Uhr mitten in der Sendung «El Pulso» und kehrte um 14.18 Uhr mit Werbung und Eigenpromos zurück.
Um 14.21 Uhr folgte ein zweiter Ausfall von 24 Sekunden. Eine Entschuldigung des Senders gab es nach diesen Berichten nicht.
Der Sender nahm es auf X mit Humor und schrieb sinngemäss: «Bisher sind wir nur zweimal auf Schwarz gegangen.» Zuvor war ein kahler Mitarbeiter versehentlich ins Kamerabild geraten.
Das Team reagierte schnell mit dem Satz «Wir haben unseren ersten Kahlen live gemacht». Der Spruch verbreitete sich binnen Sekunden im Netz.
Auch das Logo machte Arbeit. Die rote Sieben oben rechts im Bild ging in Grafiken verloren, in denen Rot dominierte, und wurde dort weiss.
Wer trat auf und wo liegt der Streit?
Moderatorin Sarah Santaolalla empfing am Starttag den Politiker Gabriel Rufián in ihrer Nachmittagssendung. Dazu kamen streikende Lehrkräfte, die vor wenigen Tagen bei Telemadrid live aus dem Studio geführt wurden, als Christian Gálvez moderierte.
Kritiker nennen den Sender «Fernsehen von Sánchez» und verweisen auf Nähe zur Regierung. Dieser Vorwurf stammt von regierungskritischen Medien und ist nicht belegt.
Auch das Logo löste Kritik aus: Es sei farblich nah an den Farben der Regierungspartei PSOE. Die Unternehmensfarbe ist nach den Angaben Korallenrot, entworfen hat das Logo Miguel Ángel Pérez.
Die rechte Partei Vox legte am 27. Juli 2026 bei der Audiencia Nacional (Nationaler Gerichtshof) Beschwerde gegen die Lizenzvergabe ein. Sie wirft der Regierung einen Verstoss gegen den Grundsatz der Vergabe vor; ein Urteil gibt es nicht, und der Starttermin blieb unverändert.
Was ist noch offen und was kommt als Nächstes?
Mehrere Fragen zum Empfang sind bis Donnerstag offen. Berichte widersprechen sich, ob La Séptima selbst einen neuen Suchlauf verlangt, deshalb gilt der Rat, ihn auf jeden Fall zu starten.
Auch die Bildqualität ist nicht eindeutig: Mehrere Berichte nennen HD, nicht UHD. Ein Bericht nennt als Senderplatz den bisherigen von Atreseries, das liess sich nicht bestätigen.
Der Sender will bis zur Parlamentswahl am 29. November Redaktion und Wettersystem fertigstellen. Volle Kapazität erwartet er nach Angaben zu den Senderplänen erst in rund sechs Monaten.
Quoten des ersten Tages liegen nicht vor. Eine angekündigte Überraschungsaktion zum Start blieb nach den Berichten ohne Inhalt.