Was gibt es Neues auf Lanzarote und Fuerteventura bei Flügen und Gästezahlen?
Der Flughafen César Manrique-Lanzarote zählte von Januar bis Juni 2026 laut der Pressemitteilung des Betreibers AENA insgesamt 4.312.800 Fluggäste, ein Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Fuerteventura kam auf 3.271.894 Fluggäste und lag drei Prozent unter dem Vorjahr.
Alle kanarischen Flughäfen zusammen verzeichneten laut AENA 26.847.826 Fluggäste im Halbjahr. Für beide Inseln ist 2026 bislang ein Jahr der Stagnation, kein Rekordjahr.
Zahlen für Juli oder spätere Monate liessen sich nicht verlässlich bestätigen. Die Lage kann sich seither verändert haben.
Im Juni 2026 zählte Lanzarote laut Lanzarote Data Centre, zitiert von Gazette Life, 255.547 Gäste, 1.674 weniger als im Juni 2025. Nach Herkunft führte Grossbritannien mit 138.086 Gästen, vor Spanien mit 32.329, Irland mit 30.271, Frankreich mit 15.705 und Deutschland mit 14.039.
Von Januar bis Juni 2026 zählte das Lanzarote Data Centre 1.739.138 Touristen, darunter 884.720 aus Grossbritannien, 193.157 aus Irland und 169.759 aus Deutschland. Der deutsche Markt macht damit rund zehn Prozent der Ankünfte aus.
Lanzarote ist also kein überwiegend deutsches Reiseziel. Das kann sich in Sprachangeboten und Hinweisen vor Ort bemerkbar machen.
Was gibt es Neues auf Lanzarote für Besucher und Residenten?
Laut Canarian Weekly begann der Cabildo (Inselregierung) 2023 ein Verfahren, die Insel als touristisch gesättigt zu erklären.
Nach einem Führungswechsel liegt dieses Verfahren auf Eis. Ferienvermietung und Hotelneubauten wuchsen seither weiter.
Das Besucherprofil verschiebt sich, so La Voz de Lanzarote, die Daten des Lanzarote Data Centre auswertet.
Ruhe nannten 53,3 Prozent. Strände (30,4 Prozent) und Meer (38,2 Prozent) verlieren an Gewicht.
Gastronomie (28,1 Prozent), Authentizität (27,4 Prozent) und Kultur (11,5 Prozent) gewinnen laut derselben Auswertung an Bedeutung. Beide Inseln setzen den Quellen zufolge auf kontrolliertes Wachstum und höhere Ausgaben pro Gast.
Lanzarote richtet sich offiziell auf Kultur, Gastronomie und Authentizität aus. Das erklärt, warum der Offroad-Tourismus gebremst wird.
Was gibt es Neues auf Fuerteventura?
Die Premios de Turismo Islas Canarias 2026 gehen erstmals nach Fuerteventura, kündigte das Gobierno de Canarias an. Termin war der 24. September 2026 im Palacio de Formación y Congresos in Puerto del Rosario.
Die Angabe stammt aus einer Mitteilung der Regionalregierung. Für Reisende hat sie vor allem Signalwirkung für die Insel als Tourismusstandort.
ZEL by Meliá ist für 2026 angekündigt, ein bestätigtes Eröffnungsdatum liegt nicht vor. Princess Canarias renoviert das Esencia de Fuerteventura by Princess, mit neuen Einrichtungen ab 1. Juni 2026.
Travel Extra beschreibt zudem einen fertigen, 12 Kilometer langen asphaltierten Fuss- und Radweg zwischen Morro Jable und Costa Calma. Eine Bestätigung durch den Cabildo von Fuerteventura liegt nicht vor.
Dasselbe Medium hält fest, dass 2026 keine grosse neue Attraktion auf Fuerteventura eröffnet. Neu sind Strandeinrichtungen in Corralejo und Costa Calma sowie Angebote für Sternebeobachtung, Vulkantouren und Wal- und Delfinbeobachtung.
Weitere Meldungen sind nur als Hinweise überliefert und nicht bestätigt. Cabildo und Gemeinde Pájara sollen im Januar 2026 gemeinsam 4,5 Millionen Euro für Fusswege und Hafeneinrichtungen im Süden angekündigt haben.
Der Bau eines neuen Kreuzfahrtterminals in Puerto del Rosario soll am 6. November beginnen, wobei Quelle und Jahr nicht geprüft sind. Eine neue Direktverbindung nach Rumänien wurde für den Sommer 2026 angekündigt, ohne Airline.
Welche Regeln und Bussgelder gelten für Ferienwohnungen, Offroad-Touren, Camping und Naturschutzgebiete?
Das Gesetz 6/2025 (Ley de Ordenación Sostenible del Uso Turístico de Viviendas) trat laut LanzaroteOn am 13. Dezember 2025 in Kraft. Neue Lizenzen für Ferienvermietung (vivienda vacacional) sind demnach fünf Jahre eingefroren, also bis etwa Ende 2030.
Ferienwohnungen dürfen höchstens zehn Prozent des Wohnungsbestands einer Gemeinde ausmachen. Einzelne Gemeinden dürfen auf 20 Prozent erhöhen.
Neue Objekte müssen laut LanzaroteOn mindestens zehn Jahre alt sein. Ohne die spanische Registernummer (NRA), die bis Mitte 2026 Pflicht war, ist ein Angebot illegal.
Bei schweren Verstössen drohen Bussgelder bis 300.000 Euro. Reisenden rät der Artikel, früher zu buchen und die Registernummer zu prüfen.
Die genauen Fristen sind nicht gegengeprüft. Nach unbestätigten Kurzangaben halten Lanzarote und Fuerteventura 16 beziehungsweise 14 Prozent des kanarischen Ferienwohnungsbestands.
Auf Lanzarote sind Buggy-, Quad- und Jeep-Safaris im Gelände auf ländlichem Boden untersagt, wie Canarian Weekly berichtet. Fahren darf man nur auf Strassen und ausgewiesenen Routen.
Cabildo-Präsident Oswaldo Betancort nennt als Gründe Staub, Lärm und Umweltschäden. Startdatum und Bussgeldbeträge nennt der Artikel nicht, und ein Hinweis auf ein Verbot «bis August» ist unbestätigt.
Auf Fuerteventura hat der Cabildo laut Canarian Weekly (nur als Hinweis überliefert) die Regulierung von Buggys und Quads eingeleitet. Cabildo-Präsidentin Lola García will zudem die Einreise von Wohnmobilen und Campern von ausserhalb begrenzen.
Fuerteventura soll die einzige Kanareninsel ohne ausgewiesene Campingzone sein, der Campingverband fordert mehr offizielle Plätze. Offizielle Bussgeldbeträge für Fuerteventura liegen nicht vor.
Auf Lanzarote verhängten die Behörden laut La Voz de Lanzarote 2025 insgesamt 305 Sanktionen für Umweltverstösse, nach 250 im Jahr 2024. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent.
Für 2026 waren bis zum Veröffentlichungsdatum 130 Anzeigen in Bearbeitung. Die Zahl der Umweltagenten wurde auf zehn verdoppelt.
Laut derselben Quelle betreffen 40,8 Prozent der Verstösse Fahrzeuge, etwa Parken und Fahren abseits der Wege sowie illegale Buggy-Touren. Das Betreten von Kratern im Naturpark Los Volcanes kostet 1.800 Euro, Falschparken dort bis zu 360 Euro.
Ein Drohnenflug in La Geria wird mit 360 bis 600 Euro geahndet, ein Abstieg am geschützten Berg in La Geria mit 3.001 Euro. Im Archipiélago Chinijo nennt La Voz de Lanzarote 150 Euro für Wildcampen, 90 Euro für Feuer und bis zu 900 Euro für Radfahren abseits der Wege.
Die Höchststrafe für schwere Verstösse in sensiblen Zonen liegt bei 4.500 Euro. Zu den häufigsten Fehlern von Besuchern zählen Kraterbesteigungen, Drohnen, Falschparken und Wildcampen.
Timanfaya ist Nationalpark, weitere Schutzgebiete sind Los Volcanes, La Geria und der Archipiélago Chinijo. Die Dünen von Corralejo auf Fuerteventura sind Naturpark.
Was kostet der Besuch, und wie kommt man zwischen den Inseln?
Die Fähre zwischen Lanzarote und Fuerteventura braucht etwa 30 Minuten. Líneas Romero bedient die Strecke Playa Blanca–Corralejo und ist der in den Quellen genannte Betreiber.
Fahrpläne und Preise für 2026 liessen sich nicht überprüfen, fragen Sie darum direkt beim Betreiber nach. Das gilt auch für die Überfahrt nach Isla de Lobos.
Ein Blog (lamaletainquieta.com) nennt für 2026 diese Eintrittspreise: Timanfaya (Montañas del Fuego) kostet 30 Euro für Erwachsene und 15 Euro für Kinder. Jameos del Agua und Cueva de los Verdes kosten je 17 Euro, Kinder 8,50 Euro.
Diese Angaben sind nicht bestätigt. Sie müssen beim Anbieter Centros de Arte, Cultura y Turismo des Cabildo geprüft werden.
Für die Ruta de los Volcanes in Timanfaya soll eine Reservierung im Voraus Pflicht sein, besonders im August.
Auch das ist nicht auf der offiziellen Seite des Parks bestätigt. Öffnungszeiten und Preise des Nationalparks sind nicht belegt.
Über Einreiseregeln wie EES und ETIAS lässt sich auf Grundlage der Quellen nichts Verbindliches sagen. Die PSOE fordert laut La Voz de Lanzarote eine Touristensteuer für Lanzarote und La Graciosa, eingeführt ist sie nicht.
Lanzarote zählt laut Kurzangaben über 150.000 Fahrzeuge. Das ist etwa ein Auto pro erwachsenem Einwohner.
Was ist noch offen, und was steht an?
Fuerteventura und Lanzarote stehen zusammen für rund neun Milliarden Euro Tourismusausgaben in diesem Jahr, laut RTVC vom 29. Oktober 2026. Eine Aufschlüsselung nach Insel oder ein genauer Zeitraum fehlt.
Die beiden Flughäfen bewältigen laut RTVC 24 Prozent der Ankünfte auf den Kanaren. Der Tourismus macht über 30 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung aus.
Offen bleibt, wie sich die Fluggastzahlen in der zweiten Jahreshälfte entwickeln. Für Fuerteventura gibt es keine bestätigten Besucherzahlen für 2026 von ISTAC (kanarisches Statistikamt) oder Cabildo.
Canarian Weekly berichtet, dass TUI und Jet2 im Sommer 2026 Kapazität auf die Kanaren verlegten. Strecken und Zahlen dazu liegen nicht vor.
Auf Lanzarote ist die Sättigungsdebatte nicht abgeschlossen. Offroad-Touren und Ferienvermietung werden eingeschränkt.
Der Cabildo setzt nach den Quellen auf Qualität statt Masse. Wie streng die neuen Regeln kontrolliert werden, zeigt sich voraussichtlich an den Zahlen der Umweltagenten und der Sanktionen im Jahr 2026.
Auf Fuerteventura ist offen, ob der Cabildo seine Pläne für Buggys, Quads und Wohnmobile in Bussgeldregeln fasst und ob ausgewiesene Campingzonen entstehen. Die Eröffnung von ZEL by Meliá steht aus.
Der Terminal-Bau in Puerto del Rosario ist erst bestätigt, wenn eine offizielle Quelle vorliegt. Aktuelle Werte und Warnungen finden Sie beim CITA-Wetter (cita.news/de/wetter.html) und bei AEMET.