Was bedeutet der Streik für Urlauber in Puerto del Carmen und Playa Blanca?

Die selektive Müllabfuhr läuft nach den verfügbaren Angaben trotz des Streiks mit den festgelegten 80-Prozent-Mindestdiensten weiter. Eine offizielle Änderung von Abholplänen, Gebühren oder Entsorgungsregeln wurde in den vorliegenden Quellen nicht genannt.

Die Lokalquelle La Voz de Lanzarote weist jedoch auf mögliche Geruchsbelästigungen und Hygieneprobleme in Wohn- und Feriengebieten wie Puerto del Carmen und Playa Blanca hin. Konkrete Ausfallmengen oder zusätzliche Kosten werden nicht angegeben.

Wer in den Urlaubsorten im Süden Lanzarotes unterwegs ist, sollte sich auf volle Container an Sammelstellen einstellen. Eine besondere Antragspflicht oder geänderte Öffnungszeiten für Einwohner, Expats oder Touristen wurden bis Freitag nicht veröffentlicht.

Warum streikt die Belegschaft der selektiven Müllabfuhr?

Der Streik geht laut CCOO nicht nur auf Arbeitszeitfragen zurück. Genannt werden Verstösse bei Ruhezeiten, Arbeitsschutz, finanziellen Zuschlägen, Arbeitskleidung, medizinischen Untersuchungen und der Anwendung des Tarifvertrags.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem die Nachzahlung von Feiertags- und Nachtarbeitszuschlägen für das jeweils vergangene Jahr. Die Gehaltsbedingungen seien seit dem 31. Dezember 2024 eingefroren.

Die Arbeitsniederlegung wurde bei der Arbeitsdirektion der kanarischen Regierung registriert. Als Grund nennt CCOO eine stockende Tarifverhandlung sowie behauptete Verstösse gegen Arbeits- und Arbeitsschutzrechte.

Warum kritisiert CCOO die Mindestdienste von 80 Prozent?

Die Gewerkschaft CCOO und die gesetzliche Arbeitnehmervertretung von URBASER kritisieren die vom Cabildo de Lanzarote festgelegten Mindestdienste von 80 Prozent der Belegschaft als «absolut unverhältnismässig und missbräuchlich».

Nach Darstellung von CCOO würden ähnliche Dienste in anderen Regionen meist mit 35 bis 40 Prozent, an Feiertagen höchstens mit 50 Prozent, abgedeckt. Diese Vergleichswerte sind Gewerkschaftsangaben, keine behördliche Feststellung.

CCOO erklärt, die Verwaltung habe schriftlich vorgesehen, die selektive Sammlung praktisch mit derselben Häufigkeit und unter denselben Bedingungen wie im Normalbetrieb fortzuführen. Die Gewerkschaft sieht darin eine Einschränkung des Streikrechts nach Artikel 28 Absatz 2 der spanischen Verfassung.

Wer führt den Streik und wie ist der Stand der Verhandlungen?

Das Streikkomitee wird von Echedey Hernández Martín geleitet; CCOO berät es. Nach Gewerkschaftsangaben wurde trotz der mehr als zehn Tage vorab übermittelten Streikankündigung kein eigenes Treffen mit dem Streikkomitee zur Gesamtheit der Forderungen abgehalten.

Die Gewerkschaft erklärt, die Unternehmensseite blockiere weiterhin bei der Verteilung der Arbeitszeit von Montag bis Freitag.

Wie viel Müll fällt auf Lanzarote an?

Diese Zahlen zeigen, dass die selektive Sammlung auf Lanzarote ein wachsendes Abfallvolumen bewältigen muss. Ein längerer Streik mit reduzierter Leistung könnte deshalb in den betroffenen Gemeinden schneller sichtbar werden.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein Enddatum des unbefristeten Streiks, ein verbindlicher Verhandlungstermin oder eine Entscheidung über die Rechtmässigkeit der 80-Prozent-Mindestdienste ist nicht veröffentlicht.

Die juristischen Dienste der Gewerkschaft prüfen laut CCOO, ob URBASER, S.A. oder der Cabildo de Lanzarote Grundrechte verletzt haben könnten, besonders beim Streikrecht. Die Gewerkschaft hat nach eigenen Angaben die zuständigen Stellen über Unregelmässigkeiten informiert.

Bis zu einer Einigung oder einer behördlichen Entscheidung müssen Einwohner und Besucher auf Lanzarote weiter mit Einschränkungen bei der selektiven Müllabfuhr rechnen.