Was ändert sich für Flüge von und nach Teneriffa?
Bisher ist keine einzige Störung auf Teneriffa bestätigt. Die Recherche fand weder eine Mitteilung von Aena für Tenerife Norte oder Sur noch eine Streichanordnung der DGAC für den 5. November.
Der Originalbericht nennt Flüge zwar unter den Bereichen, die sich dem Streik anschliessen, nennt aber keine Zahlen. Ob ein Flug von oder nach Teneriffa ausfällt, ist offen, ein Bericht dazu liegt nicht vor.
Wie stark Lotsenstreiks wirken können, zeigten Juli und September 2025 in Frankreich. Die DGAC zählte an einem Tag 1.125 gestrichene Flüge, und laut Aena treffen solche Ausstände auch Überflüge, die die Kanaren, das Festland und die Balearen mit Nordeuropa verbinden.
Für den 5. November 2026 ist eine solche Lotsenaktion nicht bestätigt. Der Rückblick dient nur zum Vergleich und ist keine Prognose.
Was sollten Urlauber und Residenten vor der Reise prüfen?
Wer über Frankreich nach Teneriffa fliegt, fragt den Flugstatus am besten direkt bei der Airline ab. Das gilt auch für Strecken über französischen Luftraum und ist ein allgemeiner Rat, keine bestätigte Störung.
Bei früheren Streiks wurden Flüge zwischen Deutschland und Spanien umgeleitet oder gestrichen, wenn der französische Luftraum eingeschränkt war. Für den 5. November liegt dafür kein Beleg vor.
Zum Streik aufgerufen haben gemeinsam die vier repräsentativen SNCF-Gewerkschaften CGT, Unsa ferroviaire, Sud Rail und CFDT. Wer in Paris unterwegs ist, trifft auf einen Demonstrationszug vom Platz der Republik zum Platz der Nation.
Die Pariser Verkehrsbetriebe RATP erwarteten am Dienstag, 3. November, normalen Betrieb bei Metro, Bus und Tram. Ausnahmen gelten für einige Linien wegen der Demonstration.
Worum geht es im französischen Generalstreik?
Am 5. November 2026 legen Beschäftigte aus dem öffentlichen und dem privaten Sektor die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften meldeten rund 260 Demonstrationen im ganzen Land an, im Mittelpunkt steht Paris.
Ausgelöst hat den Streik ein Treffen am 21. Oktober: Die Gewerkschaften verliessen eine rund 2,5-stündige Runde mit Premierminister Sébastien Lecornu im Matignon enttäuscht. CGT-Chefin Sophie Binet sagte, es seien keine Massnahmen angekündigt und keine ihrer Forderungen geprüft worden.
Die Gewerkschaften wollen vor allem mehr Kaufkraft, weniger Druck durch die Lebenshaltungskosten und einen höheren Mindestlohn. Im Bildungsbereich fordern sie mehr Mittel, Ersatz für fehlende Lehrkräfte und das Ende der Zulassungsplattform Parcoursup.
Schon am 17. Oktober schlugen Proteste gegen die Lebenshaltungskosten in mehreren Städten in Krawalle und Plünderungen um. Die Bewegung hatte gut einen Monat zuvor mit einer Mobilisierung der Studierenden begonnen.
Wie gross ist die Mobilisierung in Frankreich?
Frankreich schickt am Streiktag 70.000 Polizisten und Gendarmen auf die Strasse, dazu 26 gepanzerte Fahrzeuge, Helikopter und Drohnen. Innenminister Laurent Núñez will damit nach eigener Aussage «möglichst sichere Routen» schaffen und sensible Orte wie Stadtzentren meiden.
Überraschend genehmigte die Präfektur am Dienstag die Route durch die Pariser Innenstadt. Núñez hatte solche Routen durch Stadtzentren in den Wochen zuvor abgelehnt, weil er neue Krawalle und Plünderungen fürchtete.
Die Gewerkschaft Snuipp-FSU erwartet regional deutlich mehr: In Oise streike jede zweite Lehrkraft, in Eure-et-Loir 40 Prozent. Sophie Vénétitay, Generalsekretärin von Snes-FSU, meldete rund 80 geschlossene Schulen in Paris und bis zu 75 Prozent Streikende in Teilen von Seine-Saint-Denis.
Auch die Medien streiken: France Media Monde, zu der Radio France Internationale und France 24 gehören, arbeitet im Mindestbetrieb, ebenso BFM-TV. Die Beschäftigten von BFM-TV kündigten ihre Teilnahme erst Stunden vor Streikbeginn an.
Wie geht es in Frankreich und Spanien weiter?
Die CGT will über den 5. November hinaus weiterstreiken, ein Ende nannte sie nicht. Binet sagte, es sei an der Zeit, die Mobilisierung zu verschärfen.
Die CFDT hatte vor dem 5. November konkrete Zahlen verlangt, vor allem zum Mindestlohn, und sonst unbefristete Streiks in Aussicht gestellt. Ob die Regierung geantwortet hat, ist nicht bekannt.
Eine zweite Gelbwesten-Aktion ist geplant, doch die Berichte widersprechen sich beim Datum. Einer nennt den 8. November, der andere den 22. Oktober, der längst vorbei ist.
Auch in Spanien sind eigene Ausstände angekündigt: Lokführer der Bahn Ouigo wollen am 6. und 9. November streiken, ein Generalstreik folgt am 11. November. Mit der französischen Aktion haben sie nichts zu tun.
Für den 11. November sind Berichten zufolge Verspätungen und Ausfälle bei Flügen in Spanien möglich. Einen Streikplan von Behörden oder Airlines gibt es bislang nicht, und für die Flughäfen auf Teneriffa liegen keine konkreten Angaben vor.