Was ändert sich für Reisende an Flughäfen und Häfen am 11. November?
Reisende müssen am Mittwoch, 11. November 2026, mit Verspätungen und Ausfällen rechnen. Berichten zufolge betrifft das Flüge von, nach und innerhalb Spaniens, und der 24-stündige Streik gilt auch auf den Kanaren.
Die Sicherheitsleute an den Flughäfen und Häfen der Kanaren bleiben grossteils im Dienst, denn für private Sicherheitskräfte gilt eine Mindestquote von 90 Prozent. Wie viele Flüge und Fähren verkehren, sagt diese Quote aber nicht.
Prüfen Sie deshalb Ihre Buchung und den Flugstatus bei der Fluggesellschaft oder der Reederei. Die Mindestdienste für den Verkehr erscheinen laut Berichten erst wenige Tage vor dem Streik per Verfügung.
Welche Flughäfen oder Hafenorte besonders betroffen sind, etwa im Süden der Inseln, ist bisher offen. Auch der Flughafenbetreiber AENA hat sich noch nicht öffentlich geäussert.
Was genau gilt für die privaten Sicherheitsdienste?
Mindestens 90 Prozent der privaten Sicherheitskräfte müssen an Flughäfen, Häfen, Bahnen und in Telekommunikationszentren arbeiten. Bei bestimmten Personenschutzdiensten liegt die Quote bei 85 Prozent.
Bei Medien und Alarmzentralen sind es 80 Prozent, und pro betroffenem Dienst muss mindestens eine Wachkraft bleiben. Das gilt auch für Schichten, die vor oder nach Mitternacht des 11. November beginnen oder enden.
Unbestätigt ist, wer die Quote festgelegt hat. Auch Rechtsgrundlage, betroffene Sicherheitsfirmen und die Zahl der Beschäftigten sind nirgends genannt.
Rund 90 Prozent Mindestdienst beim Sicherheitspersonal spanischer Flughäfen gab es schon früher. Berichte nennen diesen Wert für Barajas im Jahr 2018 und für El Prat im Jahr 2019, die Details sind nicht geprüft.
Wer streikt, und was fordern die Gewerkschaften?
CCOO und UGT rufen erstmals seit 14 Jahren wieder gemeinsam zum Generalstreik auf. Der letzte vergleichbare fand am 14. November 2012 statt.
Auf den Kanaren unterstützen laut Berichten auch Frente Sindical Obrero de Canarias und Federación Sindical Canaria den Aufruf. Die Lehrergewerkschaft STEC-IC hat für den Bildungssektor eine eigene Ankündigung gemacht.
Die Gewerkschaften nennen bessere Löhne, die Wohnungskrise, blockierte Tarifverhandlungen und den Verlust an Kaufkraft als Gründe. Auf den Kanaren stehen nach ihren eigenen, nicht unabhängig geprüften Angaben 211.000 Wohnungen leer.
Die Löhne zählen nach Darstellung der Gewerkschaften zu den niedrigsten Spaniens, rund 500 Euro unter dem spanischen Schnitt. Zudem fordern sie, 20 Prozent der leeren Wohnungen zu vermieten.
Manuel Navarro (UGT) sagt: «Es ist ein Arbeitsstreik, aber ohne die politische Seite zu leugnen». Vanesa Frahija (CCOO) hält es für Politik, würdigen Wohnraum und bessere Sozialleistungen zu fordern.
Welche Rechte haben Fluggäste bei Ausfällen?
Fällt Ihr Flug aus, haben Sie laut den Berichten Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung. Das ist eine allgemeine Angabe und kein Befund zu den Kanaren.
Auf eine zusätzliche Entschädigung dürfen Sie normalerweise nicht zählen, weil Streiks in der Regel als «aussergewöhnliche Umstände» gelten. Ob das für einen bestimmten Flug zutrifft, geht aus den Berichten nicht hervor.
Der Arbeitgeberverband CEOE will den Streik nicht rechtlich anfechten. Streikende erhalten für nicht gearbeitete Zeit keinen Lohn, die Teilnahme ist freiwillig und individuell.
Wer wegen des Streiks nicht zur Arbeit kommt, behält nach einer Rechtsnote der Kanzlei Cuatrecasas den vollen Lohn. Abgezogen wird nur bei Streikenden, und nur für die Zeit, die sie wirklich nicht gearbeitet haben.
Was ist noch offen, und wie geht es weiter?
Die Verfügung des Verkehrsministeriums zu den Mindestdiensten für Flüge, Fähren und Häfen auf den Kanaren ist noch nicht aufgetaucht. Dasselbe gilt für die Mindestdienste bei Guaguas (Linienbussen) und Strassenbahn.
Auch Orte und Zeiten der Kundgebungen sind unbekannt. Der Text im BOC (Amtsblatt der Kanaren) fehlt ebenfalls.
Beim Generalstreik 2012 hielt das Verkehrsministerium nach einem nicht geprüften Hinweis rund 50 Prozent der Flüge zwischen Festland und Kanaren aufrecht. Für den 11. November ist kein solcher Wert bestätigt.
Daniel Casal von der FSC schliesst einen späteren Streik nur auf den Kanaren nicht aus. Der Streik findet vor der Neuwahl am 29. November statt.
Die Mindestdienste im Verkehr werden voraussichtlich in den Tagen vor dem 11. November veröffentlicht. Bis dahin lohnt der regelmässige Blick auf Flugstatus und Mitteilungen der Reederei.