Was ändert sich am Sonntag für Urlauber und Residenten?
Am Sonntag, 8. November, wird es ernst: Laut AEMET gilt auf allen acht Inseln eine Warnung, fünf davon sind orange für Regen. Orange betrifft Teneriffa, La Gomera, El Hierro, Gran Canaria und La Palma.
Auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro gilt Orange von 0.00 bis 18.00 Uhr, mit 100 Litern pro Quadratmeter in 12 Stunden. Auf Teneriffa trifft das den Norden, den Grossraum der Hauptstadt sowie die Ost-, Süd- und Westhänge.
Gran Canaria folgt später: Orange gilt von 12.00 bis 23.59 Uhr, mit 80 Litern in 12 Stunden. Betroffen sind die Gipfel sowie die Ost-, Süd- und Westhänge, also auch Teile des Südens mit den Ferienorten.
Lanzarote und Fuerteventura bleiben ab 12.00 Uhr bei Gelb, mit 20 Litern pro Stunde und Gewittern. Gelbe Gewitterwarnungen gelten zudem für alle acht Inseln.
Am Strand rät der staatliche Zivilschutz (Protección Civil y Emergencias), Abstand zur Küste zu halten und den Seegang nicht zum Zuschauen oder Filmen aufzusuchen. Meiden Sie Barrancos (tiefe Schluchten), Flussbetten und überflutete Strassen.
Wie verläuft das Wetter am Freitag und Samstag?
Am Freitag, 6. November, trifft es zuerst La Palma: Dort gelten gelbe Regenwarnungen für Cumbres, Este und Oeste. AEMET rechnet mit mehr als 15 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.
Die Regierung der Kanaren erklärte auf der Insel ab 0.00 Uhr die Vorwarnstufe (prealerta). Sie gehört zum kanarischen Notfallplan für Unwetter, PEFMA.
Ruhiger bleibt es am Freitag laut AEMET auf Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura, mit vielen hohen Wolken und langen Phasen ohne Regen. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 25 Grad in Las Palmas de Gran Canaria und Puerto del Rosario sowie bei 20 bis 24 Grad in Arrecife.
Am Samstag, 7. November, kommt der Wind. Ab 12.00 Uhr gilt Gelb mit Böen bis 70 Kilometern pro Stunde auf La Palma und im Norden Teneriffas.
Ab 18.00 Uhr warnt AEMET zudem an der Westküste La Palmas vor Küstenphänomenen, mit Südwest-Wind von 50 bis 61 Kilometern pro Stunde (Stärke 7). Die Küstenwarnung läuft bis Sonntag, 3.59 Uhr.
Ab 21.00 Uhr gilt auf La Palma Orange für Regen, mit 30 Litern in einer Stunde oder 100 Litern in 12 Stunden. Die Warnung dauert bis Sonntag, 18.00 Uhr.
Am Sonntag steigt der Wind auf Orange mit Böen bis 90 Kilometern pro Stunde auf La Palma und im Norden Teneriffas. Auf La Gomera, El Hierro, Gran Canaria und im übrigen Teneriffa gilt Gelb mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde.
Was ist mit Calima, Luftqualität und Flügen?
Calima (Saharastaub in der Luft) kommt in den Berichten zu Bruna nicht vor, Messwerte zur Luftqualität ebenso wenig. Auch Gesundheitsempfehlungen für Atemwegsempfindliche nennen die Quellen nicht.
Ob Flüge oder Fähren betroffen sind, ist offen: Ausfälle, Verspätungen und Schulschliessungen sind nicht bestätigt. Wer am Wochenende oder am Montag fliegt, fragt besser direkt bei Airline oder Flughafen nach.
Für Teneriffa kündigte ein Bericht eine Übersicht an, was ab Sonntag schliesst. Diese Liste lag nicht vor, Schliessungen sind daher unbestätigt.
Wie geht es nach dem Sonntag weiter?
Der Zivilschutz geht davon aus, dass die Lage mindestens bis Dienstag, 10. November, anhält. AEMET erwartet am Montag, 9. November, und am Dienstag überwiegend eine Pause.
Für Montag sagt das Innenministerium laut Medienberichten Wellen von 3 bis 4 Metern voraus. Eine Wellenhöhe für das Wochenende nennen die Berichte nicht.
Ab Dienstagabend beginnt laut AEMET eine zweite Phase, mit mehr Regen und Wind am Mittwoch, 11. November. Schwellenwerte und betroffene Gebiete konnte AEMET noch nicht nennen.
Wettermodelle deuten ab Mittwoch auf 50 bis 100 Liter in sechs Stunden hin. Das ist eine Modellrechnung und keine amtliche Warnung.
Was bedeuten die Warnstufen, und wie ernst ist Bruna?
AEMET kennt drei Stufen: Gelb für Risiko, Orange für erhebliche Gefahr, Rot für ausserordentliche Gefahr. Bruna ist der zweite Name auf der Liste der Saison 2026/27, die am 1. September 2026 begann.
Einen Namen erhalten nur Tiefs mit möglichen starken Auswirkungen. Der Zivilschutz warnt vor örtlichen Überschwemmungen in tiefen Lagen und vor anhaltendem Regen in Gebieten, die im Sommer von Bränden betroffen waren.
Die Vorwarnstufe bedeutet laut den Berichten keine allgemeine Gefahr für die Bevölkerung, sondern nur für bestimmte Aktivitäten oder Orte. Eine höhere regionale Stufe als die Vorwarnstufe auf La Palma erwähnen die Berichte nicht.
Beim Tief Therese im März 2026 sagte der Präsident des Cabildo (Inselregierung) von Teneriffa, Rosa Dávila, so etwas habe es «seit mehr als dreizehn Jahren» nicht gegeben. Die Warnstufen ändern sich stündlich, Aktuelles steht bei AEMET.