Was ändert sich für Strandtage und Ausflüge?
Wer am Samstag, 7. November, auf La Palma an die Küste will, muss ab 18.00 Uhr mit einer gelben AEMET-Warnung für Küstenphänomene rechnen. Erwartet wird Süd- oder Südwestwind mit 50 bis 61 Kilometern pro Stunde, Stärke 7, vor allem im Nordwesten.
Der Katastrophenschutz Protección Civil rät in solchen Lagen, Strände und tiefliegende Küstenzonen zu meiden. Konkrete Wellenhöhen für die Kanaren liegen bis Freitag nicht vor.
Gelbe Warnungen nennen die Berichte bis Freitag nur für La Palma, Orange oder Rot fanden sich nicht. Auch wer auf Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote Urlaub macht, schaut vor jedem Strandtag auf die Warnseite von AEMET, weil sich Stufen ändern können.
Welche Warnungen gelten auf La Palma?
Auf La Palma gilt seit Freitag, 6. November, 0.00 Uhr eine gelbe AEMET-Warnung für Regen in drei Zonen: Gipfel, Osten und Westen. Die Schwelle liegt bei rund 15 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde.
Am stärksten regnet es an den nach Süden und Westen ausgerichteten Hängen, so die Notfallbehörde der Kanaren (Dirección General de Emergencias). Die Quellen nennen die 15-Liter-Schwelle uneinheitlich, mal als Höchstwert, mal als Mindestwert.
Am Samstag folgt ab 12.00 Uhr eine gelbe Windwarnung mit Böen bis 70 Kilometer pro Stunde. Betroffen sind vor allem die Gipfel, der Nordwesten und die Ostküste, wann die Warnungen enden, nennen die Berichte nicht.
Die Regierung der Kanaren hat für La Palma ab Freitag, 0.00 Uhr, die Voralarmstufe (prealerta) für Regen ausgerufen. Sie stützt sich dabei auf den Notfallplan PEFMA für widrige Wetterlagen.
Wie sieht es auf den anderen Inseln aus?
Auf Teneriffa, La Gomera und El Hierro regnet es am Freitag weniger als auf La Palma, so die Prognose von AEMET. In Santa Cruz de Tenerife sind 20 bis 24 Grad angesagt, in Valverde auf El Hierro 16 bis 21 Grad.
Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura erleben am Freitag viele hohe Wolken und lange trockene Phasen. Für Las Palmas de Gran Canaria sagt AEMET 20 bis 25 Grad voraus, für Arrecife 20 bis 24 Grad.
Für Wanderungen auf Bergstrassen wird es am Samstag am heikelsten: Die Prognose rechnet ab Mittag mit sehr starken Südwestböen auf La Palma und auf den zentralen Gipfeln Teneriffas. Werte in km/h fehlen für Teneriffa allerdings.
Am Sonntag, 8. November, wird das Wetter laut Prognose vor allem in der Westprovinz schlechter. Schauer können stark bis sehr stark ausfallen, dazu kommen Gewitter und anhaltender Regen, vor allem auf La Palma.
Der Regen erreicht am Sonntag auch die übrigen Inseln, bleibt auf Lanzarote und Fuerteventura aber mässig und weniger wahrscheinlich. In den mittleren Höhenlagen (medianías) und auf den Gipfeln erwartet die Prognose sehr starke Böen.
Wer warnt, und was bedeuten die Stufen?
Zwei Stellen warnen getrennt: AEMET vergibt Gelb, Orange und Rot, die Notfallbehörde der Kanaren die Stufen des Plans PEFMA. Diese heissen prealerta, alerta und alerta máxima.
Die Voralarmstufe bedeutet laut Mitteilungen der Regierung der Kanaren kein Risiko für die Allgemeinheit, wohl aber für bestimmte Aktivitäten oder besonders gefährdete Orte. Die Stufe alerta steht dagegen für Gefahr für Menschen, Güter und Umwelt.
Die Notfallbehörde bittet, die Warnungen zu verfolgen und auf Strassen sowie in der Nähe von Schluchten (barrancos) vorsichtig zu sein. Protección Civil rät zusätzlich, langsamer zu fahren, Hauptstrassen zu nutzen und überflutete Abschnitte zu meiden.
Wie geht es nach dem Wochenende weiter?
Die Fronten von Bruna treffen die Kanaren über das Wochenende. Das Tief selbst vertieft sich laut den Berichten westlich der Azoren und nähert sich Anfang kommender Woche Nordwestspanien.
Ab Mittwoch, 11. November, soll Bruna an Kraft verlieren, so die Prognose. AEMET schliesst an diesem Tag aber starke Schauer auf den Kanaren nicht aus.
Zu Wellenhöhen, Regenmengen in Millimetern und möglichen Einschränkungen bei Fähren, Flügen oder Schulen liegt bis Freitag nichts vor. AEMET räumt ein, dass die genaue Lage des Tiefs die Vorhersage der Regenschwerpunkte erschwert.