Was ändert sich am Sonntag für Urlauber?

Wer am Sonntag, 8. November, auf Fuerteventura unterwegs ist, braucht einen Plan B: Die Aemet hat zwei gelbe Warnungen ausgegeben, eine für Regen und eine für Gewitter. Beide gelten von 12.00 Uhr bis 23.59 Uhr.

Bis zu 20 Millimeter Regen in einer Stunde sind möglich, so die Aemet-Prognose, das sind 20 Liter pro Quadratmeter. Die Wahrscheinlichkeit für die Regen- und Gewitterepisode liegt laut Meldung zwischen 40 und 70 Prozent.

Ab 12.00 Uhr gilt das Warnfenster, Nachmittag und Abend sind damit die kritische Zeit für Strand und Ausflüge. Zu Meer, Wellen oder Wassersport enthält die Meldung keine Angaben.

In Puerto del Rosario meldet die Ortsprognose der Aemet am Sonntag Schauer, vormittags wie nachmittags, mit 65 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Dazu kommen Südwind um 30 Kilometer pro Stunde, Böen von 40 bis 45 Kilometern pro Stunde und 23 bis 28 Grad.

Wo und wann zieht das Tief durch?

Schuld ist die Borrasca (Tiefdruckgebiet) Bruna. Sie zieht im Lauf des Sonntags ostwärts über alle Inseln.

Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa können laut der Dirección General de Emergencias intensive Regenfälle von 20 Millimetern pro Stunde oder mehr treffen. Anhaltenden Regen wie auf den Berginseln erwartet die Direktion dort nicht.

Gewitter bleiben nach Angaben der Emergencias-Direktion lokal, können aber punktuell kräftig ausfallen. Örtlich sind starke Windböen möglich, eine Windgeschwindigkeit nennt die Meldung nicht.

Die Unsicherheit über Ort, Zugbahn und Stärke der Gewitter ist laut kanarischer Regierung hoch. Eine eigene Prognose für die Ferienorte im Süden liegt nicht vor, die verfügbare Ortsprognose gilt für Puerto del Rosario.

Was bedeuten Gelb und Voralarm?

Gelb und Voralarm sind zwei getrennte Systeme: Die Aemet vergibt die Warnfarben Gelb, Orange und Rot. Davon getrennt erklärt die Emergencias-Direktion Lagen nach dem Notfallplan PEFMA, etwa Prealerta (Voralarm) und Alerta.

Ab Samstag, 7. November, 21.00 Uhr gilt auf Fuerteventura, Lanzarote und La Graciosa Voralarm für Regen. Für Gewitter gilt der Voralarm im ganzen Archipel.

Sperrungen sind nicht bekannt.

Zum Vergleich: Am 14. Dezember 2025 um 17.00 Uhr beendete die Direktion den Voralarm für Lanzarote und Fuerteventura. Für Wellen von 4 bis 6 Metern blieb damals ein Küstenalarm in Kraft.

Wie verhält man sich bei Starkregen und Gewitter?

Bei Regenbeginn raten Behördenhinweise vom 30. Oktober, die für eine frühere Wetterlage galten, von Fahrten auf der Strasse ab. In tiefen Lagen und Barrancos (Schluchten) sollen Menschen besonders vorsichtig sein, im Notfall gilt die 112.

Nie im Bett eines Barrancos parken, raten die allgemeinen Hinweise der kanarischen Regierung vom 24. September 2022. Ausflüge und Camping sollen bei Unwetter ausfallen.

Bei Gewitter sollen Sie Fenster und Türen schliessen und Geräte vom Netz nehmen, so dieselben Hinweise. Im Freien meidet man einzelne Bäume und Metallkonstruktionen.

Auch für die Strasse nennen die Regierungshinweise von 2022 klare Regeln: langsam fahren, keine überfluteten Abschnitte queren, nicht dort halten, wo Wasser abfliessen kann. Für Notfälle gilt die 112, für Auskünfte die 012.

Auf Fuerteventura führt dieselbe Liste 7 überschwemmungsgefährdete Barrancos auf, auf Teneriffa 8 und auf Gran Canaria 6. Die Namen der sieben Barrancos liegen hier nicht vor.

Was ist offen, und wie geht es weiter?

Ob Fuerteventura höher eingestuft wird, ist unbekannt. Das Warnfenster endet am Sonntag, 8. November, um 23.59 Uhr.

Für Montag, 9. November, sieht die Aemet-Ortsprognose für Puerto del Rosario überwiegend bewölkten Himmel. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 40 Prozent in der ersten und 55 Prozent in der zweiten Tageshälfte.

Dazu weht Südwestwind mit 10 bis 15 Kilometern pro Stunde. Die Temperatur liegt bei 20 bis 25 Grad.

Die Warnstufen stammen bisher aus einer einzigen Meldung vom 6. November, 18.40 Uhr. Offen sind Windgeschwindigkeiten, Seegang, Warnungen für Montag, Schäden und der Flugbetrieb der Aena.

Am 2. November galten Orangewarnungen auf La Palma, La Gomera und El Hierro mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Für Fuerteventura gab es damals keine Warnung.

Aktualisierungen kommen von der Aemet und der Dirección General de Emergencias, die den Verlauf beobachtet. Das gilt auch für Montag, falls Warnungen verlängert werden.