Was bedeutet die Vorwarnstufe für Teneriffa?
Teneriffa bleibt am Montag, 2. November, in der Vorwarnstufe (prealerta) und damit eine Stufe unter der Alarmstufe. Die Alarmstufe (alerta) gilt laut Atlántico Hoy für La Palma, El Hierro und La Gomera.
Für Teneriffa erwartet die Regierung in der Nacht auf Dienstag punktuell sehr starke Schauer. Sie fallen laut Atlántico Hoy örtlich begrenzter aus als auf den westlichen Nachbarinseln, auf Gran Canaria zunächst schwächer.
Wer am Montagabend oder nachts unterwegs ist, muss also mit Regen und Gewitter rechnen. Welche Orte im Süden genau betroffen sind, hat die Regierung nicht veröffentlicht.
Sperrungen sowie Flug- oder Fährausfälle auf Teneriffa nennen die Quellen nicht. Wer heute Abend oder morgen früh reist, fragt vorsichtshalber bei Airline oder Reederei nach.
Wann regnet es, und wann wird es besser?
Die stärkste Phase fällt auf die Nacht von Montag auf Dienstag, warnt die Dirección General de Emergencias (Notfallbehörde der Kanaren) nach Prognosen des Wetterdienstes AEMET. Ab 6.00 Uhr am Dienstag, 3. November, soll diese Episode nachlassen.
RTVC nennt für den Montag Schauer von mehr als 30 Litern pro Quadratmeter und Stunde bis 15.00 Uhr. Für welche Inseln das gilt, ist in der Recherche nicht belegt.
Am Mittwoch, 4. November, erwartet Atlántico Hoy eine neue Phase zwischen 12.00 und 19.00 Uhr. Schauer und Gewitter entwickeln sich zuerst im Inneren der Berginseln und ziehen später an die Küste.
Diese Phase soll schwächer ausfallen als die Niederschläge der vergangenen Tage. Der Wetterdienst spricht laut RTVC von hoher Unsicherheit über Ort, Stärke und Dauer, die Prognose kann sich also ändern.
Wie verhalten sich Urlauber und Einwohner richtig?
Der Gobierno de Canarias rät, Fahrten auf der Strasse möglichst zu unterlassen. Wer fahren muss, nimmt Hauptstrassen, bremst früher und hält mehr Abstand.
Barrancos (Schluchten) sind laut Regierung tabu, auch wenn sie sonst trocken liegen. Dort weder queren noch parken, denn das Wasser kann plötzlich ansteigen; das gilt ebenso für tiefe Lagen und Senken.
Bei Gewitter raten die Behörden, offene Flächen, erhöhte Punkte, einzelne Bäume und Metallkonstruktionen zu meiden. Türen, Fenster und alles, was der Wind erfassen kann, sichern Sie besser vorher.
Von Aktivitäten im Meer und an exponierten Küsten rät die Regierung ab, solange die Lage anhält. Im Notfall gilt die 112; allgemeine Auskünfte gibt es laut 112 Canarias unter 012.
Was ist auf La Palma, El Hierro und La Gomera passiert?
Die Notrufzentrale CECOES 112 zählt laut Atlántico Hoy rund 100 Einsätze auf Teneriffa, La Palma, El Hierro und La Gomera. Meist ging es um Stromausfälle, Wasser in Wohnungen und Geschäften, überlaufende Kanäle und Erdrutsche auf Strassen.
Auf La Palma fiel am Montagmorgen der gesamte Strom aus. Um 10.30 Uhr war die Versorgung wieder vollständig hergestellt, die Einsatzzentralen wurden laut Atlántico Hoy verstärkt.
RTVC meldet für den Osthang von La Palma 62 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde und 138 Liter in zwölf Stunden. In den mittleren Lagen von Breña Baja kamen 181,3 Liter in fünf Stunden zusammen.
Wer Reisen auf diese drei Inseln plant, sollte mit Behinderungen auf Strassen rechnen. Konkrete Sperrungen, Flug- oder Fährausfälle nannten die gelesenen Quellen nicht.
Wie ungewöhnlich ist diese Lage?
Am 21. Oktober stand der gesamte Archipel laut Diario de Avisos in der Vorwarnstufe. AEMET hatte gelbe Warnungen mit bis zu 15 Litern pro Stunde und 60 Litern in zwölf Stunden angekündigt.
Am 22. Oktober rief die Regierung laut RTVC Alarm für den Osten von La Palma, La Gomera und El Hierro aus, dort galten orange Warnungen. Teneriffa hatte gelbe Warnungen mit bis zu 15 Litern pro Stunde.
Das Sturmtief Therese brachte laut RTVC vom 19. bis 25. März 2026 auf Las Cañadas del Teide 272 Liter pro Quadratmeter. Auf dem Roque de los Muchachos auf La Palma waren es 615,2 Liter.
Die Regierung nutzt im Notfallplan PEFMA drei Stufen: Vorwarnung, Alarm und höchster Alarm. Sie folgen den AEMET-Prognosen, die gelben, orangen und roten Farbwarnungen sind ein eigenes System des Wetterdienstes.
Was ist noch offen?
AEMET-Warnfarben und Regenmengen für Teneriffa am 2. bis 4. November liegen nicht vor, Atlántico Hoy nennt keine Farbcodes. Ob auf Teneriffa Hagel fällt, ist nicht bestätigt, obwohl er in der Überschrift des Berichts steht.
Wann die Vorwarnstufe auf Teneriffa endet, wurde nicht veröffentlicht. Die Phase vom Mittwoch stammt nur von Atlántico Hoy, ein Abgleich mit AEMET fehlt.
Am Dienstag, 3. November, lohnt der Blick auf 112 Canarias und AEMET, wenn die erste Phase um 6.00 Uhr nachlassen soll. Vor dem Mittwochnachmittag empfiehlt sich ein zweiter Blick auf die aktuellen Stufen.