Fahren die Fähren zwischen den Inseln am 11. November?

Ob am Streiktag Fähren fahren, ist am 5. November offen. Weder Fred. Olsen Express noch Naviera Armas Trasmediterránea haben nach der Recherche Ausfälle oder Fahrpläne für den 11. November veröffentlicht.

Mindestdienste legt die Behörde fest, nie das Unternehmen, und nur für Leistungen, die der Allgemeinheit unentbehrlich sind. Juristen beschreiben das Niveau allgemein als vergleichbar mit Sonn- und Feiertagen, eine Verfügung für die Kanaren ist das aber nicht.

Wer am 11. November übersetzen will, sollte daher mit weniger Abfahrten rechnen. Zahlen dazu liegen bislang nicht vor.

Was sollten Inselhüpfer jetzt tun?

Fragen Sie für Buchungen am 11. November zuerst bei der Reederei nach. Solange die Mindestdienste nicht feststehen, müssen Reisende mit Absagen und selteneren Abfahrten rechnen.

Der Streik dauert 24 Stunden und gilt nur für diesen Mittwoch. Wer flexibel ist, verschiebt die Überfahrt auf den Tag davor oder danach.

Zu einzelnen Häfen, auch im Süden der Inseln, liegen bislang keine Angaben vor. Auch für Busse zum Hafen fehlen bestätigte Fahrpläne, deshalb gilt: Bei Unternehmen wie Global und Titsa am Tag selbst nachfragen.

Was gilt für Flüge, Busse und andere Verbindungen?

Auch für Flughäfen und Linienbusse (guaguas) stehen die Mindestdienste aus. Der Flughafenbetreiber AENA, die Regierung der Kanaren und das Verkehrsministerium haben in den gesichteten Quellen keine Anordnung für den 11. November veröffentlicht.

CCOO und UGT haben das Verkehrsministerium gebeten, die Mindestdienste mit ihnen auszuhandeln. Als Massstab nennen sie die Generalstreiks von 2010 und 2012.

Im Umlauf ist eine Zahl zur Regierung der Kanaren: 15 bis 25 Prozent Besetzung, je nach Abteilung. Bestätigen liess sie sich weder im BOC noch bei der Regierung selbst.

Für Spanien insgesamt gelten Störungen im Flug- und Zugverkehr als möglich, je nach Mindestdienst. Fest steht nur, dass Reisende bei Fluglinie, Reederei und Busunternehmen am Tag selbst nachfragen sollten.

Wer streikt am 11. November, und wofür?

CCOO und UGT haben den Generalstreik für Mittwoch, den 11. November 2026, ausgerufen. Er dauert 24 Stunden, gilt in ganz Spanien und wäre der erste seit November 2012.

Auch CGT, CNT, CO.BAS und Intersindical tragen den Aufruf mit. Auf den Kanaren unterstützen zudem die Federación Sindical Canaria und die Intersindical Canaria den Streik, UGT Canarias führt Manuel Navarro.

Die Gewerkschaften fordern höhere Löhne, bezahlbaren Wohnraum und Massnahmen gegen steigende Preise. Dazu kommen kürzere Arbeitszeiten, weniger prekäre Arbeit und ein Ende der blockierten Tarifverhandlungen.

Nach Angaben der Gewerkschaften liegen die Löhne auf den Kanaren rund 500 Euro unter dem Landesschnitt, und Sozialwohnungen machen nur etwa ein Prozent aus. Das sind Gewerkschaftszahlen; Daten von ISTAC oder INE wurden dazu nicht geprüft.

Welche Rechte haben Beschäftigte am Streiktag?

Niemand muss streiken: Das Real Decreto-ley 17/1977 (Gesetzesdekret zum Streikrecht) macht die Teilnahme zur freien Entscheidung jedes Einzelnen. Wer nicht streikt, arbeitet normal, und Arbeitgeber dürfen nicht nach den Streikenden fragen.

Der Lohn sinkt nur anteilig für die nicht gearbeitete Zeit. Urlaub oder Überstunden dürfen den Abzug nicht ausgleichen.

In der Sozialversicherung gilt der Streiktag als «alta especial» (Sonderanmeldung). Es fliessen keine Beiträge, und der Tag zählt nicht für künftiges Arbeitslosengeld.

Beim erzwungenen Homeoffice gehen die Meinungen auseinander. Die Gewerkschaften nennen es «moderne Streikbrecherei», das Gesetz 10/2021 sagt zum Streik nichts.

Ob Reisende bei ausgefallenen Fähren Geld zurückbekommen, ging aus der Recherche nicht hervor. Dazu sollten sie die Bedingungen ihrer Buchung bei der Reederei erfragen.

Was ist noch offen und wie geht es weiter?

Offen sind die Mindestdienste für Fähren, Flughäfen, Busse, Gesundheit und Schulen. Auch Zeiten und Orte der Kundgebungen auf den Kanaren sind noch nicht bekannt.

Das Verkehrsministerium veröffentlicht seine Anordnung üblicherweise in den Tagen vor dem Streik. Ob sie die Fähren zwischen den Inseln erfasst, ist erst dann sicher.

Am 29. November wählt Spanien ein neues Parlament, und der offizielle Wahlkampf beginnt zwei Tage nach dem Streik. Nach Angaben der Gewerkschaften richtet sich der Streik auch gegen Parteien, die gegen Wohnungsmassnahmen gestimmt haben.