Was rät die Polizei Instagram-Nutzern?

Die Policía Nacional rät in ihrem Video zuerst zu gesundem Menschenverstand. Wer auf sozialen Netzwerken verdächtige Nachrichten erhält, soll keine zweifelhaften Links anklicken, denn sie führen auf Seiten, die persönliche Daten abgreifen.

Persönliche oder finanzielle Daten gehören nur an Absender, deren Echtheit feststeht. Betrüger geben sich oft als seriöse Organisationen aus, um Vertrauen aufzubauen.

Die Polizei warnt: Die Methoden entwickelten sich schnell, Nachrichten, Profile und Webseiten wirkten «immer überzeugender». Ihr Schlusssatz lautet: Wer Opfer eines Betrugs wurde, solle ihn anzeigen.

Wie melden Sie eine verdächtige Anzeige auf Instagram?

Der Weg führt über die drei Punkte oben rechts an der Anzeige. Dort wählen Sie «Anzeige melden» und erklären, warum sie verdächtig wirkt.

Zur Auswahl stehen Betrug, nicht genehmigte politische Werbung und eingeschränkte Artikel. Danach geben Sie an, ob es um Finanzbetrug oder Identitätsdiebstahl geht.

Zum Schluss senden Sie die Meldung an Meta, den Betreiber von Instagram. Das geht direkt in der App und kostet nichts.

Welche Betrugsmaschen nennt Meta?

Meta nennt fünf häufige Maschen im Rahmen der Kampagne. Bei Liebesbetrug bauen falsche Profile eine emotionale Bindung auf und fordern dann Geld oder Daten.

Falsche Jobangebote locken mit hohem Lohn für wenig Arbeit und verlangen Vorauszahlung oder Bankdaten. Anlagebetrug verspricht aussergewöhnliche Renditen, oft mit Kryptowährungen oder missbrauchten Bildern Prominenter.

Phishing-Nachrichten geben sich als Firmen, Banken oder Plattformen aus. Bei falschen Gewinnspielen sollen Sie zahlen oder Daten angeben, um einen angeblichen Preis zu erhalten.

Wie schützen Sie Ihr Konto?

Meta empfiehlt fünf Schutzschritte. Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein, verdienen Misstrauen, und Fremde erhalten keine persönlichen oder finanziellen Daten.

Vor jedem Klick auf einen Link prüfen Sie den Absender, etwa nach Followern, Erstellungsdatum und Tippfehlern. Ausserdem schaltet man die Zwei-Faktor-Authentifizierung ein und meldet oder blockiert verdächtige Nachrichten in der App.

Weitere Polizeihinweise aus Suchtreffern lauten: Vorsicht bei schnellem, leichtem Geld, nie im Voraus zahlen, dringliche Nachrichten misstrauisch lesen. Anlageplattformen sollten registriert sein.

Wohin wenden Sie sich nach einem Betrug?

Opfer sollen bei der Policía Nacional Anzeige erstatten. Nach Suchtreffern gibt es ein Online-Portal, doch die Anzeige muss binnen 72 Stunden auf einer Wache bestätigt werden, sonst gilt sie nicht.

Auch die Brigada Central de Investigación Tecnológica nimmt Meldungen zu Internetbetrug entgegen. Wurde bereits Geld verlangt, raten die Beamten laut diesen Treffern zum Gang auf die Wache.

Die Hotline INCIBE 017 ist laut denselben Treffern täglich von 9.00 bis 21.00 Uhr besetzt, auch per WhatsApp unter 900 116 117. Diese Angaben stammen nicht von den offiziellen Seiten, daher sollten Sie sie dort prüfen.

Wie steht es um Internetbetrug auf den Kanaren?

Im ersten Quartal 2026 stieg die Internetkriminalität auf den Kanaren laut Innenministerium um 4 Prozent, der Computerbetrug um 4,6 Prozent. Das Tempo liegt laut RTVC deutlich unter früheren Quartalen.

Für 2023 meldete das Ministerium 17.779 Fälle von Internetkriminalität, ein Plus von 29,9 Prozent, davon 15.872 Computerbetrugsfälle. Von Januar bis September 2025 waren es 13.324 Fälle, 4,3 Prozent mehr.

Zahlen allein für Teneriffa oder speziell für Instagram liegen nicht vor. Auch zu Fällen, Festnahmen oder Schäden auf der Insel hat die Polizei nichts veröffentlicht.