Was ist an der Playa Jardín passiert?
Das Ayuntamiento de Puerto de la Cruz ordnete am 7. Oktober 2026 ein vorübergehendes Badeverbot für Playa Grande Centro an, den zentralen Abschnitt von Playa Jardín.
Anlass war ein Schreiben der Dirección General de Salud Pública des Servicio Canario de la Salud nach auffälligen mikrobiologischen Routineanalysen. Für den jüngsten Vorfall wurden erhöhte Werte von intestinalen Enterokokken, also Fäkalbakterien, berichtet.
Die exakten Messwerte und der konkrete Verstoss gegen den Grenzwert wurden nicht veröffentlicht. Es handelte sich um den vierten Vorfall, wie El Día am 9. Oktober 2026 berichtete.
Warum droht jetzt eine längere Sperrung?
Die Dirección General de Salud Pública prüft eine mögliche längere Schliessung von Playa Jardín. Ihr director general José Díaz-Flores erklärte laut El Día, dass ein solcher Schritt geprüft werden könne, wenn die Bewertung ergebe, dass die Vorfälle nicht mehr punktuell, sondern wiederkehrend seien.
Die Behörde verweist auf die Vorgeschichte: Playa Jardín war zwischen 2024 und 2025 insgesamt 349 Tage wegen wasserbezogener Verschmutzung und Problemen bei Abwasser- und Klärsystemen geschlossen. Eine endgültige Entscheidung über eine längerfristige Sperrung ist bislang nicht dokumentiert.
Die Wiedereröffnung am 9. Oktober 2026 bedeutet nach Angaben von El Día nicht, dass das Problem gelöst ist. Die Behörden haben keine verbindliche nächste Entscheidungsfrist veröffentlicht.
Welche Strandabschnitte waren betroffen?
Playa Jardín besteht aus mehreren Abschnitten. Der jüngste Vorfall betraf Playa Grande Centro, auch Punta Brava genannt. Zuvor waren am 3. September 2026 Punta Brava und El Charcón betroffen, am 30. September erneut Playa Grande.
Am 12. August 2026 war Playa Grande wegen Fäkalbakterien geschlossen worden. Am 9. Oktober 2026 teilte das Ayuntamiento mit, dass zumindest Playa Jardín – cala central wieder geöffnet sei.
Während einer Schliessung darf am betroffenen Abschnitt nicht gebadet werden. Absperrungen, rote Flaggen und Hinweisschilder sind zu beachten. Andere Strände sind von der Anordnung nicht automatisch betroffen.
Wie steht es um die Wasserqualität auf Teneriffa?
Nach Angaben des Gesundheitswesens wurden in Teneriffa bis Anfang Oktober 1.782 mikrobiologische Bestimmungen vorgenommen. 99 Prozent ergaben keine Belastung durch intestinale Enterokokken oder Escherichia coli, wie die Dirección General de Salud Pública mitteilte.
Es wurden 11 kurzfristige Schliessungsempfehlungen ausgesprochen. Davon entfielen drei auf Playa Jardín. Weitere Empfehlungen betrafen unter anderem El Camisón, Los Cristianos, El Médano, El Socorro und La Pinta.
Ein Vergleichswert für den Vormonat oder das Vorjahr wird in den verfügbaren Angaben nicht genannt. Die Behörde betont, dass die überwiegende Zahl der Badestellen auf Teneriffa als geeignet eingestuft wird.
Was ist die Ursache der Verschmutzung?
Die wiederholten Schliessungen stehen nach Angaben von El Día im Zusammenhang mit Problemen bei der Abwasserreinigung und der Kanalisation in Puerto de la Cruz. Auch Schäden am Unterwasser-Ableiter werden als Kontext genannt.
Die Consejería de Transición Ecológica prüfte die Genehmigung des Unterwasser-Ableiters von Punta Brava. Die Routinekontrollen von fünf Punkten ergaben keine Krankheitserreger über den erlaubten Werten.
Das Gobierno de Canarias wies zudem auf mehrere nicht genehmigte Einleitungen vom Land ins Meer im Gemeindegebiet hin. Eine abschliessende Ursache für die jüngsten Vorfälle ist in den verfügbaren Quellen nicht dokumentiert.
Was sollten Urlauber jetzt tun?
Urlauber sollten vor dem Strandbesuch den aktuellen Status der Playa Jardín prüfen. Die Wiedereröffnung hängt von weiteren Wasserproben und der Bewertung durch Salud Pública ab.
Es gibt keine Angaben zu Eintrittspreisen, Entschädigungen, Antragsverfahren oder besonderen Fristen für Einwohner, ausländische Bewohner oder Touristen. Andere Strände sind von dieser konkreten Anordnung nicht automatisch betroffen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auf andere Badestellen in der Umgebung ausweichen. Die Behörden raten, die örtliche Beschilderung und die Flaggen am Strand zu beachten.