Was ist an der Playa Jardín passiert?

Am 7. Oktober 2026 verhängte das Ayuntamiento von Puerto de la Cruz ein Badeverbot für den Abschnitt Playa Grande Centro. Zuvor hatte die Gesundheitsbehörde der Kanaren auffällige Routinewerte gemeldet.

Eine Probe vom 5. Oktober zeigte 220 KBE intestinaler Enterokokken je 100 Milliliter Wasser. Dieser Wert löste das Verbot aus, wie der kommunale Bescheid festhielt.

Zwei Tage später, am 7. Oktober, entnahm die Behörde eine neue Probe. Sie enthielt weniger als 1 KBE intestinaler Enterokokken je 100 Milliliter und lag damit unter dem Referenzwert.

Daraufhin hob die Gesundheitsbehörde die Einschränkung auf. Seit dem 9. Oktober 2026 ist das Baden im zentralen Abschnitt wieder erlaubt.

Warum wurde der Strand so oft gesperrt?

Der Strandabschnitt war 2026 schon viermal von einem mikrobiologischen Kontaminationsvorfall betroffen. Davor gab es Sperren am 12. August und am 3. September 2026.

Die September-Sperre hing laut Medienberichten mit erhöhten E. coli-Werten zusammen. Am 30. September schloss der Abschnitt erneut und öffnete am 1. Oktober wieder.

Die Playa Jardín war zuvor fast ein Jahr geschlossen, von Juli 2024 bis Juni 2025. Die Wiedereröffnung kam am 17. Juni 2025.

Die Gesundheitsbehörde forderte vom Ayuntamiento, die Ursache der wiederholten Kontamination zu klären. Medien nennen als möglichen technischen Hintergrund Probleme bei Abwasserbehandlung, Kanalisation und dem Unterwasserabfluss.

Was bedeutet das für Badegäste?

Im zentralen Abschnitt dürfen Sie seit der Freigabe wieder baden. Eintrittspreise, Gebühren, Sonderregeln, Fristen oder Antragsverfahren hat niemand veröffentlicht.

Die Freigabe galt nicht automatisch für jede andere Bucht oder jeden Strand auf Teneriffa. Auch das Verbot betraf nur den Abschnitt Playa Grande Centro.

Prüfen Sie vor dem Baden den aktuellen Status. Die Gesundheitsbehörde verlangt weitere Proben, und nach neuen Analysen kann sie den Zustand erneut bewerten.

Wie steht es um die Wasserqualität auf Teneriffa?

Auf ganz Teneriffa gab es bis Anfang Oktober 1.782 mikrobiologische Bestimmungen. Laut Gesundheitsbehörde zeigten 99 Prozent keine Kontamination durch intestinale Enterokokken oder Escherichia coli.

Die Zahlen stammen von der Dirección General de Salud Pública des Gobierno de Canarias. Sie überwacht die Qualität der Badegewässer und entscheidet, ob man baden darf.

Das Ayuntamiento von Puerto de la Cruz verwaltet den Strand und muss Schliessungen, Beschilderung und Wiedereröffnung umsetzen. Der Cabildo greift über den Consejo Insular de Aguas de Tenerife ein, den Betreiber des Unterwasserabflusses im Valle de La Orotava.

Was ist noch offen?

Bürgermeister Leopoldo Afonso beantragte gemeinsame Wasserproben von Stadt und regionaler Gesundheitsbehörde. Kommunale und regionale Analysen wichen bei mehreren Sperren voneinander ab.

Eine gemeinsame Probenahme wurde lediglich als wahrscheinlich angekündigt. Ein bestätigtes Ergebnis oder ein verbindlicher Termin liegt nicht vor, und auch für eine längerfristige Entscheidung nannte niemand einen Termin.