Was bedeutet das Festival für Urlauber und Residenten?

Wer nach Tacoronte kommt, zahlt nichts: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das Festival de Novela Histórica Ciudad de Tacoronte läuft laut Ayuntamiento (Gemeindeverwaltung) vom 5. bis 15. November 2026.

Das Programm ist auf Spanisch, und die Gemeinde nennt keine Angebote in anderen Sprachen. Wer kein Spanisch spricht, hat bei den Ausstellungen mit Illustrationen und Gemälden den leichtesten Zugang.

Eine Anmeldung erwähnt die Mitteilung der Gemeinde nicht. Wer sichergehen will, fragt unter Tel. 922 561 350 oder prensa@aytotacoronte.org nach.

Was steht am Eröffnungstag auf dem Programm?

Am Donnerstag, 5. November, öffnen um 17.30 Uhr zwei Ausstellungen in der Casa de la Cultura. Um 18.30 Uhr folgt die erste Buchvorstellung des Festivals.

José Farrujia de la Rosa stellt sein Buch Guanches. Relatos de nuestro mundo ancestral vor, erschienen 2026 bei Le Canarien Ediciones. Otto Farrujia führt ihn ein.

Um 19.30 Uhr startet die vierte Ausgabe des Kurzfilmfestivals Festival de Cortos Tacoronte Express. Die Schauspielerin Elisa Cano leitet es in diesem Jahr.

Die Casa de la Cultura steht im früheren Augustinerkloster an der Plaza del Cristo. Die Veranstaltungen verteilen sich laut Gemeinde auf mehrere Säle.

Worum geht es im Buch von José Farrujia?

Farrujia gibt in seinem Buch Kriegern, weisen Frauen, Hirten, Versklavten und Hütern der Erinnerung eine Stimme, so der Ayuntamiento. Die Figuren sind teils real, teils erfunden.

Die Texte erzählen vom Leben der indigenen Kanarier vor und nach der Eroberung. Laut Gemeinde ist es Farrujias erster Ausflug in die Literatur, und er verzichtet auf ein verklärtes Bild der Vergangenheit.

Als Guanchen bezeichnet man die vorkoloniale Bevölkerung Teneriffas. Erklärende Texte im Band ordnen das Erzählte ein.

Farrujia ist Professor an der Universität La Laguna und Doktor der Geschichte. Nach Angaben der Gemeinde hat er 15 Bücher und fast hundert Artikel zu kanarischer Archäologie, Bildungsinnovation und Vermittlung des Kulturerbes geschrieben.

Welche Ausstellungen sind zu sehen?

Ilustradoras & Ilustradas: El Archivo zeigt 25 Werke von Illustratorinnen, die auf den Kanaren geboren sind oder leben. Die Bilder gehören zum XXIII Salón Internacional del Cómic y la Ilustración de Tenerife, den die Fundación Cine+Cómics und die Cátedra Cultural Moebius der Universität La Laguna organisieren.

Neben der Schau hängt ein QR-Code, der zum digitalen Archiv der Fundación Cine+Cómics führt. Als Ende nennt die Gemeinde den 17. Oktober, der schon verstrichen ist, und lässt offen, wie lange die Schau läuft.

Indigenismo Mágico ist eine Retrospektive des Künstlers Roberto Perdomo, geboren in Arrecife auf Lanzarote. Die Leinwände in grossem und mittlerem Format deuten Insellandschaften mit uralten geometrischen Motiven neu.

Dazu kommen Originale auf Papier, die Perdomo für Buchillustrationen schuf, laut Gemeinde in dieser Form erstmals. Genannt werden Arbeiten für Antonio Tejera Gaspar, Rumen Sosa und Juan Cruz.

Die Ausstellungssäle sind montags bis freitags von 8.00 bis 14.00 Uhr und von 16.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Samstags gilt 9.00 bis 13.00 Uhr, für Sonntage nennt die Gemeinde keine Zeiten.

Was bot das Festival in früheren Jahren?

Mehr als 30 Aktivitäten hatte die dritte Ausgabe vom 2. bis 12. November 2023, darunter 14 Buchpräsentationen, vier Theaterstücke, zwei Ausstellungen und fünf Workshops. Zu den Gästen zählte Simon Scarrow.

Die fünfte Ausgabe 2025 drehte sich um das mittelalterliche Japan und den 250. Geburtstag von Jane Austen. Es gab Autorengespräche, zwei Theaterstücke, Nachstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg, Rollenspiele und drei Ausstellungen.

Veranstalter ist die Kulturabteilung der Gemeinde Tacoronte, 2025 mit Unterstützung des Cabildo de Tenerife (Inselregierung). Den Premio Ciudad de Tacoronte de Novela Histórica erhielt damals Luis Zueco.

Jedes Jahr steht ein neues Thema im Mittelpunkt, doch der Umfang blieb bei gut 30 Aktivitäten. Zahlen zu Besuchern oder Kosten haben die Veranstalter nicht veröffentlicht.

Was ist bis zum 15. November noch offen?

Filmforen: Grand Canary am 6. November, Mararía am 7. November, je 20.30 Uhr; Lyrik-Lesekreis am 5. November, 18.00 Uhr. Dazu kommen laut Gemeinde Theater und Erzählstunden für Kinder. Termine und Uhrzeiten dafür sind bisher nicht veröffentlicht.

Auch der Preisträger des Premio Ciudad de Tacoronte 2026 und ein Schlussprogramm sind nicht bekannt. Wer einzelne Termine plant, sollte vorher bei der Gemeinde nachfragen.

Bei Theateraufführungen lohnt ein Blick auf auditoriocapitol.com, über das 2025 die Reservierungen liefen. Ob das 2026 wieder gilt, hat die Gemeinde nicht mitgeteilt.