Was ändert sich für Wanderer am Teide?
Seit dem Beschluss des Cabildo de Tenerife, der am 14. Oktober 2026 angekündigt wurde, gilt für drei weitere Teide-Wege eine Genehmigungspflicht. Betroffen sind PNT 09 (Teide, Pico Viejo, Mirador de Las Narices del Teide), PNT 23 (Los Regatones Negros) und PNT 28 (Chafarí).
Das Cabildo setzt ein Tageslimit von 225 Plätzen. Davon gehen 150 an Privatpersonen und 75 an akkreditierte Berufsführer, wie que.es berichtet.
Einen genauen Starttermin nannten die Berichte nicht. Auch das Datum der Veröffentlichung im BOC (Amtsblatt der Kanaren) liegt der Redaktion nicht vor; wer bald wandern will, bucht besser vorab und prüft die Lage auf der Plattform.
Wie viele Plätze gibt es pro Weg?
Der Weg PNT 09 hat mit 95 Plätzen pro Tag das grösste Kontingent. 70 davon gehen laut que.es an Privatpersonen, 25 an Berufsführer.
Auf Los Regatones Negros (PNT 23) und Chafarí (PNT 28) dürfen je 65 Personen pro Tag. Es bleiben pro Weg 40 Plätze für Privatpersonen und 25 für Profis.
Wie viele Plätze schon vergeben sind, ist nicht bekannt. Ob Einwohner Teneriffas Vorrang haben, hat der Cabildo bisher nicht mitgeteilt.
Wie buchen Besucher die Genehmigung?
Die Buchung läuft ausschliesslich über die Plattform Tenerife ON, auf der man sich registriert und den gewünschten Weg wählt. Nach Angaben des offiziellen Portals sind Reservierungen bis zu 56 Tage im Voraus möglich.
Neue Plätze für die folgenden Wochen schaltet das Portal jeden Montag um 7.00 Uhr frei. Wer an einem Wochenende in der Hochsaison wandern will, sollte also früh planen.
Auf dem Weg müssen Wanderer die Genehmigung und auf Verlangen einen Ausweis vorzeigen. Das Cabildo rät, vor dem Start freie Plätze, Wetter und Sicherheitshinweise zu prüfen.
Was muss in den Rucksack?
Das Cabildo schreibt für alle drei Wege eine Pflichtausrüstung vor, auch bei gutem Wetter. Dazu zählen lange Hose, warme Kleidung, Bergschuhe, ein geladenes Handy, Rettungsdecke, Wasser, Mütze und Handschuhe.
Hinzu kommt eine Stirn- oder Taschenlampe mit Ersatzbatterien. Das Parkpersonal darf kontrollieren und den Zutritt selbst mit bestätigter Reservierung verweigern, wenn etwas fehlt.
Bei Schnee, Eis oder anderen Gefahren kann das Cabildo Wege ganz oder teilweise sperren. Bleibt die Gefahr nach der Aufhebung bestehen, dürfen laut Cabildo nur erfahrene Bergsteiger oder kleine Gruppen mit akkreditierten Führern hinauf.
Was gilt auf den bereits regulierten Wegen?
Der Gipfelweg PNT 10 Telesforo Bravo ändert sich ebenfalls: Die Besuchsintervalle sinken laut Cabildo von zwei Stunden auf 90 Minuten. Zudem gibt es Zugang bei Sonnenaufgang, mit und ohne Übernachtung im Refugio de Altavista.
Für Bergsteiger mit Lizenz sieht der Beschluss eigene Plätze vor, und die Zeitfenster für Berufsführer wachsen. Auch Zeiten und Kontingente der Route Montaña Blanca-La Rambleta (PNT 07) werden abgestimmt.
Auf diesen beiden Wegen bleiben die Gebühren: Einwohner Teneriffas zahlen nichts, Bewohner anderer Inseln 6 Euro, alle anderen 15 Euro auf Telesforo Bravo. Auf PNT 07 sind es laut RTVC 3 beziehungsweise 6 Euro werktags und 5 beziehungsweise 10 Euro am Wochenende.
Was bleibt offen und was kommt?
Mit dem Beschluss deckt das Kontrollsystem nun fünf Routen des Stratovulkans ab. Die Präsidentin des Cabildo, Rosa Dávila, sagte: «Sicherheit der Menschen und Schutz des Teide müssen Hand in Hand gehen.»
Weitere Pläne des Cabildo, etwa Shuttlebusse und Parkplatzkontrolle, haben laut RTVC noch keine bestätigten Termine.