Manche Orte muss man erst durch fremde Augen sehen, um sie neu zu schätzen. Als Xuso Jones — Sänger, Moderator und in Spanien ein bekanntes Gesicht — kürzlich seine Gran-Canaria-Tage im Netz teilte, tauchte zwischen den üblichen Postkartenmotiven ein Name auf, den viele Urlauber übersehen: Agaete, im grünen Nordwesten der Insel.
Dabei hat gerade dieser Winkel etwas, das man auf europäischem Boden sonst kaum findet. Im Tal hinter dem Ort wächst Kaffee — und drumherum liegt eine Küste, die zu den schönsten der Insel zählt. Genug Gründe, den Norden nicht links liegen zu lassen.
Kaffee aus Europa — im Tal von Agaete
Das Valle de Agaete ist ein fruchtbares Tal, in dem Mango, Zitrusfrüchte und Wein gedeihen — und, als Rarität, Kaffee. Damit gehört Agaete zu den ganz wenigen Orten Europas, an denen überhaupt Kaffee angebaut wird; oft wird das Tal sogar als einzige kommerzielle Kaffeeplantage des Kontinents bezeichnet.
Eine der bekanntesten Adressen dafür ist die Finca de La Laja, die Xuso Jones auf seiner Reise besuchte: Kaffeepflanzen, Reben und Obstbäume auf einem Fleck. Für Besucher ist ein Abstecher hierher die naheliegendste Art, den Agaete-Kaffee an seinem Ursprung kennenzulernen.
Puerto de las Nieves und die Küste
Der Hafenort Puerto de las Nieves ist das maritime Gesicht Agaetes: weiße Häuser, Fischerboote, ein Strand aus dunklem Sand und ruhige Naturschwimmbecken für ein Bad zwischen den Felsen. Von hier hat man einst auf den berühmten Felszacken „Dedo de Dios“ geschaut, das Wahrzeichen der Küste.
Wer weiterreisen will, ist hier goldrichtig: Vom Hafen legt auch die Fähre nach Teneriffa ab. Für einen entspannten Nachmittag reicht aber schon der Ort selbst — Meerblick, ein Fischlokal, ein Sprung ins Wasser.
Wo Xuso Jones aß
Zum Essen kehrte der Sänger im La Romántica in Agaete ein, das für eine kreative Küche mit lokalen Produkten bekannt ist. Überhaupt lohnt sich der Norden für Genießer: frischer Fisch, Gemüse aus den Tälern, dazu der eigene Kaffee zum Abschluss.
Seine Reise führte ihn danach auch in den Süden — an die Playa del Inglés, zu den Dünen von Maspalomas und nach San Agustín. Das zeigt, wie unterschiedlich Gran Canaria ist: der grüne, ruhige Norden und der sonnige, lebhafte Süden an einem einzigen Tag erreichbar.
Agaete als Ausflug
Agaete lässt sich gut an einem halben bis ganzen Tag erleben. Die schönste Kombination: vormittags ins Kaffeetal, mittags ein Essen mit lokalen Produkten, nachmittags ans Meer nach Puerto de las Nieves. Vom Süden der Insel aus ist es eine Fahrt, die sich lohnt — und die vom Massentourismus weit weg führt.
Häufige Fragen
- Wo liegt Agaete?
- Im Nordwesten Gran Canarias, mit dem Hafenort Puerto de las Nieves an der Küste.
- Wächst in Agaete wirklich Kaffee?
- Ja. Das Valle de Agaete ist eine der ganz wenigen Kaffee-Anbauregionen Europas und wird oft als einzige kommerzielle Kaffeeplantage des Kontinents bezeichnet.
- Was ist Puerto de las Nieves?
- Der Hafenort von Agaete mit weißen Häusern, dunklem Sandstrand, Naturschwimmbecken und der Fährverbindung nach Teneriffa.
- Wo hat Xuso Jones gegessen?
- Im Restaurant La Romántica in Agaete, bekannt für kreative Küche mit lokalen Produkten.
- Wie kommt man nach Agaete?
- Am besten mit dem Auto von Las Palmas oder aus dem Süden; der Ausflug lässt sich gut mit Kaffeetal, Hafen und Mittagessen verbinden.
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Stand 11.07.2026. Angaben nach Berichterstattung kanarischer Medien (u. a. diariodeavisos.elespanol.com). Öffnungszeiten, Führungen und Angebote können sich ändern und erfolgen ohne Gewähr.