Was bedeutet das Rennende für Einwohner und Urlauber im Süden?

Das Rennen ist seit Samstagmorgen, 7. November 2026, abgeschlossen: Nira Castro, Nataniel Rodríguez und Eduardo Falcón kamen laut Veranstalter gegen 9.00 Uhr als Letzte in Tejeda an. Der auf 10.00 Uhr vorgezogene Zielschluss ist damit verstrichen.

Die Strecke führte durch Parque Sur bei Maspalomas, bei Kilometer 121,68, und weiter über Arteara und Fataga nach Santa Lucía. Sperrungen oder Verkehrshinweise für den Süden enthalten die Berichte des Veranstalters nicht.

Der Lauf war nie markiert, die Läufer orientierten sich per GPS. Wer wissen möchte, ob am Wochenende noch Teilnehmer unterwegs sind, fragt im Zweifel beim Veranstalter nach, bevor er irgendwohin fährt.

Was hat der Windalarm am Rennen geändert?

Der Gobierno de Canarias (Regierung der Kanaren) hatte eine Warnung vor starkem Wind ausgegeben, und der Veranstalter zog die Konsequenz. Ab Freitag, 6. November, 20.00 Uhr galten Pflicht-Zeitkontrollen in La Pasadilla und Santa Brígida.

Der Zielschluss rückte auf Samstag, 10.00 Uhr, und lag damit vor dem ursprünglichen Limit von 101 Stunden. Der Veranstalter begründet das mit der Sicherheit der Teilnehmer und den Wetterbedingungen.

Ob der Wind der einzige Grund für die kürzere Frist war, ist nicht bestätigt. Acht der zehn gestarteten Frauen kamen innerhalb der neuen Zeiten ins Ziel, zur Zahl der Aufgaben insgesamt nannte der Veranstalter nichts.

Wer hat in Tejeda gewonnen?

José Bordón aus Agüimes und Álvaro Santana kamen Seite an Seite in 51:22:22 ins Ziel und teilten sich den Sieg. Bordón hatte schon 2025 gewonnen, Santana war im Vorjahr Fünfter gewesen.

Als Dritter folgte Cristian Guerra, rund zwei Stunden später, womit alle drei Podiumsplätze an Läufer von der Insel gingen. Vierter wurde John F. Jahre aus Norwegen, 17 Minuten hinter Guerra, Fünfter Dionisio García in 54:09:48.

Bordón sagte laut Veranstalter über die gemeinsame Ankunft: «Die Platzierung ist fast nebensächlich.» Santana hob hervor, dass die Monate der Vorbereitung oft schwerer seien als das Rennen selbst.

Bei den Frauen gewann die Schweizerin Anita Lehmann in 57:44:37, kurz vor 19.00 Uhr am Freitag, und wurde Siebte der Gesamtwertung. Es war ihr zweiter Sieg, womit sie mit Annemarie Gross gleichzieht und nur hinter der fünffachen Siegerin Claire Bannwarth liegt.

Lehmann berichtete von einem Sturz in der ersten Abfahrt und einem Insekt im Ohr. Ihr Kommentar nach dem Ziel: «Ich werde die Medaille mit ihm teilen müssen.»

Zweite wurde die Französin Justine Houteer, Dritte die Norwegerin Gro Siljan Hjukse, beide bei ihrer Premiere. Bannwarth, die fünf Mal in Folge gewonnen hatte, litt laut Veranstalter unter einem Wadenproblem.

Wie sah die Strecke aus und wer lief mit?

Der Start fiel am Mittwoch, 4. November, um 9.00 Uhr auf die Plaza de Santiago in Gáldar, zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens. Die Strecke war 254,1 Kilometer lang, der höchste Punkt lag mit 1.770 Metern bei Los Moriscos.

Über Artenara, Cercados de Araña, Parque Sur und Santa Lucía ging es nach Agüimes, La Pasadilla, Valsequillo und Santa Brígida. Von dort blieben rund 40 Kilometer bis Tejeda.

Es gab nur eine Verpflegungsstelle, in Artenara; das Rennen läuft als Einzelwettbewerb ohne Begleitung. Zuschauer konnten die Läufer an den Lebensbasen in Cercados de Araña, Parque Sur, Santa Lucía und Santa Brígida sowie im Ziel in Tejeda sehen.

Am Start standen 106 Läuferinnen und Läufer, darunter 10 Frauen, von denen 7 aus dem Ausland kamen. Veranstalter ist Arista Eventos, Renndirektor ist Carlos González.

Wie unterscheidet sich das von den Vorjahren?

Die 10. Ausgabe im November 2025 musste weniger als 24 Stunden vor dem Start wegen einer Waldbrandwarnung umziehen. Der Start wanderte von Tejeda zum Jardín Canario in Las Palmas de Gran Canaria, und die Strecke schrumpfte auf 222 Kilometer.

Bordón gewann damals in 40:47:53, als erster Kanare in der Geschichte des Rennens. Seine Zeit von 2026 liegt rund 10,6 Stunden darüber, bei einer Strecke, die 2026 gut 30 Kilometer länger war.

2025 liefen 107 Starter aus 22 Nationen mit, 23 von ihnen kamen nicht ins Ziel. Lehmann gewann damals in 55:15:11 und beendete Bannwarths Serie.

2024 war die Strecke 258 Kilometer lang, bei 71 Prozent Zielquote und 28 Aufgaben. Luca Papi aus Italien kam 2026 zum elften Mal ins Ziel und ist der Einzige, der jede Ausgabe beendet hat.

Was ist noch offen?

Wie viele Läufer 2026 insgesamt ins Ziel kamen und wie viele aufgaben, hat der Veranstalter in den bekannten Berichten nicht genannt. Preisgelder und Startgebühren sind ebenfalls nicht veröffentlicht.

Auch einen Termin für die Ausgabe 2027 oder den Start der Anmeldung gibt es nach dem bisherigen Stand nicht. Die Anmeldung lief in diesem Jahr über die Plattform RocktheSport, mit einer Rabattphase vom 29. April bis 30. Juni.

Tejeda war nach Angaben der Berichte zum fünften Mal in Folge Zielort und Ort der Abschlussfeier. Interessierte Besucher finden Neuigkeiten für das nächste Jahr auf der Seite des Veranstalters.