Manchmal sind es die stillen Projekte, die am meisten bewegen. Während José Luis Espino in den letzten Jahren mit dem Restaurant Bevir für Furore sorgte und der Hauptstadt einen lang ersehnten Michelin-Stern bescherte, reifte im Hintergrund ein ganz persönlicher Traum. Fünf Jahre lang, so berichtet die lokale Presse, haben Espino und seine Frau María González an einer Philosophie gefeilt, die nun in der Joaquín Costa 25 Gestalt annimmt. HALMA ist zurück – und es ist nicht einfach nur eine Neueröffnung, sondern die Essenz eines Kochs, der gelernt hat, mit lokalen Produkten Geschichten zu erzählen.

Für alle, die Gran Canaria kulinarisch entdecken wollen, ist das eine echte Sensation. Denn das erste HALMA, ein winziges Restaurant, das Espino nach seiner Rückkehr aus den Sterneküchen des Festlandes eröffnete, war so etwas wie ein Geheimtipp, der schnell in aller Munde war. Nun, mit der Erfahrung aus Bevir und einer gefestigten Vision, wagt er den nächsten Schritt. Was genau uns erwartet, ist noch ein wohlgehütetes Geheimnis, aber die Ankündigung allein reicht, um die Vorfreude auf der Insel ins Unermessliche zu steigern.

Ein Koch mit Wurzeln und Weltklasse-Erfahrung

Um die Bedeutung von HALMA zu verstehen, muss man den Weg seines Schöpfers kennen. José Luis Espino ist ein echtes Kind der Insel, geboren in Las Palmas de Gran Canaria und ausgebildet an der renommierten Hotelfachschule Hecansa in Santa Brígida. Was ihn von vielen unterscheidet, ist seine doppelte Qualifikation – er beherrscht sowohl den Service als auch die Küche. Diese ganzheitliche Sichtweise prägt seine Gastronomie bis heute.

Seine Lehrjahre absolvierte er in den Tempeln der spanischen Haute Cuisine. Er sammelte wertvolle Erfahrungen im M.B. von Martín Berasategui auf Teneriffa, später direkt im Stammhaus in Lasarte-Oria, und verfeinerte seine Technik ein halbes Jahr lang im legendären El Celler de Can Roca in Girona. Auch eine Station bei Pepe Rodríguez im El Bohío steht in seinem Lebenslauf. Diese Reise durch die Spitzengastronomie, kombiniert mit seiner Zeit als Chef de Cuisine in der Ritz-Carlton-Gruppe in Abama und im Hotel Arts Barcelona, hat seinen Stil geschliffen. 2017 wurde er dann ganz offiziell zum besten Koch der Kanarischen Inseln gekürt – eine Bestätigung, die weit über die Inselgrenzen hinausstrahlte.

Von Bevir zurück zu den Wurzeln

Der breiten Öffentlichkeit wurde Espino vor allem durch Bevir bekannt. In nur etwa eineinhalb Jahren führte er das Restaurant in Las Palmas zu einem Michelin-Stern und einem Repsol-Sol. Seine Küche dort beschrieb er selbst mit den Worten „alles Gemüsegarten und alles Meer“. Es ging ihm nie um reine Effekthascherei, sondern um eine tiefe Verbundenheit mit den Produkten der Insel: das Gemüse von den Feldern Gran Canarias, der Fisch und die Meeresfrüchte aus dem Atlantik. Aus Fischresten fermentierte er sein eigenes Garum, eine Würzpaste nach antikem Vorbild, und bewies damit ein ausgeprägtes Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Doch der Kern seiner kulinarischen Identität, das wurde nun klar, liegt in HALMA. Canarias7 beschreibt das Projekt als eine Philosophie, die über ein reines Restaurant hinausgeht und in den letzten fünf Jahren fernab des Rampenlichts gewachsen ist. Es ist die Rückkehr zu einem sehr intimen Format, in dem Espino seine Persönlichkeit als Koch noch ungefilterter ausdrücken kann. Während Bevir später unter dem Dach der Lopesan-Gruppe im Süden der Insel eine neue Heimat fand, bleibt HALMA sein ureigenes, unabhängiges Abenteuer mit seiner Frau María.

Tipp Wenn Sie die kulinarische Handschrift von José Luis Espino schon vor der HALMA-Eröffnung erleben möchten, lohnt sich ein Besuch im Bevir by Lopesan im Costa Meloneras Resort & Spa – hier zeigt er seine vom Meer und Garten inspirierte Sterneküche in einem luxuriösen Ambiente.

Was wir über das neue HALMA wissen – und was nicht

Kommen wir zum Wesentlichen: Was erwartet uns in der Joaquín Costa 25? Die neue Adresse liegt zentral in der Hauptstadt, nicht weit vom alten Standort an der Alfredo L. Jones entfernt, aber sie markiert einen klaren Neuanfang. Offiziell bestätigt ist die Eröffnung für Ende August. Das ist auch schon fast alles, was an konkreten Fakten auf dem Tisch liegt. Das Team um Espino hält sich bedeckt und will die Details zur Speisekarte und zur Gestaltung des Restaurants erst in den kommenden Wochen nach und nach preisgeben.

Diese bewusste Zurückhaltung ist typisch für den Koch und schürt die Neugierde nur noch mehr. Klar ist: Es wird klein, es wird persönlich, und es wird sich mit absoluter Konsequenz um die Aromen Gran Canarias drehen. Basierend auf seiner bisherigen Arbeit können wir davon ausgehen, dass saisonales Gemüse von lokalen Feldern und der fangfrische Fisch aus dem Atlantik die Hauptrolle spielen werden. Ob es ein reines Degustationsmenü geben wird, wie viele Gedecke der neue Raum fasst und in welcher Preiskategorie sich das Erlebnis bewegen wird – all das ist zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation und bleibt abzuwarten.

Warum diese Eröffnung ein Ereignis für die ganze Insel ist

Die Aufregung um HALMA kommt nicht von ungefähr. Gran Canaria hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte gastronomische Entwicklung durchgemacht. Restaurants wie Bevir oder Tabaiba haben die Insel auf die Landkarte der Feinschmecker gesetzt und gezeigt, dass hier eine junge, kreative und selbstbewusste Kochszene am Werk ist. Inmitten dieses Aufschwungs ist José Luis Espino eine der prägenden Figuren. Wenn er nun sein persönlichstes Projekt neu auflegt, ist das mehr als nur eine weitere Restaurant-Eröffnung – es ist ein kultureller Moment für die Stadt.

Für Besucher und digitale Nomaden, die einen tiefen Einblick in die Seele der Insel suchen, wird HALMA ein Pflichttermin. Es ist die Chance, einen Koch bei der Arbeit zu erleben, der seine Weltklasse-Ausbildung nutzt, um das Allerbeste aus seiner Heimat zu interpretieren. Die Kombination aus handwerklicher Perfektion und emotionaler Verwurzelung macht den besonderen Reiz aus. Und das Versprechen, dass dieses Projekt „ein Vorher und Nachher“ markieren soll, wie Espino andeutet, macht die Spannung fast unerträglich. Bis Ende August heißt es also: Augen offen halten, die sozialen Kanäle des Restaurants beobachten und schnell sein, wenn die Reservierungen freigeschaltet werden.

Gut zu wissen Da das erste HALMA Kultstatus genoss und Espinos Name durch den Michelin-Stern für Bevir enorme Strahlkraft hat, ist mit einem sehr hohen Andrang in den ersten Wochen zu rechnen – planen Sie Ihren Besuch mit etwas Vorlauf oder Flexibilität.

Häufige Fragen

Wo genau befindet sich das neue HALMA?
Das Restaurant öffnet in der Calle Joaquín Costa 25 in Las Palmas de Gran Canaria, einer zentralen Lage in der Hauptstadt.
Wann wird HALMA eröffnet?
Die Eröffnung ist für Ende August geplant. Ein genaues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben.
Wer steht hinter dem Restaurant HALMA?
HALMA ist das persönliche Projekt des mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Kochs José Luis Espino und seiner Frau María González.
Welche Art von Küche wird im HALMA serviert?
Die genauen Details sind noch geheim. Basierend auf Espinos Philosophie wird die Küche auf lokalen Produkten aus Gartenbau und Atlantik-Fisch basieren, saisonal und nachhaltig ausgerichtet sein.
Kann man bereits einen Tisch reservieren?
Nein, Reservierungsinformationen sind noch nicht verfügbar. Interessierte sollten die offiziellen Ankündigungen des Restaurants in den sozialen Medien verfolgen.

Stand der Informationen: Juli 2026. Details zur Speisekarte, den Preisen und dem genauen Eröffnungstag werden vom Restaurant-Team in den kommenden Wochen bekannt gegeben.