Welche Gemeinden führen die Preisrangliste an?

Adeje im Süden Teneriffas führt die kanarische Rangliste mit 4.013 Euro pro Quadratmeter an, wie das INE in seinen Indicadores Urbanos meldet. Das sind 95,7 Prozent mehr als der spanische Durchschnitt von 2.051 Euro.

Direkt dahinter folgen Mogán mit 3.803 Euro und San Bartolomé de Tirajana mit 3.737 Euro, beide auf Gran Canaria. Ihre Werte liegen 85,4 beziehungsweise 82,2 Prozent über der nationalen Referenz.

Auch Tías auf Lanzarote ist mit 3.633 Euro pro Quadratmeter unter den ersten 25 Gemeinden Spaniens. Guía de Isora, Arona und La Oliva komplettieren die sieben Kanaren-Gemeinden unter den Top 50.

Wie viel kostet eine Wohnung im Süden konkret?

Eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Adeje kostet rechnerisch 321.040 Euro, wenn man den INE-Wert zugrunde legt. In San Bartolomé de Tirajana wären es 298.960 Euro für dieselbe Fläche.

Der Fotocasa-Index für September 2026 nennt sogar noch höhere Angebotspreise: 5.177 Euro pro Quadratmeter in Guía de Isora und 4.895 Euro in Adeje. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung in Playa de las Américas wurde mit 539.112 Euro veranschlagt.

Für Residenten, die im Süden kaufen wollen, steigt der Druck damit weiter. Die Differenz zwischen Adeje und der günstigsten Gemeinde Ingenio beträgt laut INE das 3,55-Fache.

Wie stark steigen die Preise in den Gemeinden?

Adeje verteuerte sich binnen eines Jahres um 13,1 Prozent, das sind 464 Euro mehr pro Quadratmeter. San Bartolomé de Tirajana stieg um 11,8 Prozent, Mogán moderater um 3,6 Prozent.

Die grössten Sprünge machten jedoch andere Gemeinden: Güímar stieg um 21,1 Prozent auf 1.837 Euro, La Orotava um 20,2 Prozent auf 1.611 Euro. Los Llanos de Aridane auf La Palma legte um 20,1 Prozent auf 2.098 Euro zu.

Alle 30 untersuchten Kanaren-Gemeinden verzeichneten Preisanstiege. In 25 davon lag der Zuwachs über den 7,9 Prozent, die das INE für Gesamtspanien ausweist.

Wie hoch sind die Mieten in den Touristenzentren?

San Bartolomé de Tirajana erreicht laut einer ODESOCAN-Auswertung 22 Euro pro Quadratmeter Miete. In Arico auf Teneriffa sind es dagegen nur 7,7 Euro pro Quadratmeter.

Unter Einbeziehung des verfügbaren Angebots liegt Tías auf Lanzarote mit 23,3 Euro pro Quadratmeter sogar noch höher. Die touristische Nachfrage und Ferienvermietung gelten als zusätzliche Preistreiber.

In Adeje entfallen laut derselben Auswertung 31,4 Prozent des Wohnungsbestands auf touristische oder zeitweise vermietete Wohnungen. In San Bartolomé de Tirajana sind es 27,6 Prozent.

Wie schneiden die Hauptstädte im Vergleich ab?

Santa Cruz de Tenerife stieg um 16,6 Prozent auf 2.000 Euro pro Quadratmeter. Las Palmas de Gran Canaria legte um 13,8 Prozent auf 2.064 Euro zu.

Beide Hauptstädte liegen damit nahe am spanischen Durchschnitt von 2.051 Euro. Santa Cruz bleibt knapp darunter, Las Palmas liegt leicht darüber.

Die günstigsten Gemeinden der Kanaren sind Ingenio mit 1.132 Euro, Gáldar mit 1.173 Euro und Icod de los Vinos mit 1.206 Euro pro Quadratmeter.

Welche Fragen bleiben zu den Preisdaten offen?

Die INE-Daten stammen aus den Indicadores Urbanos und vergleichen die Jahre 2024 und 2025. Neuere amtliche Gemeindewerte für 2026 hat das INE in den verfügbaren Ergebnissen nicht veröffentlicht.

Der ISTAC bestätigt den kanarenweiten Trend: Im 2. Quartal 2026 lag der Schätzwert für freie Wohnungen bei 2.279,4 Euro pro Quadratmeter, 14,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen konkreten Termin für die nächste Gemeinderangliste nennt keine Quelle.