Was ändert sich für Urlauber auf La Palma?
Die höchste Regenstufe im Osten La Palmas ist seit Montag, 2. November, 9.00 Uhr aufgehoben. Die Dirección General de Emergencias (Notfalldirektion der Kanarenregierung) spricht von weniger Niederschlag und davon, dass die früheren Schwellenwerte nicht mehr allgemein erwartet werden.
Entwarnung ist das nicht. Der Rest der Insel bleibt in «alerta», und die Behörde nennt weiterhin Unsicherheit bei Ort, Stärke und Dauer der Niederschläge.
Die Meldung betrifft die Ostflanke, nicht die ganze Insel. Wer im Westen oder Süden La Palmas wohnt oder Urlaub macht, bleibt dennoch in der Stufe «alerta».
Wo und wann sind Gewitter weiter möglich?
Zwischen La Palma, La Gomera und El Hierro bleibt ein Instabilitätskern liegen. Die Behörde rechnet mit einer möglichen Reaktivierung der Gewitter und lokal starken bis sehr starken Niederschlägen.
Das Risiko liegt vor allem am Abend, in der Nacht und frühmorgens. Für die Nacht auf den 3. November ist die Lage also noch offen.
Wie viel Regen bisher gefallen ist, nennt die Mitteilung nicht. Auch ein Ende der Alarmstufe hat die Regierung bisher nicht genannt.
Was gilt auf Teneriffa und Gran Canaria?
Teneriffa und Gran Canaria bleiben in «prealerta». Auf Gran Canaria rechnet die Behörde ab dem Mittag des 2. November mit bis zu 15 Millimetern Regen pro Stunde an der Nordseite.
Am Dienstag, 3. November, soll sich die Instabilität auf den Rest von Gran Canaria ausdehnen. Wer von einem Resort im Süden Ausflüge in den Norden plant, sollte das einkalkulieren.
Wie funktionieren die Alarmstufen?
Die Regierung der Kanaren ruft die Stufen über ihre Notfalldirektion aus, gestützt auf Prognosen des staatlichen Wetterdienstes AEMET. Die Abfolge lautet laut Hintergrundrecherche prealerta, alerta, alerta máxima und Notfall.
Die Farbwarnungen von AEMET (gelb, orange, rot) sind davon getrennt. AEMET warnt, die Regierung entscheidet über die regionale Stufe.
Ob «alerta máxima» hier die formale Stufe des Notfallplans ist oder ein Pressebegriff, geht aus dem Text nicht hervor.
Was geschah beim letzten Alarm im Oktober?
Am 22. Oktober galt der Alarm laut RTVC für El Hierro, La Gomera und den Osten La Palmas. AEMET gab dort orange Warnungen für bis zu 30 l/m² in einer Stunde und bis zu 100 l/m² in 12 Stunden.
Am 23. Oktober meldete RTVC nach Steinschlag eine Sperrung der LP-202 in Santa Cruz de La Palma zwischen Correos und Callejón Sebastián Arozena. Der Cabildo (Inselregierung) sicherte den Hang und nannte kein Öffnungsdatum.
Kurz gesperrt waren auch die LP-302 und die LP-214. Ob die LP-202 am 2. und 3. November noch gesperrt ist, war nicht zu klären.
Was sollten Reisende jetzt tun?
Die Regierung ruft die Bevölkerung zur Selbstschutz-Beratung der Notfalldirektion auf. RTVC nannte im Oktober: Dächer, Rinnen und Abflüsse prüfen, nicht in Schluchtbetten parken, Fenster sichern und Taschenlampe, Wasser und Batterieradio bereithalten.
Laut 112 Canarias gilt zudem: nicht durch Schluchten gehen und überflutete Strassen nicht queren. Im Notfall gilt die Nummer 112.
Vor Ausflügen lohnt der Blick auf die Hinweise der Kanarenregierung und von AEMET. Zum Zustand von Wanderwegen und Strassen kann der Cabildo de La Palma Auskunft geben, konkrete Sperrungen für den 2. und 3. November sind nicht bestätigt.