Was bedeutet der Stromausfall für Urlauber im Süden?

Auch der Süden mit seinen Urlaubsorten sass am Montag, 2. November 2026, ohne Strom da. Canarias7 nennt keine Gegend, die verschont blieb.

Um 10.26 Uhr war die Versorgung laut dem Regionalminister Mariano Hernández Zapata wieder vollständig da. Der Vorfall begann nach seinen Worten in den frühen Morgenstunden, eine genaue Uhrzeit nannte der Bericht nicht.

Verhaltenshinweise für Gäste und Einwohner hat die Kanarenregierung nach den vorliegenden Berichten nicht veröffentlicht. Auch ob es Entschädigungen gibt, hat sie bisher nicht angekündigt.

Wer Flug, Mietwagen oder Ausflug gebucht hat, klärt Ausfälle am besten direkt mit dem Anbieter. Eine amtliche Regelung dazu nennen die Quellen nicht.

Was ist am Montag genau passiert?

Zapata sprach von zwei grösseren Zwischenfällen. Zuerst traf es rund 17.500 Kunden, danach folgte ein sogenannter «cero energético», der Totalausfall des Netzes.

Gleichzeitig galt eine Wetterwarnung wegen Starkregens. Eine Ursache nennt Canarias7 nicht, und einen Zusammenhang mit dem Wetter stellt der Bericht nicht her.

Die Consejería (Fachministerium der Kanarenregierung) steht laut Zapata in ständigem Kontakt mit Red Eléctrica de España (REE) und Endesa. Gemeinsam klären sie die Gründe, eine eigene Stellungnahme der beiden Unternehmen liegt in den Quellen nicht vor.

Was kritisiert Zapata am Stromnetz?

Mariano Hernández Zapata, Regionalminister für ökologischen Wandel und Energie der Kanarenregierung, spricht von wichtigen strukturellen Problemen. Sie betreffen laut Canarias7 die Erzeugung, den Transport und die Verteilung von Strom und gefährden die Versorgungssicherheit.

Der Ausfall zeige die Schwächen der Infrastruktur auf La Palma, sagte er den Medien. Die Regierung habe vor diesen Mängeln schon früher gewarnt.

Einige Lösungen seien in Arbeit, andere brauchten länger als wünschenswert. Termine, Beträge oder einzelne Massnahmen nannte Zapata laut Canarias7 nicht.

Wie oft fiel der Strom auf La Palma schon aus?

Am 10. Juni 2025 stand die ganze Insel schon einmal still. Laut RTVC und Kanarenregierung waren rund 51.000 Betroffene 2 Stunden und 45 Minuten ohne Strom.

Damals ging der Vorfall nach der Mitteilung der Regierung vom Kraftwerk Los Guinchos aus. Regionale Vertreter machten veraltete Anlagen verantwortlich, so RTVC.

Schon im Mai 2025 meldete RTVC mehrere Teilausfälle, einen «dritten Stromausfall in diesem Monat». Ein totaler Ausfall war zuvor im September 2013 passiert, als laut RTVC ein Schalter in Los Guinchos versagte.

Seit 2009 zählt RTVC sieben solche Totalausfälle auf den Kanaren. Die übrigen trafen Teneriffa und im Juli 2023 La Gomera.

Warum ist das Netz so anfällig, und was ist offen?

La Palma hat ein isoliertes Stromsystem ohne Verbindung zu anderen Inseln. Sein Kern ist das Kraftwerk Los Guinchos von Endesa, und Speicher oder Reservekraftwerke ausserhalb davon fehlen laut Diario de Avisos und The Objective weitgehend.

Nach Angaben von Endesa ist mehr als die Hälfte der Erzeugungsblöcke über 25 Jahre alt, zwei sind über 50. Den Stillstand bei der Erneuerung führt Endesa auf mehr als zwölf Jahre Verzögerung bei der staatlichen Ausschreibung zurück.

Das Umweltministerium (MITECO) rief diese Ausschreibung 2024 aus, und Endesa war für La Palma die einzige Bewerberin. Sieben Dieselmotoren sollen ausser Betrieb gehen, denn La Palma, Lanzarote und Fuerteventura müssen laut Gesetz vor 2029 vom Diesel wegkommen.

Ob die Ausschreibung inzwischen vergeben ist, liess sich nicht bestätigen. Zuletzt schrieb Endesa im Juli 2025, sie stehe kurz vor der Entscheidung.

Die Consejería hatte am 19. Juni 2025 Verfahren gegen Red Eléctrica und Endesa eröffnet, und Zapata kündigte Sanktionen ohne Zögern an. Zu Kosten der Erneuerung oder zu möglichen Strafen nach dem Ausfall vom 2. November gibt es keine bestätigten Zahlen.