Welche Folgen hat der Stromausfall für Urlauber und Einwohner?

Auf La Palma brennt wieder überall Licht: Antena 3 meldet die Stromversorgung zu 100 Prozent, nachdem am Morgen des 2. November die ganze Insel dunkel war. Einen dauerhaften Eingriff in den Alltag nennen die gesichteten Berichte nicht.

Welche Orte zuerst wieder Strom hatten, sagt keine der Quellen. Auch für die Ferienorte im Süden der Insel gibt es keine eigene Angabe.

Ob Flüge, Hotels oder Geschäfte betroffen waren, ist bisher nicht bekannt. Wer eine Unterkunft gebucht hat und unsicher ist, fragt am besten direkt beim Vermieter nach.

Verhaltenshinweise von Behörden fanden sich in den Berichten nicht. Ob Betroffene Anspruch auf Entschädigung haben oder wo sie sich beschweren können, ist nicht veröffentlicht.

Wann fiel der Strom aus, und wie viele Kunden waren betroffen?

Um 06.38 Uhr ging auf La Palma das Licht aus, so nennt es democrata.es für den Totalausfall, im Spanischen «cero energético» genannt. Die Seite officialpress.es nennt 06.42 Uhr, und eine amtliche Angabe, die beide Zeiten klärt, fand sich nicht.

Betroffen waren nach Angaben von democrata.es 50.508 abonados (Kunden mit Stromvertrag). Die Zahl stammt aus der Suchvorschau der Seite und konnte nicht am Originaltext geprüft werden.

Um 08.51 Uhr war der Strom laut democrata.es vollständig zurück. Die Meldung von Antena 3 trägt die Uhrzeit 10.59 Uhr, ob damit die Wiederherstellung oder die Veröffentlichung gemeint ist, bleibt ungeklärt.

Was ist über Ursache und Gegenmassnahmen bekannt?

Schon gegen 04.00 Uhr gab es laut democrata.es ein Problem an der 66-Kilovolt-Leitung Guinchos–Valle. Die Seite beschreibt sie als einzige Übertragungsleitung des Netzbetreibers Red Eléctrica (REE) auf der Insel.

Ob diese Störung den Blackout auslöste, sagt die Quelle nicht. Eine offizielle Ursache hat bisher niemand veröffentlicht.

Im Wärmekraftwerk Los Guinchos schalteten Techniker laut democrata.es Generatorsätze zu. REE reparierte die Leitung und setzte sie wieder unter Spannung.

Die Regierung der Kanaren löste laut officialpress.es eine Warnstufe im Notfallplan PLATECA aus. Eine Stellungnahme von Gobierno de Canarias, Endesa oder REE vom 2. November lag der Recherche nicht vor.

Gab es am selben Tag Unwetter oder weitere Ausfälle?

Für La Palma galt am 2. November laut officialpress.es die höchste Regenwarnung, mit bis zu 62 Litern pro Quadratmeter in einer Stunde. Keine der Quellen führt den Blackout auf das Wetter zurück.

Am Vortag, Sonntag, 1. November, fiel laut derselben Seite auf Teneriffa für rund 180.000 Kunden der Strom aus, und zwar 27 Minuten lang. Diese Angabe ist nicht unabhängig bestätigt.

Warum fällt auf La Palma der Strom immer wieder aus?

Ein Totalausfall wie jetzt traf die Insel schon am 10. Juni 2025: Er begann um 17.32 Uhr und war laut RTVC nach weniger als drei Stunden vorbei. Es war laut RTVC die sechste Störung innerhalb von etwa einem Monat, die früheren trafen jeweils 9.000 bis 19.500 Kunden.

Alberto Hernández, Director General de Energía der Kanarenregierung, machte damals veraltete Anlagen im Kraftwerk Los Guinchos verantwortlich. Ein Generator sei ausgefallen und habe den Zusammenbruch ausgelöst.

Endesa, die Betreiberin des Dieselkraftwerks, fragt, warum der Ausfall eines Generators die ganze Insel lahmlegte. Laut RTVC hat Los Guinchos die ältesten Maschinen der Kanaren: Mehr als die Hälfte ist über 25 Jahre alt, zwei sind über 50.

La Palma ist wie die anderen Inseln ein Inselnetz ohne Anschluss ans Festland. Einen Totalausfall gab es nach RTVC auch im September 2013, damals wegen eines Schalterdefekts in Los Guinchos.

Welche Pläne gibt es für Kraftwerk und Netz?

Zwölf Jahre Verspätung, und nur ein Bieter: Das spanische Ministerium für ökologischen Wandel (MITECO) schrieb den Neubau der Stromerzeugung auf La Palma aus, und Endesa war nach eigenen Angaben der einzige Bieter. Von zwölf Jahren Verspätung sprechen Endesa wie RTVC.

Die Inseln müssen die Dieselerzeugung laut Endesa vor 2029 ersetzen, dann müssten sieben Motoren in Los Guinchos stillstehen. Ein Ergebnis der Ausschreibung ist nicht bestätigt.

REE bearbeitet laut Voz Pópuli einen Ausbau des 66-kV-Umspannwerks Los Guinchos, geschätzt auf 4 Millionen Euro. Die Zahl wurde nicht an einer Primärquelle geprüft, und ein Termin wird nicht genannt.

Nach den Ausfällen vom Mai 2025 forderte die Consejería de Transición Ecológica unter Mariano Hernández Zapata binnen zehn Tagen Berichte von Endesa und REE. Ein Ergebnis fand die Recherche nicht, und ob solche Berichte jetzt wieder verlangt werden, ist offen.