Was ändert sich am Dienstag für Urlauber und Bewohner?

Am Dienstag, 27. Oktober 2026, wird die Calima auf Lanzarote und La Graciosa deutlich stärker. Zunächst hängt der Saharastaub vor allem in höheren Luftschichten, ab dem Nachmittag kann er auch in tieferen Lagen zunehmen.

Die spanische Wetteragentur AEMET meldet für den Tag wechselnd bewölkten Himmel und Ost- bis Nordostwind. Im Inselinneren und Süden Lanzarotes sind teils bis 30 °C möglich, im Norden und auf La Graciosa sinken die Höchstwerte dagegen.

Die Vorwarnstufe ist keine Evakuierungs- und keine Ausgangsanordnung. Nach den veröffentlichten Angaben ändern sich für Einwohner und Touristen weder Aufenthaltsrechte noch Zugangsvoraussetzungen oder Gebühren.

Der Alltag kann grundsätzlich weitergehen. Die Luft wird jedoch staubiger und die Sicht trüber.

Wer ist besonders gefährdet und was wird empfohlen?

Am meisten trifft es Kinder, ältere Menschen und Personen mit chronischen Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die kanarische Regierung warnt ausdrücklich, dass sich bestehende Beschwerden verschlimmern können.

Die Regierung rät, möglichst drinnen zu bleiben und Türen sowie Fenster geschlossen zu halten. Den Staub wischen Sie am besten mit feuchten Tüchern weg, dazu empfiehlt sie viel Trinken und den Aufenthalt in feuchter Umgebung.

Körperliche Anstrengung im Freien sollten Sie meiden.

Bei deutlich eingeschränkter Sicht sollten Autofahrer langsamer fahren, mehr Abstand halten und unnötige Fahrten lassen. Diese Hinweise stammen aus dem amtlichen Warnhinweis zum Notfallplan PEFMA.

Wann wird die Calima am stärksten?

Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, wird die Calima am stärksten erwartet. Die Konzentration schwebender Partikel kann dann verbreitet 100 µg/m³ überschreiten, berichtet La Voz de Lanzarote unter Berufung auf AEMET.

Der Wind weht schwach aus wechselnder Richtung, mittlere und hohe Wolken bedecken den Himmel.

Beim Warnhinweis erwartete man die Calima auf Lanzarote und Fuerteventura zunächst hauptsächlich in der Höhe. Ab Dienstagmittag konnte die Belastung in tieferen Lagen auf allen Inseln zunehmen.

Die Generaldirektion für Notfälle der kanarischen Regierung hat die Vorwarnstufe für den gesamten Archipel aktiviert. Sie stützt sich auf Informationen von AEMET und den Notfallplan PEFMA.

Was bedeutet eine Vorwarnstufe rechtlich?

Die Prealerta wegen Calima ist eine vorsorgliche Warnstufe des kanarischen Zivilschutzes. Einen Notstand bedeutet sie noch nicht, auch keine automatische Sperrung von Strassen oder Einrichtungen.

Zuständig ist die Dirección General de Emergencias y Seguridad der kanarischen Regierung. Sie entscheidet nach dem kanarischen Notfallplan PEFMA auf Grundlage der AEMET-Vorhersagen und weiterer Messdaten.

Nicht der Cabildo und keine Gemeinde beschliessen die Warnung, sondern die kanarische Notfallbehörde. Die amtlichen Mitteilungen nennen keine besonderen Kosten, Gebühren oder Entschädigungen für die Bevölkerung.

Aus der Prealerta allein folgt deshalb keine kostenpflichtige Massnahme für Einwohner oder Besucher. Es gelten nur die allgemeinen Empfehlungen zum Schutz der Gesundheit.

Wie lange bleibt die Warnung bestehen?

Wie lange die Vorwarnstufe bleibt und wann sie aufgehoben oder ausgeweitet wird, ist offen. Die Regierung erklärte, sie bewerte die Lage nach der weiteren Entwicklung von Wetter und Luftqualität.

Als nächster kritischer Zeitraum galt Mittwoch, 28. Oktober 2026. Spätere Medienprognosen stellten für das Wochenende 31. Oktober und 1. November mögliche Wetteränderungen und Regen in Aussicht.

Als definitive Massnahme für Lanzarote bestätigt wurden diese Prognosen jedoch nicht. Reisende und Bewohner sollten die Hinweise der kanarischen Notfallbehörde weiter verfolgen.

Die verbindliche aktuelle Fassung der Empfehlungen steht im amtlichen PEFMA-Warnhinweis. Dort erscheinen auch Änderungen der Warnstufe.