Was ändert sich für Urlauber am Strand?

Am Sonntag brennt die Sonne besonders auf Gran Canaria und Lanzarote. AEMET erwartet lokal mehr als 30 Grad an den Süd- und Westhängen Gran Canarias sowie im südlichen Inselinneren Lanzarotes.

Dazu kommt die Calima über dem ganzen Archipel. Der Staub kann die Sicht einschränken und die Luft verschlechtern, vor allem oberhalb von 800 Metern und an den Südseiten.

Strandbesucher bekommen also mehr Hitze und trübere Luft. Der kanarische Gesundheitsdienst rät, körperliche Aktivitäten im Freien anzupassen und die pralle Sonne nicht zu lange zu suchen.

Verbindliche Änderungen bei Flugverkehr, Fähren oder Öffnungszeiten hat niemand veröffentlicht. Wer am Sonntag reist, plant besser mehr Zeit ein und prüft die aktuellen Verkehrsinformationen.

Welche Inseln und Zonen sind betroffen?

Am wärmsten wird es auf Gran Canaria und Lanzarote. Auf Gran Canaria können die Werte laut AEMET lokal an den Süd- und Westhängen über 30 Grad steigen, besonders in den mittleren Lagen.

Auf Lanzarote erreichen die südlichen Inlandgebiete die 30-Grad-Marke. In Arrecife pendeln die Temperaturen zwischen 21 und 26 Grad, in Las Palmas de Gran Canaria zwischen 22 und 26 Grad.

Fuerteventura bekommt die Calima in hohen Luftschichten, die Temperaturen ändern sich kaum. In Puerto del Rosario erwartet AEMET 21 bis 26 Grad.

Auf Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro spüren vor allem mittlere und hohe Lagen den Staub. Die Südseiten trifft es dabei stärker als den Norden.

Wie stark wird der Wind?

Der Wind weht am Sonntag aus Nordost und kann an exponierten Küsten kräftig zupacken. AEMET schliesst punktuell sehr starke Böen an den Südost- und Nordwestküsten der westlichen Inseln nicht aus, besonders in den frühen Morgenstunden.

In mittleren und hohen Lagen dreht der Wind auf Südost oder Süd. So strömen warme Luft und Saharastaub vom afrikanischen Kontinent leichter auf die Inseln.

Für die offene See südlich von 35 Grad nördlicher Breite gilt eine Vorhersage vom 24. Oktober, 08:00 UTC, bis 25. Oktober, 08:00 UTC. Angekündigt sind Nordostwind der Stärke 5 bis 6, zeitweise 7, sowie mässige bis starke See.

Wer mit der Fähre fährt oder einen Bootsausflug plant, prüft die Seebedingungen vor der Abfahrt.

Was raten die Gesundheitsbehörden?

Der kanarische Gesundheitsdienst empfiehlt bei Hitze und Calima, körperliche Aktivitäten im Freien anzupassen. Besonders vorsichtig sollten Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie andere hitzeempfindliche Personen sein.

Bei Calima raten die Behörden, Türen und Fenster geschlossen zu halten und intensive Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Wichtig sind ausreichend Flüssigkeit und die üblichen Medikamente in Griffweite.

Bei Hitze gilt: Wasser trinken, auch ohne Durst, und Alkohol sowie anregende Getränke meiden. Die Sonne zwischen 11:00 und 16:00 Uhr meiden Sie besser ganz, Sport verlegen Sie in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend.

Verschlimmern sich Atemwegsbeschwerden, empfiehlt der Gesundheitsdienst den Notruf 112. Zögern sollten Betroffene dann nicht.

Was ist noch offen?

Wie lange die Calima anhält, ist nicht veröffentlicht. Ob später eine formelle Wetter- oder Gesundheitswarnung folgt, bleibt offen.

Das Gobierno de Canarias hat in früheren Calima-Lagen vorab vor einer möglichen Beeinträchtigung der Luftqualität gewarnt. Eine verlässliche Vorhersage für den Folgetag und mögliche Aktualisierungen finden Sie am 25. Oktober direkt bei AEMET und dem Gobierno de Canarias.

Über aktuelle Verkehrsentscheidungen bestimmen AENA, die Reedereien oder die jeweils zuständige Inselverwaltung. Dort erfahren Reisende, ob sich etwas ändert.