Was ist am Samstagmorgen passiert?

Am 3. Oktober 2026 um 05:44 Uhr kam es an der elektrischen Umspannstation Mácher in der Gemeinde Tías zu einer Störung im 66-kV-Netz. Laut 112 Canarias waren zunächst etwa 51.703 Kunden ohne Strom.

Vier Minuten später ereignete sich während der Wiederherstellungsarbeiten eine weitere Störung an den Umspannstationen San Bartolomé und Punta Grande. Die Zahl der betroffenen Kunden stieg dadurch auf rund 73.600 auf Lanzarote und La Graciosa.

Playa Blanca blieb nach Angaben von 112 Canarias versorgt, weil der Ort über eine Verbindung mit Fuerteventura verfügt. Endesa begann nach dem Vorfall mit der schrittweisen Wiederherstellung des Stromnetzes.

Was bedeutet die PLATECA-Vorwarnstufe?

Die Dirección General de Emergencias des Gobierno de Canarias aktivierte am Samstag, 3. Oktober 2026, um 07:15 Uhr die Vorwarnstufe des PLATECA. Das PLATECA ist der territoriale Notfallplan der Autonomen Gemeinschaft Canarias, genehmigt durch Dekret 98/2015 vom 22. Mai.

Die Vorwarnstufe dient laut 112 Canarias der Überwachung der Entwicklung, der Koordinierung zwischen Verwaltungen und der Bewertung möglicher Auswirkungen auf grundlegende Dienste. Sie ist keine Ausgangssperre und enthält keine neuen Regeln für Einwohner oder Besucher.

Auch der Cabildo de Lanzarote y La Graciosa aktivierte den Plan de Emergencias Insular de Lanzarote (PEIN) in der Vorwarnstufe. Die Behörden empfahlen einen verantwortungsvollen Wasserverbrauch und die Beachtung offizieller Mitteilungen.

Welche Folgen hatte der Stromausfall für das Wasser?

Der Stromausfall stoppte die Entsalzungsanlagen von Lanzarote und La Graciosa und damit vorübergehend die Trinkwasserproduktion. Nach Wiederkehr des Stroms konnten die Anlagen nicht sofort zum Normalbetrieb zurückkehren, da Wiederanlauf und Stabilisierung erforderlich waren.

Während des Tages waren daher zeitweise Wasserunterbrechungen, niedriger Wasserdruck und weitere lokale Beeinträchtigungen möglich. Die Wasserproduktion und -verteilung wurden schrittweise wieder aufgenommen.

Nach einem späteren Bericht war die Wasserproduktion in den Entsalzungsanlagen wieder vollständig hergestellt. Die Normalisierung von Speicherung und Verteilung wurde für Sonntag, 4. Oktober 2026, erwartet. In Arrecife hatte nur der Wiederaufbau der Versorgung begonnen. Er sollte schrittweise verlaufen, mit möglichen Druckabfällen und punktuellem Wassermangel.

Was müssen Bewohner und Besucher jetzt beachten?

Es wurden keine neuen Preise, Gebühren, Zugangsvoraussetzungen, Anträge oder Fristen gemeldet. Die Vorwarnstufe änderte nach den verfügbaren Informationen weder Aufenthaltsrechte noch Reisebestimmungen.

Praktisch relevant waren mögliche vorübergehende Wasserunterbrechungen und Druckabfälle, auch nachdem der Strom wieder verfügbar war. Die Behörden empfahlen einen verantwortungsvollen Umgang mit Trinkwasser.

Für Notfälle wurden die Nummer 080 sowie die Feuerwehrzentralen 928 816 308, 928 816 312 und 928 814 858 genannt. Diese Angaben stammen aus den offiziellen Mitteilungen zum Vorfall.

Wie ist der Stromausfall einzuordnen?

Laut 112 Canarias fehlte der Strom um 06:47 Uhr noch bei rund 39.000 Kunden, später bei rund 8.463. Der Cabildo meldete die Wiederherstellung erst im Lauf des Vormittags (Atlántico Hoy, 10:43 Uhr). Ein Vergleich mit dem Vormonat oder Vorjahr wird in den Quellen nicht genannt.

Die Dirección General de Emergencias aktivierte den PLATECA am 28. April 2025 wegen des landesweiten Stromausfalls archipelweit in der Situación de Alerta, um mögliche Auswirkungen auf grundlegende Versorgungsleistungen zu überwachen.

Was ist noch offen?

Die genaue technische Ursache des Stromausfalls sollte untersucht werden. Die Consejería de Transición Ecológica y Energía forderte von den für das Stromnetz zuständigen Unternehmen Informationen an.

Ein abschliessender Untersuchungsbericht oder ein Termin für weitere Massnahmen ist in den vorliegenden Quellen nicht genannt. Die Behörden haben bislang keine zusätzlichen Einschränkungen oder Auflagen veröffentlicht.

Für Sonntag, 4. Oktober 2026, wurde die vollständige Normalisierung von Speicherung und Verteilung des Trinkwassers erwartet. Bewohner sollten weiterhin offizielle Mitteilungen beachten.