Was hat der Stadtrat beschlossen?
Der Stadtrat von Puerto de la Cruz hat noch keine Ausweisung beschlossen. David Hernández, Stadtrat für Stadtplanung, erklärte laut Tenerife Weekly, die Bedingungen für eine Einstufung als angespannter Wohnungsmarkt seien vielversprechend, müssten aber erst gründlich analysiert werden.
Die Gemeinde hat dafür eine Studie beim Architekten Rodrigo Vargas in Auftrag gegeben. Sie untersucht Leerstand, Belegungsquoten und die Zahl älterer Menschen, die allein leben.
Erst danach will die Gemeinde entscheiden, ob sie bei der Regierung der Kanarischen Inseln einen Antrag stellt. Eine offizielle Erklärung als angespannte Zone ist damit frühestens nach Abschluss der Studie möglich.
Was bedeutet der Status für Mieter?
Für Mieter ändert sich durch die Prüfung derzeit nichts. Neue Mietobergrenzen, Antragsfristen oder verlängerte Mietrechte entstehen erst, wenn die zuständige Behörde die Zone offiziell erklärt.
RDL 29/2026 betrifft die soziale Funktion des Wohnens und das bezahlbare Angebot. Die mietrechtlichen Regeln stehen wahrscheinlich in RDL 28/2026 (BOE-A-2026-20822, Mietstabilität). Dies konnte nicht geprüft werden und ist vor einer Übernahme der Zuschreibung zu verifizieren.
Für bestimmte Mieter kann ausserdem eine ausserordentliche Verlängerung des Mietvertrags um jährlich bis zu drei Jahre möglich sein. Diese Regelung setzt ebenfalls eine offiziell erklärte Zone voraus.
Was bedeutet der Status für Vermieter?
Vermieter müssen bis zu einer offiziellen Erklärung keine zusätzlichen Beschränkungen allein wegen der Ratsdebatte beachten. Die Prüfung in Puerto de la Cruz hat noch keine rechtliche Wirkung.
In einer erklärten Zone könnten jedoch Mietbegrenzungen für neue Verträge gelten. Die Anfangsmiete dürfte dann grundsätzlich nicht über der letzten Miete derselben Wohnung liegen, angepasst nach der bisherigen Aktualisierungsklausel.
Die Studie untersucht zudem die Eigentümerstruktur in Puerto de la Cruz. Die Gemeinde will nachvollziehen, wie viele Wohnungen ausländischen Eigentümern gehören, die nur einen Teil des Jahres auf der Insel verbringen und die Wohnungen den Rest der Zeit leer stehen lassen.
Was bedeutet der Status für Ferienwohnungen?
Die Gemeinde arbeitet laut Tenerife Weekly bereits an Regeln für Ferienwohnungen. Sie hat registrierte Objekte erfasst, viele weitere werden ohne Registrierung betrieben.
Für die neue Regelung führt die Gemeinde öffentliche Konsultationen durch und trifft sich mit lokalen Gruppen und Anwohnern. Die höchste Konzentration von Ferienwohnungen liegt im Stadtzentrum und im Küstengebiet Punta Brava.
Die Gemeinde prüft ausserdem, ob sie eine niedrigere Obergrenze als die gesetzlich vorgesehenen 10 Prozent für touristische Objekte festlegen kann.
Wer entscheidet über die Ausweisung?
Die Ausweisung erfolgt nicht allein durch den Stadtrat. Nach dem spanischen Wohnraumgesetz Ley 12/2023 ist die zuständige Wohnungsverwaltung der jeweiligen Autonomen Gemeinschaft verantwortlich.
In den Kanaren sieht das Decreto-ley 1/2024 vom 19. Februar ein eigenes Verfahren vor. Das kanarische Wohnungsinstitut ICAVI führt dabei unter anderem die öffentliche Anhörung durch.
Die Erklärung gilt grundsätzlich drei Jahre und kann jährlich verlängert werden. Sie verlangt ausserdem einen spezifischen Massnahmenplan, der die festgestellten Ungleichgewichte korrigieren soll.
Was ist noch offen?
Offen bleiben der genaue Antrag, die zuständige entscheidende Behörde, ein möglicher Aktionsplan, die betroffenen Gebietsgrenzen und die Dauer. Auch konkrete Mietregeln oder Einschränkungen für Ferienwohnungen sind nicht veröffentlicht.
Eine Entscheidung müsste anschliessend in einem offiziellen Rechtsakt veröffentlicht werden. Erst dann wären Datum des Inkrafttretens, Voraussetzungen und mögliche Anträge verbindlich.
Für Besucher ist keine Schliessung, Buchungsbeschränkung oder neue Abgabe bestätigt. Die Prüfung hat bislang keine Auswirkungen auf bestehende Buchungen oder Aufenthalte.