Was ändert sich für Urlauber im Süden Teneriffas?
Am 4. November gilt auf den Kanaren eine gelbe Regenwarnung, berichtet Canarias7. Die Aemet hat am 2. November um 10.36 Uhr angekündigt, dass «übermorgen» Regen mit höchstem Warnniveau Gelb fällt.
Fünf Stunden dauert die Gelbwarnung laut der Überschrift von Canarias7. Wann sie beginnt und endet, steht im lesbaren Text nicht und bleibt damit unbestätigt.
Eine eigene Prognose für die Küstenorte im Süden nennt der Bericht nicht. Die starken Schauer erwartet die Aemet laut Canarias7 vor allem im Inneren der Berginseln, wobei Teneriffa im Text nicht einzeln aufgeführt ist.
Wer am 4. November in die Berge fährt, sollte zuerst die Aemet-Karte und die Strassensperrungen prüfen. So lauten die Hinweise der Behörden bei früheren Voralarm-Meldungen, etwa mit Blick auf die Zufahrten zum Teide-Nationalpark.
Bei Starkregen raten diese Hinweise zu langsamer Fahrt und mehr Abstand. Durch überflutete Strassen oder Barrancos (Schluchten) sollte niemand fahren oder gehen.
Wie sieht das Wetter von Dienstag bis Donnerstag aus?
Am Dienstag, 3. November, bringt die Nacht nach Angaben der Aemet starke bis sehr starke Gewitterschauer auf die westlichen Inseln. Örtlich kommen sehr starke Windböen und kleiner Hagel dazu, im Osten von La Palma regnet es am längsten.
Ab Mittag bilden sich laut Aemet neue Gewitterschauer im Inneren der Berginseln. Einzelne Gewitter auf Lanzarote und Fuerteventura schliesst die Behörde ebenfalls nicht aus.
Am Mittwoch, 4. November, wird das Wetter laut Aemet wieder unbeständiger, vor allem ab Mittag. Im Inneren der Berginseln erwartet sie örtlich starke Schauer, begleitet von Gewittern.
Der Wind weht an diesem Tag schwach und wechselhaft aus Ost. Am späten Nachmittag legt er auf Lanzarote und Fuerteventura zu.
Am Donnerstag, 5. November, beruhigt sich die Lage nach den Angaben der Aemet. Im Inneren der Berginseln fällt noch schwacher bis mässiger Regen, vor allem an den Nord- und Osthängen, sonst gibt es hohe Wolken.
Wie ernst ist eine gelbe Warnung?
Gelb ist die niedrigste von drei Farbstufen der Aemet, danach folgen Orange und Rot. Laut Diario de Avisos bedeutet sie ein Risiko für normale Aktivitäten, mit mässigen Schäden für verletzliche Personen und exponierte Zonen.
Als Schwelle für eine gelbe Regenwarnung nennen Aemet-Meldungen aus Online-Quellen bis 15 Millimeter in einer Stunde und 40 Millimeter in 12 Stunden. Die Originaldokumente der Aemet waren nicht einsehbar.
Daneben gibt es eine zweite Skala, die der Regierung der Kanaren. Ihre Generaldirektion für Notfälle erklärt Voralarm, Alarm und Maximalalarm nach dem Notfallplan PEFMA, der Risiken durch widrige Wetterphänomene regelt.
Beide Skalen können gleichzeitig gelten, schreibt Diario de Avisos. Die Aemet misst das Wetterphänomen, die Regierung das Risiko für den Zivilschutz.
Was geschah bei früheren Regenwarnungen?
Für Lanzarote galt am 9. Oktober von 15.00 Uhr bis 10. Oktober um 06.00 Uhr eine gelbe Warnung, berichtet Diario de Avisos. Die Aemet erwartete bis zu 15 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde und einzelne Gewitter.
Damals steckte eine DANA dahinter, ein abgeschnittenes Höhentief in einer Rinne zwischen dem Südwesten Spaniens und den Kanaren. Für den 4. November nennen die Berichte keinen Auslöser.
Wie nass die Inseln werden können, zeigt der April 2025: Laut Aemet-Daten über RTVC war er der drittnasseste Monat auf den Kanaren seit 1961. Im Mittel fielen 50,3 Liter pro Quadratmeter, das sind 329 Prozent des Normalwerts.
Auf Teneriffa meldete die Station Ravelo in El Sauzal im April 187,9 Liter pro Quadratmeter. Die Station Llano de los Loros in La Laguna kam auf 186,6 Liter.
Von Oktober bis Dezember 2025 fiel laut Aemet mehr Regen und Schnee als normal. Der regenreichste Tag war der 14. Dezember mit 150 Litern pro Quadratmeter.
Was ist noch offen?
Canarias7 nennt im lesbaren Text weder die Inseln mit Gelbwarnung noch das genaue Fünf-Stunden-Fenster. Auch Regenmengen in Litern pro Quadratmeter für den 4. November fehlen in den Berichten.
Eine Stellungnahme von 112 Canarias und Meldungen zu Sperrungen oder Absagen gibt es bisher nicht. Ob die Regierung der Kanaren einen Voralarm ausruft, ist nicht bekannt.
Die Warnungen aktualisiert die Aemet laufend auf aemet.es, wie ein Hinweis in der Aemet-Meldung selbst zeigt. Bei den Zeiten und Zonen für Teneriffa gilt allein diese Seite.
Die Notrufnummer 112 ist laut den Behörden nur für echte Notfälle gedacht. Auskünfte gibt es unter der Nummer 012.