Was gilt auf Gran Canaria am 3. November?

Die AEMET (staatlicher Wetterdienst) hat für Gran Canaria eine gelbe Warnung vor Regen, Gewitter und Hagel ausgegeben, berichtet Atlántico Hoy. Sie gilt am Dienstag, 3. November, von 10.00 bis 20.59 Uhr.

Erwartet werden bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde. Dieselbe Menge nennt der Bericht für Teneriffa, auf Lanzarote und Fuerteventura sind es 15 Liter.

Die Warnung deckt auf Gran Canaria den Norden, die Gipfel sowie die Ost-, Süd- und Westhänge ab. Auch die Ferienorte im Süden liegen damit nach dieser Aufzählung im Warngebiet.

Diario de Avisos und Atlántico Hoy geben denselben Rat: Strassen möglichst meiden und das Auto nicht in einem trockenen Flussbett, einem Barranco, abstellen. Wer einen Mietwagen fährt, plant den Tag am besten ohne lange Überlandfahrt.

Was war in der Nacht auf Gran Canaria zu sehen?

La Provincia veröffentlichte am 3. November eine Fotostrecke zu einem Gewitter, das den Himmel über Gran Canaria im Morgengrauen erleuchtete. Genaue Uhrzeit, Orte der Blitze und die Fotografen sind nicht bestätigt.

Blitzzahlen der AEMET für diese Nacht liegen nicht vor. Auch Schäden, Verletzte oder Stromausfälle auf Gran Canaria sind bisher nicht gemeldet.

Diario de Avisos hatte für den Nachmittag und die Nacht zum 2. November sowie die frühen Stunden des 3. November eine neue Verstärkung erwartet, vor allem auf den westlichen Inseln. Gegen 6.00 Uhr am 3. November sollte sie nachlassen.

Wie ernst ist die Lage auf den Kanaren?

Die Kanarenregierung führt für Gran Canaria und Teneriffa eine Prealerta für Regen und Gewitter, meldet Diario de Avisos. Auf La Palma, El Hierro und La Gomera gilt eine Alerta für Regen.

Die Prealerta ist eine Vorstufe unterhalb der Alerta. Die Farben der AEMET bilden eine eigene Skala, auf deren Grundlage die Regierung ihre Stufe festlegt.

Knapp 100 Vorfälle zählten die Behörden auf den betroffenen Inseln, meist Stromausfälle, Wasserschäden, Rückstau in der Kanalisation und Geröll auf Strassen. La Palma erlebte am Montagmorgen einen Totalausfall des Stroms, der um 10.30 Uhr behoben war.

Diese Zahlen gelten für alle Inseln zusammen, nicht für Gran Canaria. Neue Regeln, Preise oder Fristen gibt es nicht, es handelt sich um eine reine Wetterwarnung.

Wie ungewöhnlich sind Blitze über Gran Canaria?

Am 10. und 11. Mai 2022 zählte die AEMET knapp 1.000 elektrische Entladungen, berichtete RTVC. Die meiste Aktivität verzeichnete Gran Canaria, mit Donner und Blitz durch die ganze Nacht.

Am deutlichsten zeigten sich die Gewitter damals über Tejeda, Teror, Arucas und Valleseco, Blitze waren auch von Las Palmas de Gran Canaria aus zu sehen. Anwohner erzählten, der Lärm habe sie geweckt und sei ungewöhnlich gewesen.

Auch am frühen Morgen des 2. Februar 2022 blitzte und donnerte es im Norden Gran Canarias sowie im Süden und Osten Teneriffas, so RTVC. Für die Gipfel waren damals Südwinde mit Böen über 60 bis 70 Kilometern pro Stunde angekündigt.

Nach einer AEMET-Studie zur elektrischen Aktivität auf den Kanaren, die in Suchtreffern zitiert wird, hat der Archipel die geringste Gewitteraktivität aller spanischen Gebiete. Wir haben die Studie nicht selbst gelesen und nennen daher keine Zahlen daraus.

Was ist noch offen?

Ob die Prealerta für Gran Canaria angehoben oder aufgehoben wird, ist nicht bekannt. Den aktuellen Stand zeigen die Seiten der AEMET und der Kanarenregierung.

Auch lokale Schäden, Stromausfälle oder Strassensperrungen auf Gran Canaria sind bisher nicht bestätigt. Die Gemeindeverwaltungen und der Cabildo (Inselregierung) haben dazu keine Angaben veröffentlicht, die uns vorliegen.

Die Kanaren erlebten 2026 schon mehrere Wetterepisoden, darunter das Sturmtief Therese im März. Am 9. Oktober galt laut RTVC eine Prealerta für Regen auf fünf Inseln.

Was bringen der 4. und 5. November?

Für Mittwoch, 4. November, listet Atlántico Hoy gelbe Warnungen von 11.00 bis 19.59 Uhr. Diario de Avisos erwartet eine weitere unbeständige Phase von Mittag bis 19.00 Uhr, vor allem im Landesinneren und im Gebirge.

Für Donnerstag, 5. November, lag zum Zeitpunkt der Berichte keine Warnung vor. Prognosen können sich ändern, ein Blick auf die AEMET-Seite vor Ausflügen lohnt sich deshalb.