Wann öffnet die Bar Suso in Arbejales wieder?
Die Bar Suso hat am Samstag, 31. Oktober, zum letzten Mal geöffnet, berichtet Canarias7. Viele Stammgäste und die Familie kamen, um Suso Acosta nach knapp 35 Jahren zu verabschieden.
Die Pause dauert nur gut zwei Monate, denn Minerva Acosta übernimmt das Lokal. Die Bar, die sich in den sozialen Netzwerken Ca' Suso nennt, schreibt dazu: «Wir sehen uns am 9. Januar.»
Canarias7 nennt im Text auch den 8. Januar 2027 als Beginn der Leitung durch die Tochter. Als Öffnungstag gilt der 9. Januar 2027, ein Samstag, denn so steht er in der Mitteilung der Bar.
Warum die Bar zwischendurch geschlossen bleibt, steht nicht im Bericht. Ob die Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) von Teror einen Betreiberwechsel eingetragen hat, ist nicht bekannt.
Was bedeutet die Schliessung für Urlauber und Einwohner?
Wer in den nächsten Wochen in Arbejales essen will, findet dort keinen Tisch. Das trifft laut Canarias7 vor allem Wanderer, Motorradfahrer und Ausflügler, die das Lokal als Treffpunkt nutzen.
Arbejales ist ein Ortsteil von Teror auf Gran Canaria, nicht auf Teneriffa. Der Abzweig liegt laut Canarias7 an der Strasse von Teror nach San Mateo.
Die Hauptstrasse des Ortsteils, die calle Párroco Faustino Alonso, wird laut Canarias7 einige Monate etwas stiller sein. Wer in der Gegend wandert oder Motorrad fährt, plant das Essen für diese Zeit besser anderswo ein.
Ob Speisekarte, Preise und Öffnungszeiten gleich bleiben, ist offen. Auch Preise in Euro, Adresse und Telefonnummer nannte der Bericht nicht, hier hilft vor dem Ausflug ein Blick auf die Seiten des Lokals.
Was macht die Bar Suso so beliebt?
Die Bar hat nur sieben Tische und nimmt keine Reservierungen an, schreibt Canarias7. Dazu gibt es eine begrenzte Warteliste.
Gäste warteten laut Suso Acosta bis zu anderthalb Stunden auf einen Tisch. Im Interview mit Canarias7 im März 2025 sagte er: «Unsere Kundschaft ist ein Schatz.»
Auf der Karte stehen hausgemachte kanarische Gerichte wie ropa vieja und garbanzada (Kichererbseneintopf). Canarias7 nennt ausserdem Kutteln, Ziegenfleisch, Schweinebäckchen und tollos en salsa, dazu Desserts.
Verzeichnisse führen das Lokal als «Bochinche Bar Suso». Das Portal Gastroranking zeigt 8,3 Punkte bei 451 Bewertungen und Rang 3 von 42 Restaurants in Teror, das ist allerdings nur eine Nutzerwertung.
Wer ist Suso Acosta und wie ging es bisher weiter?
Suso Acosta arbeitet seit 46 Jahren in der Gastronomie, berichtet Canarias7. Vor seinem eigenen Lokal stand er in der bekannten Bar Mateo in Teror.
In Arbejales führte er die Bar gemeinsam mit seiner Frau Yolanda und Tochter Minerva. Zu Beginn sei alles ungewiss gewesen, sagte er Canarias7, doch die Gäste hätten das Lokal vom ersten Tag an angenommen.
Schon einmal blieb die Bar sechs Monate zu, von September 2024 bis März 2025. Acosta musste damals an der Hüfte operiert werden, so Canarias7.
Was ist Arbejales für ein Ort?
Arbejales verdankt seinen Namen den arvejas (Erbsen), die dort früher angebaut wurden, schreibt Canarias7. In der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts hatte der Ortsteil sogar mehr Einwohner als Teror.
Wahrzeichen ist die Pfarrkirche Sagrado Corazón de Jesús. Ein Verzeichnis beschreibt die Bar als Familienbetrieb wenige Schritte von der Kirche entfernt, geprüft werden konnte das nicht.
Der Rancho de Ánimas de Los Arbejales, ein Brauch, der auch Fiesta de los Cantadores heisst, wurde am 21. Januar 2025 zum Bien de Interés Cultural erklärt, meldet der Sender RTVC. Mit der Bar hat das nach den Quellen nichts zu tun.
Wie steht es um traditionelle Bars auf den Kanaren?
Die Kanaren verloren in zehn Jahren mehr als 1.000 Bars, schreibt Tenerife Weekly im Juli 2025 unter Berufung auf INE (spanisches Statistikamt). Die Lage sei weniger schlimm als in Regionen auf dem Festland, die Zahl selbst konnte nicht geprüft werden.
José Miguel Sánchez, Präsident des Gastronomieverbands ARES in Las Palmas, nennt drei Gründe. Er verweist auf Auflagen und Steuern, fehlende Nachfolger in den Familien und neue Lokale für Touristen an der Küste.
In Arbejales gibt es mit Minerva Acosta eine Nachfolgerin. Die Familie verspricht, Rezepte und Geschmack zu bewahren, wie Canarias7 die Mitteilung zitiert.
Im Januar zeigt sich, ob Karte, Preise und das Prinzip ohne Reservierung bleiben. Bis dahin gibt es dazu keine Angaben.