Was gilt am Pico del Inglés im Moment?
Am Pico del Inglés gilt am 7. November 2026 weder eine Gebühr noch eine Reservierungspflicht. Das ergibt sich aus den bisher bekannten Plänen des Cabildo de Tenerife, und die sind noch ein Entwurf.
Der Aussichtspunkt liegt auf rund 1.000 Metern Höhe im Parque Rural de Anaga, in der Gemeinde Santa Cruz de Tenerife. Die Strasse TF-114 führt hinauf und trifft nach etwa einem Kilometer wieder auf die TF-12.
Autos in drei Reihen und viele Fussgänger mitten auf der Fahrbahn: So zeigte es die Anwohnergruppe Unidos por Anaga am 3. September. Urlauber müssen also weiter mit Stau rechnen, neue Regeln gelten für sie bisher nicht.
Das gilt auch für Gäste aus den Ferienorten im Süden. Eine amtliche Besucherempfehlung für den Pico del Inglés gibt es laut den Berichten nicht.
Was plant der Cabildo für Besucher?
Einen Shuttlebus nannte Eulalia García, Inselrätin für Mobilität, als erste Massnahme. Er soll noch vor Jahresende von Las Canteras in La Laguna nach Cruz del Carmen und zum Pico del Inglés fahren.
Dazu kommt ein Park-and-ride-Parkplatz, auf dem Besucher ihr Auto ausserhalb des Parks abstellen. Der Anbieter Titsa betreibt den Bus, Anwohner fahren gratis, doch einen Fahrpreis nannte der Cabildo nicht.
Der Shuttle soll an eine Voranmeldung für die Wanderwege ab Cruz del Carmen gekoppelt werden, ähnlich dem Modell Masca mit Buchung und Pflicht-Shuttle. García betonte, es handle sich «nicht um eine Ökosteuer als solche».
Auf lange Sicht prüft der Cabildo blaue und grüne Parkzonen sowie Bedarfsverkehr. Dieser Transport auf Abruf soll laut Schätzung im ersten Halbjahr 2027 starten, wenn die Ausschreibungen es zulassen.
Was hat die Gemeinde La Laguna beschlossen?
Der Gemeinderat von La Laguna stimmte am 8. April 2026 einstimmig für einen Antrag von Drago Verdes Canarias. Er bekräftigt Beschlüsse vom Mai 2025 und fordert Cabildo und Kanarenregierung auf, Mietwagen, VTC-Fahrzeuge sowie Quad- und Buggy-Touren in Anaga zu begrenzen.
Gefordert ist auch eine tägliche Höchstzahl an Fahrzeugen, eine Zahl ist nicht bekannt. Carmen Peña von Drago Verdes sagte, der Gemeinderat habe einen solchen Antrag zum zweiten Mal beschlossen, «aber wir sehen noch keinen Fortschritt».
Stadtrat Domingo Galván sagte, die Gemeinde sei für die Inselstrasse nicht zuständig, sie gehöre Cabildo und Kanarenregierung. Den Parkplatz in Cruz del Carmen verwaltet die städtische Gesellschaft Muvisa, sie prüft einen Rabatt für Kurzparker sowie grüne und blaue Zonen und Parksensoren.
Das Mietwagengewerbe räumt ein Überlastungsproblem ein und ist offen für Lösungen im Konsens. Anwohner sagen dagegen, man habe sie nicht gefragt.
Wer wohnt am Pico del Inglés, und was ist mit dem Gebäude?
Am Eingang zum Aussichtspunkt stehen zwei bewohnte Häuser mit den Nummern 62 und 63, wie eine Reportage vom 7. November beschreibt. Eine Kette hält Parker vom Grundstück fern, Schilder weisen auf Privatbesitz und einen gefährlichen Hund hin.
Weiter unten am Weg steht hinter einem Metallzaun ein verfallenes Gebäude, in dem laut der Reportage eine Person mit Hund lebt. Der Cabildo hatte den Abriss angekündigt, doch das Haus steht noch, und ob die Person legal dort wohnt, ist unbekannt.
Ursprünglich hiess der Gipfel Pico de las Aguilillas, den heutigen Namen verdankt er einem Ausländer, der dort in den Tod stürzte. Der Mann war nach Hispanopedia, einer Kopie der spanischen Wikipedia, Österreicher, ein Datum nennt die Quelle nicht.
Der Feentunnel (Túnel de las hadas) ist ein Name von Wanderern für einen Hohlweg mit moosbewachsenen Mauern. Geschichte und Daten dazu fanden sich nicht.
Was können Besucher jetzt praktisch tun?
Der Cabildo setzt ausdrücklich auf den öffentlichen Verkehr. Die Titsa-Linie 273 fährt von La Laguna über Las Canteras nach Cruz del Carmen, aktuelle Fahrpläne sind nicht bestätigt und sollten bei Titsa geprüft werden.
Der Parkplatz am Pico del Inglés ist klein. Vogel- und Wanderseiten raten, vor 9.00 Uhr anzukommen, amtliche Empfehlungen sind das nicht.
Im August meldete Unidos por Anaga lange Schlangen am Cruz del Carmen, die ab 10.30 Uhr zunehmen. Garcías Cabildo kündigte für den dortigen Parkplatz Zufahrtsschranken an, die Arbeiten sollten in etwa zwei Wochen nach dem 2. Oktober beginnen.
Ob die Schranken inzwischen stehen, ist nicht bestätigt. Ein Reiseführer erwähnt ausserdem ein kostenloses Zugangsticket über das Portal Tenerife ON, eine amtliche Bestätigung dafür fehlt.
Was ist beim Mobilitätsplan noch offen?
Der Mobilitätsplan für Anaga war am 2. Oktober 2026 fertig, aber noch Entwurf. Startdatum des Shuttles, Fahrpreis, Buslinie, Takt, Budget und Reservierungssystem sind nicht veröffentlicht.
Einige Entscheidungen sollen laut Cabildo von den einzelnen Dörfern abhängen. García wollte dazu jeden Weiler besuchen, ob das geschah, liess sich nicht prüfen.
Anwohner von Afur, Roque Negro, Taborno, Las Carboneras und El Batán warnen, dass der Stau wichtige Dienste blockieren könnte. Ob der Cabildo auf die Bilder vom 3. September reagiert hat, ist nicht bekannt.