Was genau warnt die Polizei?
Die Nationalpolizei in Spanien hat Verbraucher vor Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Paketzustellungen gewarnt. Das berichtet Tenerife Weekly am 16. Oktober 2026. Kriminelle nutzen demnach die Wartezeit auf Online-Bestellungen aus.
Die Täter verschicken Nachrichten mit Formulierungen wie «Your package couldn't be delivered. Click here to resolve the issue.» Auf Deutsch heisst das sinngemäss: Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden, klicken Sie hier, um das Problem zu lösen.
Die Empfänger werden aufgefordert, ihre Daten möglichst schnell zu aktualisieren. Die Links in diesen Nachrichten dienen laut Polizei dazu, persönliche Daten abzugreifen.
Was bedeutet das für Urlauber und Residenten im Süden?
Die Warnung gilt für alle Personen auf Teneriffa, unabhängig von Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit. Besonders betroffen sein können Urlauber und Residenten, die Waren online bestellen und auf eine Lieferung warten.
Die Polizei betont, dass solche Nachrichten nicht von echten Zustellfirmen stammen müssen. Stattdessen versuchen Unbekannte, persönliche Daten zu stehlen. Wer schnell handelt, macht laut Polizei eher Fehler.
Wie lief ein früherer SMS-Betrug auf Teneriffa ab?
Ein belegter Fall zeigt, wie solche Betrugsmaschen funktionieren. Die Guardia Civil nahm auf Teneriffa drei Personen fest und untersuchte eine vierte Person wegen massenhaften SMS-Betrugs. Das meldete das spanische Innenministerium am 31. Juli 2023.
Die Nachrichten imitierten damals eine Bank und behaupteten ein dringendes Sicherheitsproblem. Ein Link führte zur Eingabe von Bankdaten. Betroffen waren mehr als 170 Personen landesweit.
Der ermittelte Schaden überstieg 200.000 Euro. Die Täter nutzten die erlangten Bankdaten für Onlinekäufe. Die Waren wurden über Abholfächer entnommen und anschliessend auf Gebrauchtwarenplattformen weiterverkauft.
Was wurde bei den Durchsuchungen gefunden?
Auf Teneriffa durchsuchte die Guardia Civil zwei Objekte. Sichergestellt wurden unter anderem 70 SIM-Karten, 38 Mobiltelefone, vier Laptops, rund 4.000 Euro Bargeld und ein Taser.
Teile des Geldes flossen laut Innenministerium über Kryptowährungen. Die Ermittlungen lagen beim Juzgado de Instrucción n.º 1 de Santa Cruz de Tenerife, einem Ermittlungsgericht in der Inselhauptstadt.
Koordiniert wurden die Ermittlungen von der Fiscalía Provincial de Santa Cruz de Tenerife, der Staatsanwaltschaft der Provinz. Ob der Fall vom Juli 2023 mit der Paketwarnung vom Oktober 2026 identisch ist, geht aus den verfügbaren Quellen nicht hervor.
Was sollten Betroffene jetzt tun?
Wer auf einen verdächtigen Link geklickt oder Daten preisgegeben hat, sollte unverzüglich die Bank kontaktieren. Karten und Onlinebanking sollten gesperrt werden. Belege und Screenshots sollten gesichert werden.
Für eine Anzeige bei der Policía Nacional wird bei Internetbetrug insbesondere eine Bankbescheinigung oder ein Nachweis der betrügerischen Abbuchungen verlangt. Das geht aus den Hinweisen der Polizei hervor.
Die Guardia Civil empfiehlt, bei Betrug per SMS eine Aufnahme des Bildschirms mit der Nachricht und der Absendernummer aufzubewahren. Anzeigen können bei der Guardia Civil, der Policía Nacional oder einem Juzgado de guardia erstattet werden.
Was ist an der aktuellen Warnung noch offen?
Die konkrete Paket-SMS oder E-Mail, ihr Absender und die betroffene Zustellfirma sind in den verfügbaren Primärquellen nicht bestätigt. Auch die Zahl der Opfer und ein neuer Polizeieinsatz im Oktober 2026 sind nicht verifiziert.
Die Meldung von Tenerife Weekly beruft sich auf eine Warnung der Nationalpolizei. Eine eigene Mitteilung der Policía Nacional zu dieser konkreten Paketwarnung vom 16. Oktober 2026 liegt in den verfügbaren Quellen nicht vor.
Einen Termin für weitere Massnahmen oder eine Frist nannte die Polizei bis Freitag nicht. Verbraucher sollten sich an die allgemeinen Hinweise halten und im Zweifel direkt die Website des Zustelldienstes prüfen.