Was bedeutet das für Urlauber und Residenten im Süden?

Für die meisten Urlauber und europäischen Residenten in den Feriengebieten im Süden Teneriffas ändert sich im Alltag zunächst wenig. Die Baustelle liegt im Norden der Insel, zwischen Guamasa und dem Flughafen Tenerife Norte–Ciudad de La Laguna. Wer nicht in diese Richtung fährt, wird von den Arbeiten kaum etwas bemerken.

Anders sieht es für alle aus, die zum Flughafen im Norden müssen. Die Consejería de Obras Públicas, Vivienda y Movilidad del Gobierno de Canarias kündigte an, dass die Fahrstreifen zwar offen bleiben, aber verengt werden können. Baustellenmaschinen und der laufende Verkehr dürften zu Rückstaus führen.

Reisende sollten deshalb zusätzliche Fahrzeit einplanen, wenn sie einen Flug ab Tenerife Norte erreichen müssen. Konkrete Sperrtermine oder Umleitungspläne wurden bislang nicht veröffentlicht. Auch für Mietwagenkunden gelten keine neuen Gebühren oder Zugangsbeschränkungen.

Wo genau wird gebaut?

Ausgebaut wird die TF-5 in Richtung Santa Cruz de Tenerife. Der Abschnitt zwischen dem Anschluss Guamasa und dem Flughafen Tenerife Norte–Ciudad de La Laguna wird von zwei auf drei Fahrstreifen erweitert.

Vorgesehen sind die Umgestaltung der Anschlüsse Guamasa und San Lázaro sowie ein neuer direkter Flughafenanschluss. Der heutige Zugang über eine gemeinsame Verbindung soll dadurch nach Nord- und Südverkehr getrennt werden. Im Zuge der Arbeiten ist auch der Abriss der Brücke von Los Rodeos geplant.

Die erste Phase umfasst Sondierungen, die Prüfung betroffener Versorgungsleitungen sowie Arbeiten an den Anschlussstellen. Der Hauptfahrbahnabschnitt folgt erst später.

Wie läuft der Verkehr während der Bauzeit?

Während der Bauarbeiten sollen auf der TF-5 grundsätzlich alle zwei bestehenden Fahrstreifen in beiden Richtungen offen bleiben. Das bestätigten die Präsidentin des Cabildo de Tenerife, Rosa Dávila, und die Generaldirektorin für Strasseninfrastruktur, Rosana Melián, bei der Vorstellung der Verkehrsplanung.

Das bedeutet jedoch nicht freie Fahrt. In einzelnen Bereichen können die Fahrstreifen verengt werden. Die Verantwortlichen räumten ein, dass es zu «Unannehmlichkeiten» kommen werde. Baustellenmaschinen und der laufende Verkehr dürften zu Rückstaus und Verzögerungen führen.

Die Arbeiten sind im 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen pro Woche organisiert. Ziel ist, die Bauzeit und die Auswirkungen auf den Verkehr möglichst zu begrenzen. Die Gesamtbauzeit ist mit 35 Monaten angegeben.

Wer bezahlt den Ausbau?

Der am 2. Oktober 2026 formalisierte Auftrag umfasst 58.182.981,26 Euro einschliesslich IGIC. Auftragnehmer ist die Arbeitsgemeinschaft UTE Ferrovial Construcción, S.A. und Asyota Asfaltos y Obras, S.L. Das ursprüngliche Budget der Ausschreibung lag bei 66.401.344,71 Euro einschliesslich IGIC.

Umgesetzt wird die Massnahme von der Consejería de Obras Públicas, Vivienda y Movilidad del Gobierno de Canarias unter Minister Pablo Rodríguez. Die Verantwortung liegt bei der Dirección General de Infraestructura Viaria. Das Cabildo de Tenerife und die betroffenen Gemeinden sind als Verwaltungen eingebunden, vergeben die Arbeiten aber nicht.

Die Finanzierung läuft über die Strassenbau-Aktivitäten der kanarischen Regierung. Eine detaillierte Aufteilung zwischen autonomen, staatlichen oder europäischen Mitteln wurde in den Kommuniqués nicht veröffentlicht.

Warum wird die TF-5 ausgebaut?

Die TF-5 gehört zu den am stärksten belasteten Strassen der Kanaren. Laut Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila fahren täglich mehr als 110.000 Fahrzeuge über die Autobahn. In der morgendlichen Spitzenstunde seien es bis zu 12.000 Fahrzeuge pro Stunde.

Der Ausbau soll die Kapazität erhöhen und die Sicherheit verbessern. Der neue direkte Flughafenanschluss trennt künftig den Verkehr nach Norden und Süden. Fahrzeuge aus Richtung Norden können direkt zum Flughafen fahren, ohne bis San Lázaro weiterfahren zu müssen.

Das Projekt ist Teil einer grösseren Planung für den Korridor zwischen Guamasa und La Orotava. Dieser längere Abschnitt von 17 Kilometern soll später ebenfalls einen dritten Fahrstreifen pro Richtung erhalten. Die geschätzte Investition dafür liegt bei rund 300 Millionen Euro.

Was ist noch offen?

Der genaue Starttag im November 2026 wurde noch nicht genannt. Als nächster formaler Schritt ist die Unterzeichnung des Absteckungsprotokolls in der auf den 20. Oktober 2026 folgenden Woche angekündigt. Anschliessend sollen die vorbereitenden Sondierungs- und Anschlussarbeiten beginnen.

Offen bleiben der detaillierte Bauzeitenplan, einzelne Sperr- oder Nachtarbeitsfenster sowie konkrete Umleitungen. Auch ein offizieller Kalender, der den exakten Beginn im November bestätigt, liegt nicht vor. Die Verantwortlichen kündigten Treffen mit Aena, den Gemeinden, dem Cabildo und der Verkehrsdirektion an, um die Öffentlichkeit zu informieren.

Bürgermeister und Mobilitätsbeauftragte der Gemeinden entlang der TF-5 sowie Vertreter der Handelskammer und der lokalen Polizei wurden zu Gesprächen eingeladen. Neue Gebühren, Anträge oder Zugangsbeschränkungen für Anwohner und Besucher sind nicht vorgesehen.