Was ändert sich für Autofahrer zum Flughafen Nord?

Mit Staus müssen Autofahrer während der gesamten Bauzeit rechnen, das räumen die Behörden ausdrücklich ein. Sie bitten um Geduld.

Beide bestehenden Spuren bleiben nach ihren Angaben in beiden Richtungen offen. Abschnittsweise können sie aber schmaler werden.

Die Teams arbeiten 24 Stunden an 7 Tagen im Schichtbetrieb. Zuerst reissen sie bei den Anschlussstellen ab, unter anderem die Brücke bei Los Rodeos, die Hauptfahrbahn folgt erst in der Schlussphase.

Sperrungen oder Umleitungen mit Daten hat bisher niemand veröffentlicht. Wer zum Flughafen Teneriffa Nord fährt, plant besser einen Zeitpuffer ein und prüft vor der Abfahrt die Meldungen der Verkehrsbehörde DGT.

Die Arbeiten betreffen die Nordautobahn zwischen Guamasa und dem Flughafen. Für Ausflüge und Fahrten im Süden nennen die Behörden keine Folgen, die Quellen beschreiben nur diesen Abschnitt.

Wo genau entsteht die dritte Spur?

Die neue Spur entsteht auf rund 3,6 Kilometern in Fahrtrichtung Santa Cruz, von Kilometerpunkt 11,4 bis 15. Dort wächst die Fahrbahn von zwei auf drei Spuren.

Neu ist eine direkte Anbindung an den Flughafen für Fahrzeuge Richtung Norden, sie müssen dann nicht mehr bis San Lázaro fahren. Dafür bauen die Arbeiter die Flughafen-Überführung zu einer neuen Anschlussstelle um und bauen auch die Anschlussstellen Guamasa und San Lázaro um.

Das Vorhaben läuft in drei Phasen. Zuerst folgen Baugrunduntersuchungen, Leitungsprüfung und Baustelleneinrichtung, dann der Umbau der Anschlussstellen und zuletzt die Hauptfahrbahn.

Was kostet der Ausbau und wer baut?

Der Auftrag kostet 58.182.981,26 Euro inklusive IGIC, der allgemeinen indirekten Steuer der Kanaren. Die Arbeitsgemeinschaft aus Ferrovial Construcción, S.A. und Asyota Asfaltos y Obras, S.L. bekam den Zuschlag, der Vertrag ist seit dem 2. Oktober 2026 formalisiert.

Das Ausschreibungsbudget lag bei 66,4 Millionen Euro, neun Firmen gaben ein Angebot ab. Der Zuschlag liegt rechnerisch rund 8 Millionen Euro darunter, einen Grund für die Differenz nennen die Quellen nicht.

Die Baustellenüberwachung wurde separat für gut 2 Millionen Euro vergeben. Wie sich Cabildo und Regierung die Kosten teilen, ist nicht veröffentlicht.

Als der Cabildo (Inselregierung) das Projekt billigte, bezifferte er die Kosten auf rund 55 Millionen Euro. Er wollte die Arbeiten selbst ausführen, per Kooperationsabkommen mit der Regierung.

Später schrieb die Consejería für Öffentliche Arbeiten, Wohnen und Mobilität den Auftrag aus und vergab ihn. Pablo Rodríguez ist Minister der Kanarischen Regierung für dieses Ressort.

Rosana Melián ist Generaldirektorin für Strasseninfrastruktur. Die genaue Rollenverteilung zum Cabildo ist unbestätigt.

Wie dicht ist der Verkehr auf der TF-5?

Die TF-5 trägt nach Angaben der Behörden über 110.000 Fahrzeuge pro Tag, in der Morgenspitze rund 12.000 pro Stunde. Der Cabildo zählte 2025 zwischen dem Flughafen Teneriffa Nord und der Feuerwache von La Laguna 109.473 Fahrzeuge täglich, den höchsten Wert der Insel.

Auf dieser Strecke kamen in fünf Jahren 3.488 Fahrzeuge pro Tag dazu, einige nördliche Abschnitte verloren leicht. Im Süden wuchs der Verkehr stärker, auf der Strecke Guaza–Aeropuerto Sur um 16.084 Fahrzeuge.

Der Abschnitt Guamasa–Los Rodeos gilt als bekannter Engpass, auch Unfälle legten ihn schon lahm. Nach der Umleitung bei Guamasa im Herbst 2023 meldete der Cabildo einen besseren Verkehrsfluss.

Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila nannte im Oktober 2025 weniger Stau: rund 15 Prozent zur Hauptverkehrszeit und etwa 30 Prozent in den schlimmsten Momenten. Die Zahl der Busfahrgäste stieg in zweieinhalb Jahren um 39 Prozent, beides sind Zahlen des Cabildo und nicht unabhängig geprüft.

Was ist noch offen und wie geht es weiter?

Laut RTVC geht es am 4. November 2026 los mit der Unterzeichnung des Absteckungsprotokolls (acta de replanteo). Andere Angaben sprechen von einer Unterzeichnung innerhalb der Woche oder in der Folgewoche, das Datum weicht also leicht ab.

Am Starttag war eine Informationsversammlung mit Anwohnern angesetzt. Die Bauzeit beträgt 35 Monate, ein Enddatum nennt keine Quelle, rechnerisch ergibt sich etwa Herbst 2029.

Genaue Etappen- und Sperrtermine hat bisher niemand veröffentlicht. Die Behörden stimmen sich regelmässig mit Aena (Flughafenbetreiber), den Gemeinden, der Guardia Civil, der Ortspolizei und der DGT ab.

Ursprünglich war die Ausschreibung für das erste Quartal 2025 angekündigt, die Projektgenehmigung kam erst im September 2025. Das Vorhaben hat sich damit um rund ein Jahr verzögert.