Was ändert sich für Urlauber und Einwohner auf Teneriffa?

Am Mittwoch, 4. November, rechnet der Aemet mit Schauern, die örtlich stark ausfallen und Gewitter bringen können. Betroffen ist vor allem das Landesinnere der Inseln mit Bergen, dazu Lanzarote und Fuerteventura.

Ab Donnerstag, 5. November, lässt der Regen nach: Die Schauer verlieren an Stärke und Wahrscheinlichkeit. Bedeutende Wetterereignisse erwartet der Aemet für diesen Tag nicht.

Am Freitag, 6. November, wird es wärmer, der Trend zu höheren Temperaturen setzt sich fort. Laut Aemet steigen sie leicht bis moderat, am deutlichsten die Höchstwerte im Landesinneren.

Wer am Mittwoch eine Bergtour oder eine Fahrt durchs Landesinnere plant, verschiebt sie besser auf Donnerstag. Eine Warnung nur für den Süden Teneriffas nennt die Meldung nicht, und ob für Teneriffa am 4. November eine formelle Warnstufe gilt, ist offen.

Wie sieht der Mittwoch auf Teneriffa im Detail aus?

Am Mittwochmorgen ziehen laut Aemet Wolkenfelder durch, ab Mittag wächst die Bewölkung. In den Berggebieten sind danach aufziehende Aguaceros (heftige Regengüsse) wahrscheinlich, Gewitter eingeschlossen.

Am Abend können die Schauer auch die Küstenzonen erreichen, halten mehrere Inselvorhersagen des Aemet fest. Am ehesten trifft das den Nordosten, den Norden und den Osten.

Die Temperaturen ändern sich am Mittwoch kaum oder sinken leicht.

Zum Vergleich: Für Las Palmas auf Gran Canaria sagt der Dienst 21 bis 26 Grad voraus, für Valverde auf El Hierro 15 bis 20 Grad. Der Wind weht schwach und wechselnd, meist als Brise.

In einer der Inselvorhersagen, die die Meldung keiner Insel klar zuordnet, liegt die Schneefallgrenze über 2.800 Metern und kann zeitweise leicht sinken. Wer ins Hochgebirge fährt, prüft deshalb die Vorhersage auf aemet.es.

Wie geht es am Donnerstag und Freitag weiter?

Am Donnerstag, 5. November, bleibt es laut Aemet wolkig, mit Wolkenwachstum im Inneren der Berginseln. Dort sind vereinzelt schwache bis mässige Niederschläge möglich, am ehesten an den Nord- und Osthängen.

Die Temperaturen bleiben am Donnerstag unverändert oder steigen leicht. Der Wind weht auf den Westinseln schwach aus Süden, auf den zentralen Gipfeln Teneriffas mässig aus Südwest.

Am Freitag, 6. November, erwartet der Aemet hohe Wolkenfelder und im Inneren der Westinseln wachsende Bewölkung. Auf La Palma und Teneriffa bleibt die Wahrscheinlichkeit für schwachen, gelegentlichen Regen gering.

Wie stark die Temperaturen steigen, hat der Aemet in dieser Meldung nicht beziffert. Ob eine Calima (Staubluft aus der Sahara) oder eine Hitzewarnung folgt, ist nicht bestätigt.

Was empfahlen die Behörden bei früheren Unwettern?

Am 22. Oktober galt auf den Westinseln eine Warnung. Orange galt für den Osten von La Palma, La Gomera und El Hierro, Gelb für den Westen von La Palma und ganz Teneriffa.

Die Vorhersage nannte bis zu 30 Liter pro Quadratmeter in der Stunde und bis zu 100 Liter in zwölf Stunden. Damals lauteten die Hinweise, Dächer und Abflüsse zu prüfen und nicht im Bett eines Barranco (Schlucht) zu parken.

Überflutete Stellen soll niemand durchqueren, unnötige Fahrten sollen entfallen, und ein Batterieradio samt Notvorrat gehörte dazu. Für die Lage am 4. November gibt es bislang keine eigenen Hinweise der Behörden.

Ob der Cabildo de Tenerife (Inselregierung) oder der Notruf 112 Canarias Massnahmen für diesen Tag getroffen haben, liess sich nicht feststellen. Die Regenmengen vom 4. November liegen ebenfalls noch nicht vor.

Was sagte der Aemet zum Herbst, und wie ordnet sich das ein?

Einen überdurchschnittlich warmen Herbst auf den Kanaren sah der Aemet für September bis November mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent. Einen kälteren Herbst als üblich hielt er nur zu rund 10 Prozent für möglich.

Beim Regen zeigt das Signal laut Aemet vor allem auf ein trockeneres Szenario als normal, die Unsicherheit ist hier grösser. Für unterdurchschnittlichen Niederschlag nennt der Ausblick 40 Prozent.

Warme Jahreszeiten schlössen kalte Episoden nicht aus, fügte der Dienst hinzu. Für den Zeitraum vom 12. Oktober bis 1. November hatte er einen wärmeren Verlauf als üblich mit wenig Regen vorhergesagt.

Wie unterschiedlich Herbste ausfallen, zeigt der Oktober 2023: Die Mitteltemperatur lag laut Aemet bei 23,8 Grad, dem wärmsten Oktober seit 1961. Dazu kam eine 16 Tage lange Hitzewelle vom 2. bis 17. Oktober.

Im Herbst 2025 war es von Oktober bis Dezember nasser als normal, am nassesten Tag, dem 14. Dezember, fielen laut Aemet 150 Liter pro Quadratmeter. Dazu kamen mehr als 3.000 Blitze und Böen um 100 Kilometer pro Stunde.

Ein einzelner Regentag sagt daher wenig über den Winter aus. Das ist eine Einordnung, keine Aussage des Aemet.

Was bleibt offen, und wo gibt es die aktuelle Vorhersage?

Die Meldung nennt keinen Namen eines Aemet-Sprechers und keine Zahl für den kommenden Temperaturanstieg. Auch die Dauer der wärmeren Phase ist nicht angegeben.

Wann der Aemet seine Vorhersage aktualisiert, steht in den Unterlagen nicht. Die aktuelle Fassung für die Kanaren gibt es auf der Website des Dienstes unter aemet.es.

Für Teneriffa lohnt der Blick dort vor allem am Mittwoch und am Freitag. Am Mittwoch zählen mögliche Gewitter, am Freitag der erwartete Temperaturanstieg im Inselinneren.