Was bedeutet die Forderung für Urlauber im Süden?

Im Süden fährt keine Strassenbahn, die Linien liegen im Norden der Insel. Der Tranvía verbindet Santa Cruz mit La Laguna und La Cuesta mit Tíncer, zusammen 15,1 Kilometer mit 27 Haltestellen.

Eine Linie in den Urlaubsorten im Süden nennt die Recherche nicht, eine dritte Linie ist nur geplant. Wer im Süden wohnt oder Ferien macht, merkt die Probleme also nur bei einem Ausflug nach Santa Cruz oder La Laguna.

Dort kann es nach Angaben der PSOE vor allem zu Stosszeiten eng werden. Neue Fahrpläne, Preise oder Sperrungen als Folge der Forderung sind nicht bestätigt.

Wer die Bahn nutzen will, prüft die aktuellen Taktzeiten vorab auf metrotenerife.com. Dort stehen die Zeiten, die gerade gelten.

Was wirft die PSOE dem Cabildo vor?

Im Fahrdienst, in der Kontrolle und in der Wartung fehlt Personal, berichtete der Betriebsrat. Die Folgen seien laut Betriebsrat mehr Verspätungen und Züge, die aus dem Verkehr genommen werden.

Besonders stört die PSOE, dass die Ausarbeitung der Grundlagen für die Stellenausschreibung Monate dauert. Wie viele neue Stellen die PSOE will, nennt der Bericht über das Treffen nicht.

Wer betreibt den Tranvía und wer entscheidet über Personal?

Dem Cabildo gehört die Betreibergesellschaft Metropolitano de Tenerife S.A. Er bestimmt Ausbau, Flotte und Personalbudget, wie hoch sein Anteil genau ist, bleibt in den Unterlagen widersprüchlich.

Einen Rekord meldet der Jahresbericht 2025 von Metrotenerife: 24.953.848 Fahrgäste. Laut Bericht sind das 61 Prozent mehr als 2023, dem Jahr, in dem der Gratistarif begann.

Die Flotte wuchs von 17 Zügen im Jahr 2022 auf 19 im September 2023. Damals sank der Takt auf Linie 1 von fünf auf 4,5 Minuten.

Wie viele Fahrer und Züge heute im Einsatz sind, ist in der Recherche nicht belegt. Auch der aktuelle Takt ist nicht bestätigt, und einen Zusammenhang zwischen Rekord und Verspätungen hat niemand belegt.

Warum ist Personal beim Tranvía ein altes Streitthema?

Fast zwei Jahre lief der Konflikt, bevor sich Metropolitano de Tenerife und die Gewerkschaften CCOO, UGT und USO am 22. Januar 2026 auf ein Vorabkommen zum Streikende einigten. So gibt es die Quelle an.

Das Abkommen regelt vor allem Gesundheit und Arbeitsschutz: Quarzsand wird schrittweise ersetzt, Anlagen sollen zertifiziert dekontaminiert werden. Die Belegschaft sollte am 28. Januar abstimmen, das Ergebnis liegt nicht vor.

Schon 2018 ging es bei einem Streik um zu wenig Personal, es folgten Ausstände 2023 und 2024. Laut einem nicht überprüften Hinweis sollten dem Verwaltungsrat sechs zusätzliche Fahrerstellen vorgeschlagen werden, ob sie entstanden, ist unklar.

Die PSOE Teneriffa nennt das Mobilitätsmanagement der Cabildo-Präsidentin Rosa Dávila seit Längerem einen «Fracaso», also Misserfolg. Die Forderung vom 5. November passt in diese Linie.

Was ist offen und was kommt als Nächstes?

Auf die Vorwürfe hat der Cabildo bisher nicht geantwortet, auch Metropolitano de Tenerife nicht. Zahlen zu Verspätungen oder Ausfällen im Jahr 2026 hat bisher niemand veröffentlicht.

Wann über die Forderung entschieden wird, nennt der Bericht nicht, etwa mit einer Sitzung des Verwaltungsrats. Nach einer Meldung vom September 2026 hat der Cabildo einen Mobilitätsplan mit 5.097 Millionen Euro beschlossen, dessen Inhalt wir nicht geprüft haben.

Die spanische Regierung hat die Gratisnutzung für Vielfahrer in Bussen und Tranvía der Kanaren für 2026 verlängert, beschlossen am 23. Dezember 2025. Welche Bedingungen für Touristen gelten, ist nicht belegt und sollte beim Betreiber erfragt werden.