Was ist in El Sauzal passiert?
Eine torreta eléctrica in der Calle José Rodríguez de Siberio in El Sauzal hat am Montagnachmittag, 2. November, Feuer gefangen. Der Brand liess mehrere Strassen im Ortskern ohne Strom, berichtet El Día.
Betroffen war auch die alte Strasse Callejón del Cementerio. Das Feuer war bereits unter Kontrolle, als Bürgermeister Crispín Mariano Pérez mit Beamten der Guardia Civil (staatliche Polizeitruppe) die Stelle prüfte.
Der Ayuntamiento (Gemeindeverwaltung) hatte Endesa nach Angaben des Bürgermeisters bereits informiert. Die Techniker des Konzerns sollen die Anlage reparieren und die Versorgung wiederherstellen.
Was bedeutet der Stromausfall für Urlauber und Residenten?
Mehr als 200 Anwohner hatten nach 20.30 Uhr keinen Strom, wie die Seite edistribucion.com des Endesa-Netzbetreibers zeigte. Der Bericht spricht von mehreren Strassen im Ortskern, nicht von der ganzen Gemeinde.
Für Urlaubsorte im Süden der Insel nennt El Día keine Auswirkungen. Die Meldung betrifft ausschliesslich Strassen im Ortskern von El Sauzal.
Wer in El Sauzal wohnt oder dort eine Unterkunft gebucht hat, schaut am besten ins Störungsportal von Endesa. Das Unternehmen vermerkt dort, dass seine Techniker an der Panne arbeiten.
Einen Zeitpunkt für die Rückkehr des Stroms nannte der Bericht am Montagabend nicht. Auch Hinweise der Behörden an die Bevölkerung wurden bis dahin nicht veröffentlicht.
Was ist noch offen?
Die Ursache des Feuers hat El Día nicht genannt. Ob Menschen verletzt wurden, erwähnt der Bericht ebenfalls nicht.
Wann die Reparatur beginnt und endet, ist ungeklärt. Laut Bürgermeister warten mehrere Strassen darauf, dass Endesa eingreift.
Zu einer Entschädigung für die Betroffenen liegen keine Angaben vor. Auch die genaue Zahl der betroffenen Haushalte wurde nicht veröffentlicht, die Zahl über 200 bezieht sich auf Anwohner.
Gab es in El Sauzal schon früher Stromausfälle?
Am 26. März 2024 verloren rund 2.000 Einwohner von Ravelo, Carretera General und San José den Strom, wie Diario de Avisos berichtete. Eine Hochspannungsleitung zwischen Santa Úrsula und Tacoronte war in Ravelo eingestürzt.
Der Strom kehrte nach 17.30 Uhr zurück, nach mehreren Stunden Ausfall seit dem frühen Morgen. Bürgermeister Mariano Pérez sagte damals, starker Regen und Wind erschwerten die Reparatur.
Am 10. Januar 2025 fielen laut Tenerife Weekly rund 12.000 Endesa-Kunden in El Sauzal, La Matanza de Acentejo, La Victoria und Teilen von Santa Úrsula aus. Der Ausfall begann gegen 19.42 Uhr, Endesa rechnete mit Strom gegen 0.30 Uhr.
Als Ursache nannte Endesa den Ausfall eines Mittelspannungs-Stützpunkts in Santa Úrsula, der zuvor bei einem Sturm beschädigt worden sein soll. Mit dem Brand vom 2. November haben beide Fälle nach den vorliegenden Berichten keinen belegten Zusammenhang.
Wer ist für das Netz zuständig und was kommt als Nächstes?
Endesa Distribución besitzt und wartet das Stromnetz auf Teneriffa. Die Mindestqualität der Versorgung regelt das Real Decreto 1955/2000 (im BOE, dem spanischen Staatsamtsblatt).
Die Kennzahlen TIEPI und NIEPI definiert die Orden ECO/797/2002, sie zählen Unterbrechungen von mehr als drei Minuten. Das Gobierno de Canarias verhängte nach dem Stromausfall auf ganz Teneriffa vom 29. September 2019 eine Strafe von 10 Millionen Euro gegen Endesa, so Diario de Avisos.
Der Fall in El Sauzal ist viel kleiner als jener Inselausfall. Als Nächstes steht die Reparatur durch Endesa an, einen Termin nannten weder Konzern noch Gemeinde.