Beginnen wir mit dem eigentlich Neuen — und dem, was die Meldung über eine reine Termin-Bekanntgabe hinaushebt. In früheren Jahren begannen die Jagdsaisons auf den drei Inseln der Provinz Las Palmas zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Das hatte einen unerwünschten Nebeneffekt: Jäger reisten zwischen den Inseln hin und her, je nachdem, wo gerade gejagt werden durfte. Um genau dieses „Insel-Hopping" zu unterbinden, haben sich die Cabildos von Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura diesmal abgestimmt und einen gemeinsamen Starttermin festgelegt. Eine kleine Verwaltungsentscheidung mit spürbarer Wirkung im Gelände.
Die Termine — wann was beginnt
Den Auftakt macht überall die Kaninchenjagd: Sie startet am 16. August und läuft bis zum 8. November, auf Gran Canaria mit Hund und Frettchen. Das Niederwild mit Flinte — Rebhuhn, Felsentaube und verwilderte Tiere — folgt erst am 20. September und endet ebenfalls am 8. November. Auf Lanzarote und Fuerteventura gilt derselbe Rhythmus: Kaninchen ab 16. August, Rebhuhn ab 20. September. Auf Gran Canaria gibt es zusätzlich die Beizjagd mit Greifvögeln (15. August bis 7. November, mittwochs und samstags) und die Bogenjagd (16. August bis 8. November, donnerstags und sonntags).
Für die mit Abstand wichtigste Frage aus Wandersicht — an welchen Wochentagen ist im Backland mit Jägern zu rechnen? — lautet die Antwort für die Hauptmodalität: Donnerstag und Sonntag. An diesen Tagen sollte man im offenen, jagdbaren Gelände besonders aufmerksam sein.
Mengen, Arten und ein Wort zum Naturschutz
Pro Jäger und Tag sind in dieser Saison maximal drei Kaninchen und drei Rote Rebhühner erlaubt; Felsentauben und verwilderte Tiere dürfen unbegrenzt erlegt werden. Bemerkenswert: Es sind dieselben Fangmengen wie in der Vorsaison, obwohl die Rebhuhn-Zählungen des Umweltamtes für 2026 einen Anstieg der Bestände ergeben haben — die Behörde bleibt also trotz mehr Tieren bei der vorsichtigen Obergrenze. Bejagt werden auf den Kanaren generell nur wenige Arten; die fragilen Insel-Ökosysteme mit ihren vielen endemischen, geschützten Arten setzen enge Grenzen. In den Schutzzonen des Red-Natura-2000-Netzes ist die Jagd vollständig untersagt.
Häufige Fragen
- Warum starten die drei Inseln gleichzeitig?
- Die Cabildos von Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura haben sich abgestimmt, um das Hin- und Herreisen von Jägern zwischen den Inseln zu vermeiden, wenn die Termine nicht zusammenfallen.
- Ab wann wird gejagt?
- Kaninchen ab dem 16. August, Rebhuhn, Felsentaube und verwilderte Tiere ab dem 20. September. Die Saison endet jeweils am 8. November, mit möglicher Verlängerung bei Brand-Aussetzungen.
- An welchen Tagen sollte ich als Wanderer aufpassen?
- In der Hauptmodalität wird donnerstags und sonntags gejagt. An diesen Tagen ist im offenen, jagdbaren Gelände besondere Vorsicht ratsam.
- Darf überall gejagt werden?
- Nein. Schutzgebiete des Red-Natura-2000-Netzes sind von der Jagd ausgenommen. Sie sind für Wanderungen die sichere Wahl.
- Wo finde ich kurzfristige Änderungen?
- Auf den Websites der Cabildos. Dort werden Aussetzungen wegen Waldbrandgefahr oder Wetter sowie Nachhol-Tage offiziell bekannt gegeben.
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Stand 22.06.2026. Quellen: Canarias7 sowie die Orden Canaria de Caza (Boletín Oficial de Canarias) und Angaben des Cabildo de Gran Canaria. Die genannten Termine und Bedingungen können durch die regionale Jagdordnung 2026 und kurzfristige Beschlüsse der Cabildos angepasst werden; massgeblich sind die offiziellen Veröffentlichungen. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung, keine Rechtsauskunft.