Was ändert sich für Urlauber und Residenten?
Vorerst ändert sich nichts: Wer von La Gomera nach El Hierro will, reist weiter mit Zwischenstopp, meist über Teneriffa. Gomera Noticias beschreibt, dass direkte Verbindungen zwischen den drei Inseln bisher fehlen.
Frequenzen, Flugzeiten, Tarife und Betriebsbedingungen der künftigen Strecken sind laut Gomera Noticias nicht festgelegt. Auch ein Datum für den Start wurde nicht genannt.
Das gilt ebenso für Gäste im Süden Teneriffas, die einen Abstecher nach La Gomera, La Palma oder El Hierro planen. Der Umweg über Teneriffa bleibt bis auf Weiteres der Weg.
Wer Inselhopping im Westen plant, sollte seine Reise nicht auf die neue Verbindung stützen. Buchen Sie über die bestehenden Wege und schauen Sie vor der Reise bei den Fluggesellschaften nach Neuigkeiten.
Was ist eine Verpflichtung zum öffentlichen Dienst?
Die OSP (obligación de servicio público, Verpflichtung zum öffentlichen Dienst) lässt Behörden Mindestbedingungen für Flugstrecken festlegen. Das Verkehrsministerium setzt sie laut Gomera Noticias ein, wenn der Markt weder Flugangebot noch Preise ausreichend sichert.
Festlegen lassen sich die Mindestzahl der Flüge, die Kapazität der Flugzeuge, die Flugzeiten und die Höchstpreise. Travel Extra schreibt, der Status schütze die Strecken davor, nur von der Rentabilität abzuhängen.
Als Begründung nennt die Regierung laut Travel Extra die «doppelte Insellage» der kleineren Inseln ohne Hauptstadtfunktion. Wer die Kosten trägt, steht in keiner der Quellen.
Wie weit ist das Verfahren, und wer entscheidet?
Torres, Minister für Territorialpolitik und demokratische Erinnerung, schrieb auf X, der Vorschlag sei am Freitag, 30. Oktober, offiziell verschickt worden. Adressaten sind die Fluggesellschaften und die Kanarenregierung, die nun fünf Tage für Einwände (alegaciones) haben.
Rechnet man ab dem 30. Oktober, endet die Frist um den 4. November; ein offizielles Enddatum nannte die Quelle nicht. Danach prüft der Consejo de Ministros den Vorschlag, einen Termin dafür gibt es nicht.
Entscheiden muss der Staat, nicht die Kanarenregierung. Der Ministerrat erklärt solche Verpflichtungen, das Verkehrsministerium legt die Referenztarife per Order fest.
Torres sagte, die Pflicht für die Strecken zwischen den Islas Verdes (La Palma, La Gomera, El Hierro) gebe «kein Zurück». Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Einwände günstig ausfallen.
Was gilt bisher auf den Strecken im Westen?
Eine ältere OSP-Regelung besteht bereits und geht auf einen Beschluss des Ministerrats vom 2. Juni 2006 zurück. Die dort genannten Strecken führen zu einer grossen Drehscheibe, etwa La Gomera–Teneriffa Nord und La Gomera–Gran Canaria, wie die Zusammenfassung der INAP zeigt.
Die Order TRM/789/2026 vom 20. Juli änderte die Referenztarife und trat am 1. August 2026 in Kraft. Das BOE (spanisches Staatsamtsblatt) veröffentlichte sie am 31. Juli.
Laut Order gelten pro Strecke 84 Euro für Teneriffa Nord–La Gomera, 92 Euro für Teneriffa Nord–La Palma und 96 Euro für Teneriffa Nord–El Hierro. Von Gran Canaria sind es 112 Euro nach La Gomera, 114 Euro nach La Palma und 133 Euro nach El Hierro.
Eine OSP-Strecke, die La Palma, La Gomera und El Hierro untereinander verbindet, gibt es bisher nicht. Die Referenztarife dienen als Vergleichsmassstab für jede neue Strecke, ein Tarif für die neue Verbindung fehlt.
Seit wann fordern die Inseln das, und was bleibt offen?
Casimiro Curbelo (ASG, Agrupación Socialista Gomera) nannte am 11. Februar 2023 laut RTVC eine OSP zwischen den Islas Verdes «unaufschiebbar». Er sagte, die Reise von La Gomera nach El Hierro dauere länger als der Weg nach Madrid.
Der Staat hat Direktflüge dieser Art schon bezahlt: Das Verkehrsministerium finanzierte saisonale Binter-Flüge zwischen La Gomera und Gran Canaria, verlängert vom 1. Oktober 2022 bis 9. Januar 2023. Das brachte laut RTVC mehr als 1.000 zusätzliche Sitze pro Woche.
Offen sind die Liste der Strecken, die Referenztarife, die Höhe des Zuschusses und die Finanzierung. Ob Binter oder eine andere Airline fliegt und ob eine Ausschreibung folgt, ist nicht bestätigt.
Auch die Rechtsgrundlage des Dringlichkeitsverfahrens und mögliche Einwände der Airlines wurden nicht genannt. Regeln für Berechtigte, etwa ein Rabatt für Residenten, sind nicht veröffentlicht.